Eine kleine weiße Maus mit grünem Rucksack steht auf einem Erdweg zwischen üppigem Grün und Blumen.
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Hela: Wie Echos und freie Aufgaben den Koop prägen

Von Ramona 5 Min. Lesezeit

Hela verbindet freien Aufgaben mit einem Echo-System für Einzelspieler. Gerade diese Idee könnte den Koop auch dann spürbar machen, wenn nur eine Maus unterwegs ist.

Hela will nicht einfach nur ein Koop-Abenteuer sein, in dem vier Mäuse dieselbe Aufgabe gleichzeitig erledigen. Das gezeigte Spielmaterial deutet auf eine interessantere Idee hin: Zusammenarbeit soll aus den Möglichkeiten der Welt entstehen, und diese Möglichkeiten sollen auch dann bestehen bleiben, wenn man allein unterwegs ist.

Genau dafür gibt es die Echos. Sie machen aus einer einzelnen Maus keine Vierergruppe mit computergesteuerten Begleitern, sondern erlauben es, eigene Bewegungen und Positionen als Teil eines kleinen Rätsels zurückzulassen. Zusammen mit frei wählbaren Aufgaben und einem bewusst verspielten Brausystem könnte das Hela eine Stärke geben, die über seine freundliche Optik hinausgeht. Ob die vielen Freiheiten bis zum geplanten Release 2026 dauerhaft gut zusammenpassen, ist allerdings noch offen.

Allein spielen, ohne dass das Spiel seine Idee verliert

Hela ist als Third-Person-Abenteuer für bis zu vier Personen angelegt. Die Mäuse helfen einer alten Hexe und übernehmen Aufgaben im Dorf. Briefe der Hexe sollen dabei auch etwas über ihre Verbindung zu den Dorfbewohnern erzählen.

Im Koop liegt die grundsätzliche Idee schnell auf der Hand: Mehrere Mäuse können gemeinsam Mechanismen bedienen, sich gegenseitig beim Springen helfen oder ihre Aufgaben aufteilen. Spannender ist, wie das Spiel diese Situationen im Einzelspiel lösen möchte. Statt zusätzliche, computergesteuerte Mäuse neben die Spielfigur zu stellen, kann man bis zu drei Echos erzeugen.

Ein Echo wiederholt dabei die letzte Haltung oder Bewegung der eigenen Maus und bleibt an dieser Stelle stehen. Das klingt erst einmal nach einer klassischen Rätselhilfe, hat aber einen wichtigen Vorteil: Die Aufgaben bleiben offenbar auf dieselben Handlungen gebaut wie im Koop. Wer allein spielt, muss nicht auf eine abgespeckte Variante der Welt ausweichen.

Das gezeigte Material machte diese Funktion an zwei Beispielen verständlich. Eine kauernde Maus kann ihren Rucksack als Sprungfläche für andere nutzen. Ein Echo kann diese Haltung festhalten, während die eigentliche Spielfigur weiterzieht und sogar ein weiteres Echo in der Luft platziert. Bei einem Mechanismus mit vier Druckpunkten wiederum können die Echos nacheinander auf den benötigten Feldern abgesetzt werden.

So entsteht keine künstliche Ersatzgruppe, sondern ein kleines Werkzeugset. Besonders passend wirkt das für ein Spiel, das seine Aufgaben offenbar nicht zu eng vorgeben will. Allein zu spielen bedeutet hier nicht zwingend, dass man auf die kreativen Momente verzichten muss, die im Koop entstehen.

Freie Aufgaben brauchen einen Grund, wichtig zu sein

Windup setzt bei Hela nicht auf einen einzigen vorgesehenen Weg. In der gezeigten Demo konnte eine Tutorial-Aufgabe über eine Start-Schaltfläche begonnen werden. Alternativ ließ sich über einen Info-Bildschirm nachlesen, was zu tun ist. Auch abseits davon sollen Spieler selbst entscheiden, welche Mission sie angehen.

Diese Freiheit braucht aber etwas, das sie zusammenhält. Im Material übernimmt diese Rolle unter anderem das Sammeln und Verarbeiten von Zutaten. Um etwa einen Doppelsprung freizuschalten, werden bestimmte Dinge wie Federn und Pilze benötigt. Die Fähigkeit fällt also nicht einfach vom Himmel, sondern ist an eine Aufgabe in der Welt gebunden.

Auch Tiere scheinen mehr als bloße Kulisse zu sein. In der Demo gab es beispielsweise ein Rennen gegen ein Eichhörnchen. Solche kleinen Aktivitäten können wichtig werden, wenn Hela seine offene Struktur nicht wie eine Ansammlung beliebiger Beschäftigungen wirken lassen soll. Sie geben dem Erkunden konkrete Anlässe, ohne sofort wieder eine lange Liste von Pflichten aufzubauen.

Gezeigt wurden bisher vor allem das Dorf und das Innere des Hexenhauses. Die Entwickler stellen außerdem Berge, Wälder und mehrere Biome in Aussicht. Wie groß diese Bereiche sind, wie stark sie miteinander verbunden werden und ob sie jeweils eigene Aufgabenformen bieten, lässt sich aus dem bisherigen Ausschnitt noch nicht ableiten.

Der Kessel ist mehr als eine Werkbank

Das Brauen von Tränken scheint bei Hela ebenfalls bewusst als Tätigkeit angelegt zu sein, nicht nur als Menü zwischen zwei Ausflügen. Zutaten werden am Kessel verarbeitet, das Feuer muss geschürt werden, und die Maus kann ihren Rucksack einsetzen, um Zutaten hineinzubefördern. Zum Umrühren klammert sie sich an einen Löffel und bewegt sich um den Kessel.

Dabei soll die Reihenfolge der Schritte eine Rolle spielen. Wer falsch vorgeht, bringt den Topf offenbar dazu, kurz Feuer zu fangen. Außerdem stellen die Entwickler geheime Rezepte in Aussicht, die sich durch Ausprobieren entdecken lassen könnten.

Das passt gut zu den Echos und den freien Aufgaben. Hela scheint mehrere Systeme zu haben, die Spieler nicht nur abhaken, sondern wirklich benutzen sollen. Gerade im Koop könnte das Brauen zu einer kleinen gemeinsamen Aktion werden. Gleichzeitig muss der Ablauf klar genug bleiben, damit ein fehlgeschlagener Versuch neugierig macht statt zu frustrieren.

Was Hela noch zeigen muss

Die Entwickler betonen, die Möglichkeiten der Spieler nicht künstlich begrenzen zu wollen. Das ist ein schöner Anspruch, aber auch die schwierigste Aufgabe des Spiels. Wenn Sprünge, Echos, Tiere, Rezepte und mehrere Spieler aufeinandertreffen, müssen Rätsel verständlich bleiben und Experimente dürfen nicht zu unklaren Lösungen führen.

Bis zum Release 2026 bleibt deshalb vor allem die Frage, wie gut Hela seine offenen Systeme begleitet. Kann man durch eigenes Ausprobieren Fortschritte machen, ohne ständig nach der einen vorgesehenen Idee suchen zu müssen? Und behalten die Aufgaben auch nach den ersten charmanten Momenten ihren Reiz?

Die bisher gezeigten Ansätze geben dafür einen guten Grund, aufmerksam zu bleiben. Hela wirkt nicht deshalb interessant, weil es Mäuse in Hüten und Fliegen geben wird, obwohl diese Anpassungsmöglichkeiten natürlich ihren Platz haben. Interessanter ist, dass das Spiel Zusammenarbeit offenbar nicht als getrennten Modus behandelt. Seine Aufgaben sollen im besten Fall Raum für mehrere Mäuse bieten, aber auch einer einzelnen Maus genug zum Tüfteln geben.

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