Warner Bros. hat für Game of Thrones: Aegon’s Conquest den Kinostart auf den 9. Juni 2029 festgelegt und Owen Harris als Regisseur bestätigt. Damit hat der erste Kinofilm aus dem Westeros-Franchise jetzt nicht nur einen Titel und ein Thema, sondern auch zwei Angaben, die zeigen, in welche Richtung das Projekt gehen soll.
Bis zum Start sind es noch knapp drei Jahre. Für Fans ist das eine lange Zeit, aber sie macht auch klar: Der Film soll nicht einfach zwischen zwei Serienstaffeln geschoben werden. Aegons Eroberung ist eine der größten Geschichten aus der Vergangenheit von Westeros. Sie braucht nicht nur Drachen und Schlachten, sondern auch eine verständliche Geschichte darüber, wie aus vielen zerstrittenen Reichen ein einziges Königreich wird.
Ein Regisseur, der das Serienuniversum kennt
Owen Harris bringt bereits Erfahrung aus Westeros mit. Er hat mehrere Folgen von A Knight of the Seven Kingdoms inszeniert. Das ist für den Kinofilm wichtig, weil Aegon’s Conquest zwar zeitlich weit vor den bekannten Serien spielt, aber trotzdem in derselben Welt verankert ist.
Harris hat außerdem Folgen von Black Mirror gedreht, darunter „San Junipero“, „Ich komme gleich“ und „Striking Vipers“. Daraus lässt sich noch nicht ableiten, wie der Film später aussehen wird. Seine Bestätigung zeigt aber, dass Warner Bros. jemanden ausgewählt hat, der mit unterschiedlichen Figuren und Konflikten umgehen kann, statt nur große Bilder aneinanderzureihen.
Das Drehbuch schreibt Beau Willimon. Er war Schöpfer von House of Cards und Hauptautor bei Andor. Beide Serien sind vor allem von Machtkämpfen, Entscheidungen und Figuren geprägt, die nicht einfach klar gut oder böse sind. Gerade das passt zu Aegons Geschichte: Die Eroberung von Westeros ist nicht bloß ein Feldzug, sondern der Beginn einer neuen Herrschaft.
Der Film erzählt den Anfang der Targaryen-Herrschaft
Als Vorlage dient George R. R. Martins Buch Feuer und Blut. Die Handlung spielt ungefähr 300 Jahre vor den Ereignissen von Game of Thrones und damit auch vor Daenerys Targaryen und Eddard Stark.
Im Mittelpunkt steht Aegon I. Targaryen. Er zieht mit seinen Schwester-Gemahlinnen Visenya und Rhaenys nach Westen, um die Sieben Königslande unter seiner Krone zu vereinen. An ihrer Seite stehen die Drachen Balerion, Vhagar und Meraxes. Besonders Balerion, der Schwarze Schrecken, dürfte vielen Fans aus späteren Geschichten bereits bekannt sein.
Der Stoff hat also eine klare Aufgabe: Er soll erklären, wie die Targaryens Westeros eroberten und warum Königsmund sowie der Eiserne Thron überhaupt zu so wichtigen Symbolen wurden. Geplant sind unter anderem das Feld des Feuers, die Gründung von Königsmund und das Schmieden des Eisernen Throns aus den Waffen besiegter Gegner.
Warum der Termin für Fans mehr bedeutet als ein Datum
Mit dem 9. Juni 2029 steht endlich fest, wann die Geschichte ins Kino kommen soll. Noch offen bleiben jedoch viele Punkte, die für den Film entscheidend sein werden: Wer die Hauptrollen übernimmt, wie viel Zeit die Handlung abdeckt und ob Aegons Eroberung als abgeschlossene Geschichte erzählt wird.
Der lange Vorlauf gibt dem Projekt Raum, diese Fragen sauber zu klären. Gleichzeitig läuft das Westeros-Universum bis dahin weiter: A Knight of the Seven Kingdoms soll im kommenden Jahr eine zweite Staffel erhalten, während die vierte und letzte Staffel von House of the Dragon für 2028 vorgesehen ist. Aegon’s Conquest kommt also nicht in eine Pause, sondern an einen Punkt, an dem Fans die Geschichte der Targaryens schon aus mehreren Blickwinkeln kennen werden.
Für den ersten Westeros-Film wird entscheidend sein, ob er die bekannten großen Momente mit einer Geschichte verbindet, die auch ohne Serienwissen funktioniert. Das bestätigte Team deutet jedenfalls darauf hin, dass neben Drachen und Eroberungen auch die Menschen im Mittelpunkt stehen sollen, die diese neue Ordnung schaffen.