Microsoft soll eine größere Überarbeitung des Xbox Game Pass prüfen. Im Mittelpunkt steht laut einem aktuellen Bericht ein System, bei dem Abonnenten einzelne Bestandteile gezielt auswählen könnten. Genannt werden Cloud-Gaming und Online-Multiplayer, die möglicherweise nicht mehr automatisch in jedem Paket stecken.
Offiziell bestätigt ist das nicht. Microsoft hatte erst vor wenigen Wochen erklärt, derzeit keine Änderungen am Game Pass ankündigen zu können. Für Nutzer ist deshalb vor allem wichtig: Es geht noch nicht um neue feste Preise oder konkrete Tarife, sondern um mögliche Pläne.
Multiplayer könnte zur eigenen Auswahl werden
Der spannende Punkt an dem Bericht ist nicht nur ein weiteres Abo-Modell. Wenn Online-Multiplayer tatsächlich separat wählbar wird, könnte man Game Pass stärker an die eigenen Spiele anpassen.
Wer vor allem Einzelspieler-Abenteuer aus dem Katalog lädt, bräuchte einen Multiplayer-Baustein vielleicht nicht. Für Leute, die regelmäßig online mit Freunden spielen, wäre er dagegen kaum wegzudenken. Genau dort entscheidet sich auch, ob ein solches System am Ende praktisch ist oder eher nervt: Die Optionen müssten leicht zu verstehen sein und dürfen nicht dazu führen, dass wichtige Funktionen plötzlich hinter mehreren Extras verschwinden.
Auch Cloud-Gaming soll Teil dieser Auswahl sein. Damit könnten Spieler theoretisch selbst entscheiden, ob sie Spiele per Streaming nutzen möchten oder nur den normalen Katalog brauchen. Der Bericht spricht dabei von einer gestaffelten Struktur, erklärt aber noch nicht, wie viele Stufen es geben soll oder welche Funktionen zusammengehören würden.
Noch fehlen die entscheidenden Details
Ein flexibler Game Pass kann sinnvoll sein, wenn er Spielern wirklich Auswahl gibt. Er kann aber schnell unübersichtlich werden, falls Online-Spiel, Cloud-Angebot und Spielebibliothek zu vielen einzelnen Entscheidungen werden.
Offen ist außerdem, ob sich Day-One-Veröffentlichungen im Abo ändern. Zu entsprechenden Gerüchten gab es zuletzt ebenfalls keine offizielle Ankündigung. Bis Microsoft selbst konkrete Pakete, Preise und enthaltene Funktionen nennt, bleibt das mögliche À-la-carte-Modell also ein Bericht mit vielen offenen Fragen.
Für Game-Pass-Nutzer wäre besonders wichtig, ob ein günstigeres Paket am Ende wirklich zum eigenen Spielverhalten passt oder ob bisher enthaltene Funktionen später extra kosten.