Laufey in einem rustikalen Kleid blickt in einen verwunschenen Wald mit dunklen Bäumen und Ranken.
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Bruce Straley vermisst bei God of War Laufey neue Ideen

Von Ramona 3 Min. Lesezeit

Bruce Straley lobt die Arbeit hinter God of War Laufey. Beim Gameplay vermisst der frühere The-Last-of-Us-Director aber neue Ideen.

Bruce Straley hält moderne große Produktionen spielerisch für zu vorsichtig. Als Beispiel nennt der frühere Game Director von The Last of Us ausgerechnet das kommende God of War Laufey: Die handwerkliche Qualität beeindrucke ihn, beim Blick auf das, was Spieler darin tun, bleibe bei ihm aber keine Begeisterung.

Das ist keine konkrete Abrechnung mit Sony Santa Monica. Straley betont selbst, wie viel Arbeit und Können in Bildern, Animationen und jedem einzelnen Moment eines solchen Spiels stecken. Seine Kritik zielt auf ein größeres Problem, das er im Blockbuster-Bereich sieht: Große Teams würden zu selten neue spielerische Ideen wagen.

Beeindruckende Bilder sind nicht automatisch neue Spielideen

Straleys Aussage ist vor allem deshalb interessant, weil er beides klar voneinander trennt. Er spricht God of War Laufey die starke Optik nicht ab. Im Gegenteil: Er beschreibt die technische und kreative Leistung hinter dem Spiel als überwältigend. Gerade weil er selbst an großen, storygetriebenen Spielen gearbeitet hat, kennt er den Aufwand hinter solchen Produktionen.

Sein Punkt beginnt erst beim Gameplay. Für ihn reicht es nicht, wenn ein Spiel spektakulär aussieht und sehr sauber gebaut ist. Entscheidend ist, ob die Handlungen im Spiel frisch wirken, also ob Spieler Dinge erleben und machen, die sich nicht wie bekannte Abläufe aus vielen anderen großen Veröffentlichungen anfühlen.

Damit behauptet Straley nicht, dass God of War Laufey schlecht gemacht sei. Auch nennt er keine einzelne Mechanik, die ihn konkret stört. Seine Reaktion bleibt eine persönliche Einschätzung auf das gezeigte Material. Für Fans ist das ein wichtiger Unterschied: Über Umfang, Qualität oder die endgültigen spielerischen Ideen des fertigen Spiels lässt sich aus seiner Kritik noch kein Urteil ableiten.

Sein Vorwurf richtet sich gegen die Vorsicht großer Studios

Nach Straleys Ansicht setzen große Studios zu häufig auf Mechaniken, die bereits funktionieren. Das sei verständlich, weil bei riesigen Budgets viel auf dem Spiel steht. Trotzdem entsteht für ihn dadurch ein Bereich, in dem neue Ideen kaum Platz bekommen.

Er sagt sogar, dass er noch ein Konzept für ein großes Spiel mit sich herumträgt. Eine Umsetzung hält er unter den aktuellen Bedingungen aber für unwahrscheinlich. Das zeigt, wie grundlegend seine Kritik ist: Es geht ihm nicht nur um ein einzelnes Franchise oder eine bestimmte Szene aus einem Trailer. Er vermisst mehr Raum für Experimente in Spielen, die besonders teuer und aufwendig produziert werden.

Der vollständige Bericht des Edge-Magazins ordnet diese Aussagen in eine breitere Diskussion über die Probleme der Spielebranche ein.

Für God of War Laufey bleibt die wichtigste Frage offen

God of War Laufey wurde Anfang Juni in einer State of Play vorgestellt und soll am 16. Februar 2027 exklusiv für PS5 erscheinen. Straleys Reaktion macht vor allem deutlich, worauf viele Spieler bei weiteren Spielszenen achten werden: Zeigt das neue Kapitel nur eine aufwendige Welt und bekannte Stärken der Reihe, oder hat es auch spielerische Ideen, die sich wirklich anders anfühlen?

Das gezeigte Material beantwortet diese Frage noch nicht vollständig. Straleys Einwand ist deshalb weniger ein Urteil über das fertige Spiel als eine Erinnerung daran, dass technische Größe und spielerische Überraschungen nicht dasselbe sind. Währenddessen arbeitet er mit Wildflower Interactive an dem Puzzle-Platformer Coven of the Chicken Foot, mit dem er nach eigener Aussage etwas schaffen möchte, das er selbst noch nie gespielt hat.

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