Bewaffnete Operator in taktischer Ausrüstung bewegen sich durch eine rauchige Stadtlandschaft.
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Call of Duty bekommt eine dritte Reihe neben Modern Warfare und Black Ops

Von Ramona 3 Min. Lesezeit

Call of Duty soll neben Modern Warfare und Black Ops eine dritte Reihe bekommen. Noch fehlen Details, doch Activision verbindet damit ein klares Versprechen: mehr echte Abwechslung.

Activision arbeitet an einem neuen Sub-Franchise für Call of Duty. Damit soll die Shooter-Reihe künftig nicht mehr allein zwischen Modern Warfare und Black Ops wechseln. Einen Namen, das Szenario oder einen Veröffentlichungstermin für das neue Standbein hat das Unternehmen allerdings noch nicht genannt.

Die Ankündigung ist vor allem deshalb interessant, weil Activision damit offen auf die Kritik am bisherigen Rhythmus reagiert. Auf Modern Warfare 2 im Jahr 2022 und Modern Warfare 3 im Jahr 2023 folgten Black Ops 6 und Black Ops 7 ebenfalls direkt aufeinander. Chief Marketing Officer Tyler Bahl räumt nun ein, dass diese Abfolge nicht dem entsprach, was sich die Community gewünscht hatte.

Activision verspricht mehr als den nächsten Namenswechsel

Bahl bestätigte in einem Interview über die Zukunft von Call of Duty, dass der Grundstein für ein neues Sub-Franchise bereits gelegt wurde. Damit könnte Call of Duty langfristig ein drittes Standbein neben den beiden bekannten Reihen erhalten.

Konkrete Informationen fehlen noch. Activision verrät weder, in welcher Epoche der neue Ableger spielt, noch welche Ideen ihn von Modern Warfare und Black Ops unterscheiden sollen. Auch ein verantwortliches Studio wurde nicht offiziell genannt. Gerüchten zufolge soll Sledgehammer Games an dem Projekt arbeiten. Solange eine Bestätigung aussteht, bleibt diese Angabe jedoch unsicher.

Entscheidend wird ohnehin nicht nur der Name auf dem Cover sein. Bahl beschreibt den Wunsch der Spieler als Suche nach etwas Neuem, Besserem oder Anderem. Unterschiedliche Epochen und einzelne neue Funktionen hätten bei den bisherigen Fortsetzungen offenbar nicht ausgereicht. Nach seiner Aussage war besonders ein deutlicher Wechsel des Tons gefragt.

Das setzt die Erwartungen an das neue Sub-Franchise ziemlich hoch. Eine weitere vertraute Call-of-Duty-Formel mit anderer Kulisse würde zwar formal eine neue Reihe ergeben, aber kaum die versprochene Veränderung liefern. Aus den bisherigen Aussagen lässt sich deshalb vor allem eine Aufgabe ableiten: Activision muss noch zeigen, worin die eigene Identität dieses Projekts besteht.

Modern Warfare 4 soll zuerst ein Kapitel beenden

Bevor die neue Reihe vorgestellt wird, steht Modern Warfare 4 an. Der Shooter soll am 23. Oktober 2026 für PlayStation 5, Xbox Series X/S, Switch 2 und PC erscheinen. Wer eine digitale Version vorbestellt hat, kann laut den angekündigten Angaben bereits am Freitag vor der regulären Veröffentlichung mit der Kampagne beginnen.

Bahl bezeichnet Modern Warfare 4 als Abschluss der jüngsten Modern-Warfare-Reihe. Das bedeutet nach seiner Erklärung nicht zwingend, dass sämtliche Figuren und Elemente danach verschwinden. Einzelne Bestandteile könnten später weitergeführt oder neu erfunden werden. Das aktuelle Kapitel soll mit diesem Spiel aber zu Ende gehen.

Damit erhält die Ankündigung des neuen Sub-Franchise einen klaren Rahmen. Activision möchte zunächst eine bestehende Geschichte abschließen und anschließend Raum für ein anderes Kapitel schaffen. Ob daraus auch spielerisch ein deutlicher Bruch entsteht, ist noch offen. Zu Mechaniken, Modi und Umfang des unangekündigten Projekts liegen bislang keine bestätigten Details vor.

Frische Ideen müssen im Spiel erkennbar werden

Activision begründet den geplanten Wandel auch mit einem Spielemarkt, in dem sich Interessen und Spielgewohnheiten schnell verändern. Bahl sieht deshalb die Notwendigkeit, künftige Titel stärker weiterzuentwickeln. Bemerkenswert ist dabei, wie direkt er den bisherigen Veröffentlichungsrhythmus mit der Unzufriedenheit der Community verbindet.

Ein drittes Sub-Franchise kann mehr Abwechslung schaffen, aber allein löst es die beschriebenen Probleme nicht. Wenn erneut mehrere direkte Fortsetzungen hintereinander erscheinen, könnte sich derselbe Ermüdungseffekt wiederholen. Der eigentliche Test beginnt daher erst, sobald Activision das neue Projekt zeigt und erklärt, was Spieler dort wirklich anders machen können.

Für Call-of-Duty-Fans stehen nun zwei sehr verschiedene Fragen im Raum. Zuerst muss Modern Warfare 4 den angekündigten Abschluss liefern. Danach muss das neue Sub-Franchise beweisen, dass Activision unter einem frischen Kapitel mehr versteht als eine zusätzliche Marke im jährlichen Wechsel.

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