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Capcom bereitet Resident-Evil-Crossover nach den Remakes vor

Von Ramona 3 Min. Lesezeit

Capcom denkt schon an die Zeit nach den Resident-Evil-Remakes. Ein geplantes Crossover soll alte und neue Seriengeschichte stärker verbinden.

Capcom plant offenbar längst für den Zeitpunkt, an dem die Resident-Evil-Remakes zeitlich zu den neueren Serienteilen aufschließen. Executive Producer Jun Takeuchi spricht von einem geplanten „Crossover“, auf das bekannte Namen, Orte und Rückbezüge in der Reihe bereits hinarbeiten sollen.

Das ist mehr als ein Hinweis darauf, dass nach Resident Evil Veronica einfach das nächste Remake folgt. Capcom beschreibt seine aktuelle Strategie als zwei parallele Wege: Neue Hauptteile treiben die fortlaufende Geschichte weiter, während Neuauflagen frühere Spiele wieder zugänglich machen. Wenn diese beiden Wege irgendwann denselben Zeitraum erreichen, soll daraus offenbar etwas Gemeinsames entstehen.

Remakes sind für Capcom kein Nebenprojekt

Takeuchi erklärte zum 30. Jubiläum der Reihe, dass das Team die Zeit nach den Remakes bereits mitdenkt. Resident Evil 7 habe dabei eine wichtige Rolle gespielt: Der Erfolg des siebten Hauptteils sei die Grundlage dafür gewesen, Resident Evil RE:2 umzusetzen.

Für Capcom ging es bei den Neuauflagen demnach nicht nur darum, bekannte Spiele optisch und spielerisch zu modernisieren. Viele frühe Teile der ursprünglich auf PlayStation gestarteten Serie waren schwer erreichbar oder technisch deutlich gealtert. Die Remakes schaffen deshalb einen neuen Zugang zur Vergangenheit der Reihe.

Spannend ist, dass Capcom diese Vergangenheit inzwischen stärker mit den aktuellen Spielen verknüpft. Takeuchi nennt das Auftauchen von Umbrella und Spencer sowie die Rückkehr nach Raccoon City in Resident Evil Requiem als gezielte Vorbereitung auf das angekündigte Crossover. Diese Elemente sind also offenbar nicht bloß kleine Verweise für langjährige Fans.

Requiem soll Antworten geben, aber auch neue Fragen stellen

Resident Evil Requiem trägt laut Takeuchi schon im Titel einen Hinweis auf diesen größeren Plan. Das „RE“ stehe für „Response“, also Antwort. Gleichzeitig enthalte REQUIEM ein „Q“ für „Question“, also Frage. Requiem soll nach seiner Erklärung beides liefern: Antworten auf bestehende Themen der Reihe und neue Fragen, deren Bedeutung Capcom später erläutern will.

Damit bleibt offen, was genau das Crossover sein wird. Takeuchi hat weder ein konkretes Spiel noch Figuren oder einen Termin genannt. Sicher ist nur, dass Capcom die Verbindung zwischen älteren und neueren Abschnitten der Seriengeschichte bewusst vorbereitet.

Für Spieler ist das vor allem deshalb interessant, weil die Remakes dadurch einen anderen Stellenwert bekommen könnten. Sie würden nicht mehr nur Klassiker für ein heutiges Publikum neu erzählen. Stattdessen könnten sie Teile eines größeren Handlungsbogens sein, der alte Ereignisse und die neuere Resident-Evil-Ära zusammenführt.

Bis zum 40. Jubiläum will Capcom deutlicher werden

Takeuchi fordert Fans auf, die Bedeutung des Crossovers vor dem 40. Jubiläum von Resident Evil zu verstehen. Einen festen Zeitpunkt für die Auflösung nannte er nicht. Das Jubiläum setzt aber einen klaren Rahmen: Capcom sieht die kommenden Jahre offenbar als Aufbauphase für diese Verbindung.

Als nächstes bestätigtes Remake steht Resident Evil Veronica für 2027 im Raum, bislang ohne genaues Veröffentlichungsdatum. Außerdem ist noch eine bereits angekündigte Story-Erweiterung für Resident Evil Requiem ausstehend. Beide Projekte könnten weitere Hinweise liefern, müssen aber nicht automatisch Teil des Crossovers sein.

Wer die Details aus Takeuchis Aussagen selbst nachlesen möchte, findet sie im veröffentlichten Gespräch bei IGN. Im Moment ist das Crossover vor allem ein Versprechen für die Zukunft. Aber Capcom macht deutlich, dass die Reihe ihre alten Geschichten nicht nur wiederholt, sondern für den nächsten Abschnitt verwenden will.

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