Focus Entertainment übernimmt das Publishing von Clutch. Damit hat das Open-World-Rennspiel von Maverick Games wieder einen festen Partner, nachdem die Zusammenarbeit mit Amazon im Frühjahr beendet wurde. Der Plan bleibt klar: Clutch soll im Frühjahr 2027 für PS5, Xbox Series X/S und PC erscheinen.
Für Racing-Fans ist das wichtig, weil Maverick Games kein komplett unbekanntes Team ist. Das Studio wurde von Mike Brown gegründet, dem früheren Creative Director von Forza Horizon 5. Dazu kommen weitere Leute mit Rennspiel-Erfahrung. Genau deshalb schauen viele ziemlich genau hin, was aus Clutch wird.
Warum der neue Publisher wichtig ist
Ein Spiel kann noch so spannend klingen, ohne Publisher wird der Weg zum Release schwieriger. Bei Clutch war diese Frage offen, seit Amazon sich aus dem Projekt zurückgezogen hatte. Laut den bekannten Infos hing dieser Schritt nicht an der Qualität des Spiels, sondern an einer Umstrukturierung der eigenen Gaming-Sparte. Externe Publishing-Projekte wurden dabei gestrichen.
Mit Focus Entertainment ist diese Lücke jetzt geschlossen. Der Publisher bringt Clutch auf die genannten Plattformen und soll das Projekt bis zum geplanten Start 2027 begleiten. Ein genaues Datum gibt es noch nicht, also bleibt „Frühjahr 2027“ erstmal das wichtige Fenster.
Spannend ist dabei auch, wie klar beide Seiten über Ambitionen sprechen. Focus sieht in Maverick Games offenbar ein Team, das im Rennspiel-Genre etwas Eigenes versuchen kann. Mike Brown beschreibt Clutch als Open-World-Rennspiel, an dem sein Team schon länger gedanklich arbeitet. Das klingt groß, aber am Ende zählt natürlich, was das Spiel später wirklich auf die Straße bringt.
Was Clutch anders machen will
Clutch setzt nicht nur auf freie Fahrt in einer großen Welt. Das Spiel soll auch stärker auf Story bauen, als man es bei vielen Open-World-Racern gewohnt ist. Im Mittelpunkt stehen die Geschwister Theo und Cass Martial.
Tagsüber fahren sie in einer offiziellen Rennserie auf abgesperrten Kursen. Nachts geht es dann um illegale Straßenrennen, Verfolgungsjagden und Fluchtmissionen. Das ist ein ziemlich klarer Gegensatz: saubere Rennstrecke am Tag, riskantere Aktionen in der Nacht.
Als Schauplatz dient die Französische Riviera. Genannt wurden unter anderem steile Alpen-Passagen, die Verdon-Schlucht und ein vergrößertes Stadtgebiet von Monaco. Das ist für ein Rennspiel eine starke Mischung, weil enge Stadtstraßen, Bergstrecken und offene Landschaften ganz unterschiedliche Fahrgefühle bringen können.
Für die Handlung hat Maverick Games Jamie Brittain an Bord, der als Mitschöpfer der Serie Skins bekannt ist. Das sagt noch nicht automatisch, wie gut die Story im Spiel funktioniert. Es zeigt aber, dass die Geschichte nicht nur nebenbei laufen soll.
Was noch offen bleibt
Zu den Systemen gibt es schon ein paar klare Ansätze. Maverick Games spricht von sehr detailliertem Tuning, sogar für Innenräume. Außerdem soll es dynamischen Fahrzeugverschleiß geben, der vom eigenen Fahrstil abhängt.
Das kann cool werden, wenn es nicht nur hübsch aussieht, sondern auch beim Fahren spürbar ist. Gerade bei einem Open-World-Racer ist wichtig, ob Tuning, Verschleiß und Missionen wirklich zusammenpassen oder ob sie sich am Ende wie getrennte Bausteine anfühlen.
Aktuell ist die wichtigste Nachricht trotzdem nicht ein neues Feature, sondern die Sicherheit hinter dem Projekt. Clutch hat mit Focus Entertainment einen neuen Publisher, ein Releasefenster und bestätigte Plattformen. Für alle, die nach einem neuen großen Open-World-Rennspiel suchen, ist das ein guter Grund, den Titel bis 2027 im Blick zu behalten.