Weißhaariger Held mit leuchtendem Arm steht einem gekrönten Riesen mit glühendem Herz gegenüber.
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Code Vein 2 in der Vorschau: Begleiter prägen das Kampfsystem

Von Sven 5 Min. Lesezeit

Code Vein 2 setzt stark auf Revenant-Begleiter. Besonders die neuen Jails könnten Kämpfe schneller und taktischer machen.

Code Vein 2 wurde beim Summer Game Fest 2025 angekündigt und soll den Anime-Soulslike-Ansatz des ersten Teils weiter ausbauen. Das Spannende daran ist nicht nur, dass die Reihe nach mehreren Jahren zurückkommt. In der gezeigten Vorschau wirkt vor allem ein System wichtig: Deine Begleiter sollen nicht einfach neben dir herlaufen, sondern direkt in die Kämpfe eingreifen.

In einer rund halbstündigen Präsentation waren Story-Ausschnitte und kurze Gameplay-Szenen zu sehen. Das reicht noch nicht für ein festes Urteil. Aber es zeigt gut, wohin Bandai Namco mit Code Vein 2 möchte. Das Spiel setzt stärker auf die Verbindung zwischen Hauptfigur und Revenant-Begleitern, und genau daraus entstehen einige der neuen Kampfideen.

Lou ist mehr als nur eine Helferin

Die Geschichte beginnt in einer Welt, in der Menschen und Revenants lange friedlich zusammengelebt haben. Dann taucht die Luna Rapacis auf und verwandelt zuvor friedliche Wiedergänger in blutrünstige Monster. Deine Figur ist ein Revenant-Jäger und verbündet sich mit Lou MagMell, einer Wiedergängerin mit besonderen Kräften.

Lou ist deshalb so wichtig, weil sie Zeitreisen möglich macht. Mit ihr kannst du 100 Jahre in die Vergangenheit reisen, also in eine Zeit vor der Luna Rapacis. Dort sollst du mächtige Revenants auf deine Seite ziehen und so versuchen, die Geschichte zu verändern.

Für das Kampfsystem ist das direkt interessant. Bandai Namco stellt die Begleiter nicht nur als Story-Figuren dar. Sie sollen deine Spielweise beeinflussen. In der Präsentation war allerdings nur Lou wirklich in Aktion zu sehen. Andere mögliche Revenant-Begleiter wurden zwar erwähnt, aber nicht genauer gezeigt. Genau da liegt eine der wichtigsten offenen Fragen: Wie unterschiedlich werden sich diese Begleiter später wirklich spielen?

Jails hängen direkt an deinen Begleitern

Die größte neue Kampfidee heißen Jails. Damit zapfst du gewissermaßen das Herz deines Revenant-Begleiters an und erhältst Zugriff auf besonders starke Fähigkeiten. In den gezeigten Szenen konnte die Hauptfigur damit mächtige Spezialangriffe auslösen. Gleichzeitig füllen diese Angriffe die Ichor-Anzeige wieder auf, also die Ressource, die wie Mana funktioniert.

Das klingt erst einmal nach einem einfachen Bonus. Interessanter wird es aber, wenn man es mit den Begleitern verbindet. Wenn verschiedene Revenants später unterschiedliche Möglichkeiten öffnen, könnten Jails mehr sein als nur ein Knopf für viel Schaden. Dann würde deine Wahl des Begleiters auch entscheiden, welche starken Angriffe du einplanst und wie du deine Ressourcen im Kampf wieder auffüllst.

Im Material waren Kämpfe gegen kleinere Gegner und einige große Bossgegner zu sehen. Gerade bei den Bossen sahen die Jails nach einem wichtigen Werkzeug aus, weil sie starke Treffer ermöglichen und dich nicht nur leer zurücklassen. Das ist wichtig, weil Soulslike-Kämpfe oft davon leben, wann du Risiko eingehst. Wenn ein starker Angriff gleichzeitig Ichor zurückbringt, kann daraus ein Rhythmus entstehen: ausweichen, Lücke finden, Jail nutzen, danach wieder aktiver spielen.

Noch lässt sich aber nicht sagen, wie sich das am Controller anfühlt. Die Szenen wirkten flotter und beweglicher als beim ersten Code Vein, aber eine Präsentation ersetzt kein eigenes Spielen. Ob die Jails im fertigen Spiel cleveres Planen fördern oder irgendwann nur die stärkste Attacke bleiben, muss Code Vein 2 später zeigen.

Blood Codes bleiben, der Ausbau soll freier werden

Neben den Jails kehren bekannte Systeme zurück. Die Blood Codes bestimmen weiterhin Grundwerte und Charakterklasse deiner Figur. Dieses System war schon im ersten Teil wichtig, weil es nicht nur Zahlen verschiebt, sondern deine Rolle im Kampf beeinflusst.

Neu ist ein Boost-System. Es soll mehr Freiheit geben, wenn du deinen Revenant-Jäger weiterentwickelst. Mehr wurde dazu noch nicht im Detail gezeigt. Trotzdem passt die Idee gut zu dem, was Code Vein 2 bisher andeutet: Das Spiel möchte nicht nur mehr Optionen anbieten, sondern diese Optionen stärker miteinander verbinden.

Auch bei den Waffen soll es mehr Auswahl geben. Das fertige Spiel soll sieben Waffentypen enthalten, also zwei mehr als der Vorgänger. In der Präsentation waren aber nur verschiedene Schwerter zu sehen. Deshalb ist noch offen, wie stark sich die neuen Waffenarten wirklich unterscheiden und ob sie gut mit Jails, Blood Codes und Begleitern zusammenspielen.

Genau diese Verbindung ist für mich der spannendste Punkt an der Vorschau. Einzelne neue Systeme klingen schnell gut. Entscheidend wird aber, ob sie im Kampf zusammen Sinn ergeben. Wenn Begleiter, Blood Codes, Boosts und Waffen wirklich unterschiedliche Builds erlauben, könnte Code Vein 2 mehr eigene Ideen haben, als es auf den ersten Blick zeigt.

Die Zeitreise verändert nicht nur die Story

Die Präsentation zeigte auch, dass die Zeitreise nicht nur ein Story-Trick sein soll. In der Vergangenheit wirkt die Welt noch intakt, mit blauem Himmel und deutlich ruhigeren Orten. In der Gegenwart liegen Teile einer Stadt in Trümmern, über ihr hängt ein dunkelroter Himmel.

Das kann im fertigen Spiel viel ausmachen. Wenn du zwischen zwei Zuständen einer Welt reist, entsteht automatisch die Frage, was sich verändert hat und was du vielleicht verhindern kannst. Noch ist nicht klar, wie frei du diese Orte erkunden darfst und ob Entscheidungen in der Vergangenheit sichtbare Folgen haben. Aber die Grundidee passt gut zu einem Spiel, das seine Handlung um das Umschreiben der Geschichte baut.

Für die Erkundung gibt es außerdem eine neue Fortbewegungsmöglichkeit: Du kannst ein Motorrad rufen. In kurzen Clips war zu sehen, dass die Spielwelt damit angenehmer zu durchqueren sein soll. Wie groß die Gebiete sind und wie oft das Motorrad wirklich gebraucht wird, wurde noch nicht deutlich. Es ist aber ein gutes Zeichen, dass Code Vein 2 nicht nur über Kämpfe nachdenkt, sondern auch darüber, wie du dich zwischen ihnen bewegst.

Was die Vorschau noch nicht beantworten kann

Beim Charaktereditor verspricht Bandai Namco mehr Auswahl. Gezeigt wurden neue Optionen für Gesicht, Körperform und Outfits. Auch über 20 Stimmmuster sollen zur Auswahl stehen. Für Code Vein passt das, weil die eigene Figur und ihr Stil schon beim Vorgänger ein wichtiger Teil des Reizes waren.

Trotzdem bleiben die größten Fragen bei den Systemen. Wie viele Begleiter gibt es? Wie verschieden sind ihre Fähigkeiten? Werden Jails später taktisch wichtig bleiben? Und trägt die Zeitreise-Story wirklich, wenn man mehr als nur kurze Ausschnitte kennt?

Als erste Vorschau macht Code Vein 2 einen klaren Eindruck: Die Fortsetzung will näher an ihre Begleiter heranrücken und daraus neue Kämpfe bauen. Wenn Bandai Namco diese Idee im fertigen Spiel gut nutzt, könnten Lou und die anderen Revenants mehr werden als nette Unterstützung. Dann würden sie bestimmen, wie du kämpfst, wie du dich entwickelst und welche Risiken du in Bosskämpfen eingehst.

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