Aspyr hat die Legacy Edition von Der Herr der Ringe: Der Krieg im Norden nicht nur angekündigt, sondern direkt veröffentlicht. Das Action-Rollenspiel ist damit wieder auf PC und Konsolen spielbar, diesmal mit technischen Anpassungen für aktuelle Geräte.
Für PlayStation-Spieler ist der Preis schon bekannt: Im PlayStation Store steht die neue Fassung bei 23,99 Euro. Wer PlayStation Plus nutzt, bekommt bis zum 26. August 2026 um 6 Uhr deutscher Zeit zehn Prozent Nachlass. Dann kostet die Legacy Edition 21,59 Euro.
Spannend ist die Veröffentlichung vor allem, weil Der Krieg im Norden kein neuer Mittelerde-Blockbuster ist, sondern ein zurückgeholtes Action-RPG aus dem Jahr 2011. Die Legacy Edition wirkt also eher wie eine zweite Chance für ein Spiel, das viele damals vielleicht verpasst haben.
Was an der Legacy Edition neu ist
Die wichtigsten bestätigten Verbesserungen sind klar: Die Neuauflage unterstützt bis zu 4K-Auflösung und läuft mit 60 Bildern pro Sekunde. Mehr technische Details wurden im vorliegenden Material nicht genannt, deshalb sollte man hier auch nicht mehr hineinlesen.
Gerade bei einem älteren Action-Rollenspiel sind diese beiden Punkte trotzdem wichtig. Kämpfe, Ausrüstung und Koop-Abstimmung profitieren stark davon, wenn ein Spiel sauberer läuft und auf modernen Bildschirmen schärfer aussieht. Ob die Überarbeitung darüber hinaus noch Komfortänderungen bringt, ist nicht bestätigt.
Warum der Koop-Modus hier wichtig bleibt
Der Krieg im Norden setzt auf eine kleine Gruppe aus drei spielbaren Figuren. Vor den Leveln wählst du zwischen Eradan, Farin und Andriel. Sie bringen unterschiedliche Waffen und Fähigkeiten mit, was den Wechsel zwischen den Helden nicht nur wie eine kosmetische Entscheidung wirken lässt.
Dazu passt der Koop-Aufbau. Online können bis zu drei Spieler zusammenziehen. Lokal gibt es eine Splitscreen-Variante für zwei Spieler. Das ist heute gar nicht mehr selbstverständlich, besonders bei Action-Rollenspielen mit Lizenz. Wenn du also eher wegen gemeinsamer Abende auf dem Sofa oder wegen einer kleinen Online-Gruppe reinschaust, ist genau dieser Punkt wahrscheinlich wichtiger als die reine Mittelerde-Lizenz.
Im Abenteuer verbessern die Figuren nach und nach ihre Fertigkeiten und sammeln stärkere Ausrüstung. Das klingt nach dem klassischen Reiz solcher Spiele: Kämpfen, Beute finden, Charakter weiterbauen und dann schauen, ob die Gruppe für die nächste Aufgabe besser vorbereitet ist.
Eine Mittelerde-Geschichte abseits der Gefährten
Die Handlung läuft nicht einfach die bekannte Reise von Frodo nach. Stattdessen geht es um den Norden Mittelerdes, wo Agandaûr, ein schwarzer Númenórer und Diener Saurons, in Fornost eine Armee sammelt.
Während die Gefährten ihre eigene Aufgabe verfolgen, muss diese neue Gruppe verhindern, dass Saurons Einfluss im Norden zu groß wird. Besucht werden unter anderem Bruchtal, Lórien, der Einsame Berg und der Düsterwald. Außerdem tauchen bekannte Figuren wie Aragorn, Gandalf und Elrond auf.
Damit richtet sich die Legacy Edition an Spieler, die Mittelerde mögen, aber nicht nur die bekannten Film- und Buchmomente nachspielen wollen. Die Veröffentlichung ist keine komplett neue Reise, aber sie macht ein älteres Koop-Rollenspiel wieder leichter erreichbar. Die große offene Frage bleibt, wie gut sich das Spielgefühl von 2011 heute noch anfühlt. Bestätigt sind bisher vor allem Verfügbarkeit, Preis, Koop-Rahmen und die technischen Eckdaten.