Bungie will entfernte Inhalte aus dem Destiny-2-Content-Tresor schrittweise zurückbringen. Alte Kampagnen, Planeten und Raids, die seit Jenseits des Lichts 2020 aus dem Spiel verschwunden sind, sollen wieder spielbar werden. Wichtig für Spieler: Für diese Rückkehr soll kein Geld verlangt werden.
Das klingt erst einmal wie eine große Kehrtwende, ist aber kein Neustart des bisherigen Live-Betriebs. Bungie hatte im Mai angekündigt, die aktive Entwicklung von Destiny 2 zu beenden und sich auf Marathon zu konzentrieren. Jetzt heißt es zwar, man sei mit Destiny noch nicht fertig. Die alten Inhalte zurückzuholen, ist aber etwas anderes als wieder dauerhaft neue Updates, Saisons und Events zu liefern.
Alte Inhalte gratis, aber nicht alles kommt zurück
Laut einem Bericht von Paul Tassi sollen die Inhalte für alle kostenlos sein. Das gilt auch für Spieler, die frühere Erweiterungen oder Aktivitäten damals nicht gekauft hatten. Bungie würde also nicht verlangen, dass man alte Inhalte ein zweites Mal bezahlt.
Für viele ist das wahrscheinlich die beste Nachricht daran. Gerade bei Destiny 2 waren Kampagnen und Orte über Jahre nicht einfach nur älter geworden, sondern komplett nicht mehr erreichbar. Wenn sie zurückkommen, können neue Spieler Teile der Geschichte nachholen. Andere können Raids und Missionen wieder besuchen, die lange gefehlt haben.
Trotzdem sollte man nicht erwarten, dass das Spiel wieder seinen früheren Rhythmus bekommt. Der Bericht beschreibt Monument of Triumph weiterhin als Abschluss der aktiven Live-Phase. Regelmäßige neue Inhalte sind demnach nicht geplant.
Saisons und Feiertags-Events bleiben wohl weg
Der Content-Tresor wird offenbar auch nicht vollständig geöffnet. Die mehr als 25 bisherigen Saison-Inhalte sollen laut Bericht nicht zurückkehren. Sie wieder technisch einzubauen und in die Geschichte einzufügen, wäre wohl zu aufwendig. Damit bleiben Lücken, wenn du die Story von Destiny 2 komplett erleben möchtest.
Auch saisonale Aktionen wie Anbruch oder Festival der Verlorenen sollen nicht wieder starten. Bei alten Strikes, Schmelztiegel-Karten und Gambit-Arenen gibt es ebenfalls noch keine feste Liste. Offen ist außerdem, ob zurückkehrende Raids und Missionen an das aktuelle Ausrüstungssystem angepasst werden.
Der Plan ist also eher eine Rettungsaktion für verschwundene Teile von Destiny 2 als ein neues Kapitel mit laufender Betreuung. Wann die ersten Inhalte tatsächlich wiederkommen, hat Bungie noch nicht genannt. Erst dann wird klar, wie viel vom alten Destiny 2 wirklich zurückkehrt und wie gut es neben dem heutigen Spiel noch funktioniert.