Für Diablo 4 sind keine weiteren großen Story-Erweiterungen geplant. Game Director Brent Gibson hat bestätigt, dass Lord of Hatred das letzte klassische Add-on bleibt. Blizzard will die weitere Zeit bis Diablo 5 stattdessen mit Seasons nutzen.
Das ist für aktive Spieler wichtig: Diablo 4 wird nicht einfach fallen gelassen, aber sein Schwerpunkt ändert sich. Neue Kapitel als große Erweiterungen sind vorbei. Künftige Inhalte sollen den Weg zu Teil fünf vorbereiten, dessen Veröffentlichung für 2029 angekündigt ist.
Die Geschichte in Diablo 4 soll abgeschlossen sein
Blizzard sieht die bisherige Handlung nach Lord of Hatred an einem passenden Ende. Gibson erklärte, die Geschichte rund um den Hass und Mephisto sei damit erzählt. Das Team richtet seinen Blick nun auf die Geschichte des Schreckens, die in Diablo 5 weitergeht.
Damit endet auch ein früherer Plan für Diablo 4: Der Vorgänger sollte ursprünglich über längere Zeit mit großen, kostenpflichtigen Story-Erweiterungen wachsen. Mit Vessel of Hatred und Lord of Hatred sind nun zwei solcher Add-ons erschienen. Letzteres brachte unter anderem Paladin und Hexenmeister als Klassen ins Spiel.
Für Fans heißt das vor allem: Wer auf ein weiteres großes Abenteuer nach dem Muster dieser Erweiterungen gehofft hat, sollte nicht mehr damit rechnen. Der Abschluss ist offenbar bewusst gesetzt und kein Hinweis darauf, dass bloß die nächste Erweiterung später kommt.
Seasons sollen die lange Wartezeit füllen
Ganz ohne neue Inhalte bleibt Diablo 4 trotzdem nicht. Die Seasons gehen weiter, und für das nächste Jahr ist bereits die Amazone als spielbare Klasse angekündigt. Außerdem beginnt mit Hell’s Legacy die 15. Saison. Sie soll zum 30. Jubiläum der Reihe Inhalte aus den ersten drei Spielen aufgreifen. Diablo, Baal und Mephisto treten dabei erstmals gemeinsam auf.
Spannend ist aber vor allem die Aufgabe, die Seasons jetzt bekommen. Zwischen Diablo 4 und Diablo 5 liegen laut Ankündigung 100 Jahre Handlung. In Teil fünf ist Sanktuario bereits gefallen, und der Herr des Schreckens hat gewonnen. Die kommenden Seasons könnten also zeigen, was in dieser langen Zeit passiert, ohne dass Blizzard dafür noch einmal eine vollständige Erweiterung baut.
Viel Spielraum, aber noch kein fester Plan
Gibson machte zugleich klar, dass die Entwickler noch keinen genauen Fahrplan für jede kommende Saison nennen. Blizzard will sehen, wie die Community auf einzelne Seasons reagiert, und diese Reaktionen bei der weiteren Richtung berücksichtigen.
Das lässt Raum für neue Geschichten, ist aber auch eine klare offene Frage. Diablo 4 hat nun die Aufgabe, über mehrere Jahre interessant zu bleiben, obwohl seine großen Story-Kapitel abgeschlossen sind. Ob die Seasons diese Lücke wirklich füllen, hängt davon ab, wie viel sie von der Zeit bis Diablo 5 erzählen und wie abwechslungsreich sie dabei bleiben.