Silhouetten von Dämonen und Kriegern in einer feurigen, apokalyptischen Szene. Ein gehörntes Wesen kämpft, während eine Gestalt im Umhang zusieht.
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Diablo 5 setzt auf eine Welt ohne sichere Städte

Von Ramona 3 Min. Lesezeit

Diablo 5 soll 2029 erscheinen. Statt sicherer Städte gibt es eine Karawane und Gebiete, die von Dämonen immer wieder verändert werden.

Blizzard plant Diablo 5 für 2029. Im Zentrum steht eine Version von Sanktuario, in der Diablo bereits gewonnen hat: Sichere Städte und feste Siedlungen soll es nicht mehr geben. Stattdessen reisen Spieler mit einer mobilen Karawane durch eine Welt, die sich durch die Herrschaft der Dread Commanders immer wieder verändert.

Das ist mehr als ein düsterer Hintergrund für die Geschichte. Wenn Blizzard die Idee so umsetzt wie beschrieben, betrifft sie direkt, wie sich Erkundung und Rückkehr in bekannte Gebiete anfühlen sollen.

Keine festen Rückzugsorte, sondern eine Karawane

Die Karawane ersetzt offenbar die typischen sicheren Orte, an denen man in einem Action-Rollenspiel zwischen Kämpfen verschnauft. In der zerstörten Welt gibt es laut Blizzard nur wenige Überlebende. Manche von ihnen lassen sich der Karawane anschließen und sollen sie auf unterschiedliche Weise unterstützen.

Wie genau diese Unterstützung funktioniert, wurde noch nicht erklärt. Klar ist aber die Richtung: Die Reisegruppe soll nicht nur Kulisse sein, sondern ein wichtiger Teil des Spiels. Für Diablo-Fans könnte das bedeuten, dass sich Fortschritt stärker an der eigenen Karawane orientiert als an einer Reihe fester Städte auf der Karte.

Auch die Handlung ist an diese kaputte Welt gebunden. Blizzard will drei Zeitabschnitte verbinden: die Vergangenheit, Diablos Übernahme von Sanktuario und die Verwüstung der Gegenwart sowie die Zukunft, in der seine Dread Commanders weiter vorrücken. Dadurch soll sichtbar werden, wie die Welt zu ihrem Zustand gekommen ist und was danach mit ihr passiert.

Terrorforming soll bekannte Orte neu machen

Besonders spannend ist das sogenannte Terrorforming. Dread Commanders verwandeln Gebiete und ihr Ökosystem in ihre persönliche Version der Hölle. Ein Ort bleibt also nicht zwingend so, wie man ihn beim ersten Besuch erlebt hat.

Blizzard nennt als Beispiel ein Gebiet unter der Kontrolle eines Untoten-Kommandanten, das von Zombies und ähnlichen Kreaturen geprägt ist. Bei einer späteren Rückkehr könnten Menschen diesen Ort zurückerobert haben. Möglich ist aber auch, dass ein anderer Commander das Gebiet übernommen und es dadurch völlig verändert hat.

Die Welt soll außerdem prozedural erzeugt werden. Zusammen mit dem Terrorforming könnte das dafür sorgen, dass alte Wege nicht einfach nur bekannte Abschnitte bleiben. Gerade bei einem Spiel, in dem man viele Gebiete mehrfach besucht, wäre das ein sinnvoller Ansatz: Wiederholungen könnten neue Gegner, eine andere Umgebung oder veränderte Situationen mitbringen.

Noch offen ist, wie weit diese Änderungen gehen. Blizzard hat bisher nicht erklärt, wie oft Regionen wechseln, ob Spieler die Entwicklung beeinflussen können oder welche Rolle die Karawane dabei genau spielt.

Die lange Wartezeit soll Raum für Feedback geben

Die frühe Ankündigung hat auch Kritik ausgelöst, denn bis 2029 sind es noch mehrere Jahre. Blizzard begründet den Zeitpunkt damit, dass die Community die Entwicklung mitprägen soll. Das Team will Rückmeldungen zu Builds, Beute und weiteren Spielideen aufnehmen, statt nur auf eigene Vorstellungen zu setzen.

Das ist zunächst ein Versprechen, kein Beweis dafür, wie Diablo 5 am Ende aussehen wird. Die bisher genannten Ideen zeigen aber schon einen klaren Unterschied: Diablo 5 soll Sanktuario nicht als feste Kulisse behandeln. Die Welt selbst soll zum Problem werden, das sich weiter verändert, während die Spieler darin unterwegs sind.

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