Experimentelle Dateien zu Nvidias noch nicht veröffentlichtem DLSS 5 sind in einer Early-Access-Version von NBA 2K27 aufgetaucht. Kurz nach dem Fund haben Modder begonnen, den darin enthaltenen Filter in andere PC-Spiele einzubauen. Erste Tests gibt es unter anderem für Control, Cyberpunk 2077, GTA 5 und Final Fantasy 7 Rebirth.
Das klingt erst einmal nach einem sehr frühen Blick auf eine neue Grafikfunktion. Die aktuellen Bilder und Clips zeigen aber vor allem, wie vorsichtig man mit solchen Vergleichen sein sollte. Die Technik ist weder offiziell veröffentlicht noch fertig, und die Ergebnisse können je nach Spiel ziemlich seltsam aussehen.
Die Änderungen treffen bisher vor allem Figuren
Der experimentelle Filter bearbeitet derzeit offenbar nur Charaktermodelle. Dafür gibt es sieben Stufen, deren Stärke sich einstellen lässt. In einer hohen Einstellung kann eine Figur dadurch so stark verändert werden, dass sie kaum noch wie das ursprüngliche Modell wirkt.
Das sieht man besonders deutlich an Beispielen aus GTA 5 und Control. Gesichter, Haut und Haare wirken dort teilweise stärker geglättet oder glamouröser. Das kann auf einem einzelnen Screenshot auffallen, sagt aber noch nicht automatisch, dass die Grafik insgesamt besser aussieht. Gerade bekannte Figuren können schnell fremd wirken, wenn sich Gesichtszüge und Materialeffekte zu weit vom Original entfernen.
Bei Cyberpunk 2077 fielen manche Reaktionen deutlich positiver aus. Dort wurde dem Filter an bestimmten Stellen schon viel Potenzial zugeschrieben. Andere Beispiele aus Final Fantasy 7 Rebirth und The Last of Us Part 2 kamen dagegen bei Teilen der Community schlecht an. Die Versuche zeigen also keine klare Richtung, sondern sehr unterschiedliche Resultate.
Einige der geteilten Bilder und Clips sind außerdem keine sauberen Vorher-Nachher-Tests. Bei einem Vergleich aus Final Fantasy 7 Rebirth kamen ohne den neuen Filter offenbar zusätzlich ein Shader-Injector und weitere Modifikationen zum Einsatz. Wer solche Aufnahmen sieht, kann deshalb nicht sicher jede sichtbare Änderung DLSS 5 zuschreiben.
Hohe Kosten und keine fertige Funktion
Nvidia hatte DLSS 5 im März 2026 vorgestellt. Laut Hersteller soll die Technik Farb- und Bewegungsdaten jedes einzelnen Bildes auswerten und Beleuchtung sowie Materialien ergänzen. Diese Effekte sollen am ursprünglichen 3D-Inhalt hängen und zwischen aufeinanderfolgenden Bildern gleich bleiben.
Die jetzt getestete Variante basiert jedoch nur auf vorab gefundenen Dateien. Sie läuft zwar, kostet aber viel Leistung: Je nach Grafikkarte kann die Bildrate auf etwa die Hälfte sinken. Selbst eine GeForce RTX 5070 Ti kann dabei an Grenzen kommen. Der Grund soll sein, dass die zusätzlichen Bildeffekte erst nach dem Hochskalieren und weiteren Berechnungen greifen.
Für PC-Spieler ist das vor allem ein interessanter Techniktest, noch keine Empfehlung für den Alltag. Der offizielle Start von DLSS 5 ist erst für den Herbst vorgesehen. Bis dahin bleibt offen, wie stark Nvidia die Optik noch verändert, welche Leistung die finale Version braucht und ob die Figuren am Ende natürlicher aussehen als in den derzeitigen Mod-Experimenten.