Trunks hält einen leuchtenden Dragon Ball hoch, im Hintergrund sind futuristische Gebäude und ein Drache zu sehen.
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Dragon Ball Gekishin Squadra: Was die Beta schon zeigt

Von Alex 6 Min. Lesezeit

Dragon Ball als MOBA klingt erst mal komisch. Die Beta zeigt aber: Das kann funktionieren, wenn Balancing und Übersicht noch besser werden.

Dragon Ball Gekishin Squadra ist nicht einfach noch ein Prügelspiel mit Son-Goku und Vegeta. Die Beta zeigt: Bandai Namco versucht hier wirklich, Dragon Ball in ein MOBA zu drücken. Also Teams, Lanes, Türme, Rollen und kurze Matches, bei denen nicht nur der stärkste Angriff zählt.

Das Spannende daran ist nicht nur die Lizenz. Dragon Ball ist eigentlich perfekt für riesige Attacken und chaotische Kämpfe. Ein MOBA braucht aber auch Übersicht, Teamplay und halbwegs faire Figuren. Genau da wirkt Gekishin Squadra schon ziemlich interessant, aber noch nicht fertig.

Wichtig: Das hier ist keine finale Wertung. In der Beta waren nicht alle Inhalte spielbar. Außerdem liefen viele Matches gegen computergesteuerte Gegner. Wie sich das Spiel mit vielen echten Spielern und unter voller Serverlast anfühlt, bleibt also noch offen.

Dragon Ball passt überraschend gut in ein MOBA

Der Standardmodus wirkt erst einmal vertraut, wenn du MOBAs kennst. Zwei Teams kämpfen in 4-gegen-4-Matches gegeneinander. Die Basen liegen auf gegenüberliegenden Seiten der Karte und sind über zwei Wege verbunden. Auf diesen Wegen fliegen bekannte Figuren aus Dragon Ball los, räumen Gegner weg und versuchen, die Verteidigung des anderen Teams zu knacken.

Statt normaler Türme stehen hier Götter der Zerstörung als wichtige Punkte auf der Karte. Sie schützen ihr Team und dienen auch als sichere Zone, in der Lebensenergie zurückkommt. Das ist ein netter Dragon-Ball-Dreh für eine klassische MOBA-Idee.

Auch Zen-Oh spielt in den Kämpfen eine Rolle. Wenn er bei einem Turm auftaucht und mit seinem Gummihammer zuschlägt, kann das Team ihn mit aufladbaren Attacken ausschalten. Danach geht es weiter Richtung Basis. Am Ende muss ein letztes Konstrukt fallen, damit der Dragon Ball darin eingesammelt werden kann. Dann ist das Match gewonnen.

Das klingt auf dem Papier wild, ist aber genau der Punkt: Gekishin Squadra nimmt bekannte MOBA-Regeln und zieht Dragon-Ball-Sachen darüber, ohne direkt alles unverständlich zu machen. Die Matches dauern ungefähr zehn bis fünfzehn Minuten. Das passt gut, weil eine Runde dadurch nicht ewig zieht.

Teamrollen sind wichtiger als der Lieblingscharakter

Natürlich ist es cool, einfach Son-Goku, Vegeta oder Freezer zu wählen. In der Beta wurde aber schnell klar: Nur nach Lieblingsfigur zu gehen, dürfte nicht reichen.

Die Spielfiguren sind in drei Klassen geteilt. Angreifer wie Son-Goku, Future Trunks oder Bojack sollen viel Schaden machen. Verteidiger wie Vegeta, Cooler oder Baby halten mehr aus und ziehen Gegner auf sich. Unterstützer wie Majin Boo, Hit oder Freezer helfen dem Team, zum Beispiel durch Heilung oder Fluchtmöglichkeiten.

Eine Mischung aus zwei Angreifern, einem Verteidiger und einem Unterstützer hat sich in der Beta als stark erwiesen. Das ist wichtig, weil Dragon Ball sonst schnell nur wie ein Wettrennen um die größten Energiekugeln wirken könnte. Gekishin Squadra scheint aber zu wollen, dass Teams ihre Rollen wirklich nutzen.

Dazu kommen Helferfiguren, die ausgerüstet werden können und kleine Boni geben, etwa mehr Angriff oder bessere Abwehr. Die Figuren und Helfer stammen aus mehreren Dragon-Ball-Serien, also aus klassischem Dragon Ball, Z, GT, Super und Daima. Für Fans ist das natürlich ein großer Spielplatz. Für das Balancing ist es aber auch eine ziemlich große Aufgabe.

Leveln, Verwandeln und Freischalten treiben die Runde an

Wie in vielen MOBAs werden die Figuren während einer Runde stärker. Auf der Karte stehen computergesteuerte Gegner, die Erfahrungspunkte bringen. Wer sie besiegt, steigt im Level auf und bekommt stärkere Möglichkeiten.

Bei Son-Goku gehören dazu zum Beispiel Kamehame-ha, Kaioken und später die Genkidama als besonders starker Angriff. Saiyajin können sich außerdem in Super-Saiyajin verwandeln. Andere Figuren bekommen ebenfalls stärkere Formen, etwa Cell oder Cooler.

Das passt sehr gut zu Dragon Ball. Die Serie lebt davon, dass Kämpfer in entscheidenden Momenten plötzlich stärker werden. Im Spiel wird daraus ein Fortschritt innerhalb des Matches. Du startest nicht direkt mit allem, sondern arbeitest dich hoch.

Trotzdem gibt es hier eine offene Fan-Frage. Einige Figuren hatten in der Beta keine Verwandlung, obwohl es aus den Serien Möglichkeiten geben würde. Genannt wurden zum Beispiel der junge Son-Gohan oder Zamasu. Ob solche Formen später nachgereicht werden, ist nicht bestätigt. Bei einem Live-Service-Spiel wäre das aber natürlich ein naheliegender Platz für spätere Inhalte.

Auch außerhalb der Kämpfe gibt es viel zum Freischalten. Belohnungen kommen unter anderem als Zeni, Juwelen oder Hoi-Poi-Kapseln. Damit lassen sich andere Farben, Emotes, Animationen und Kostüme bekommen. Vegetas pinkes Hemd aus der Cyborg-Saga und Kuririns weißer Anzug sind genau die Art Fan-Kram, die bei Dragon Ball gut funktioniert.

Besonders cool: Manche Animationen orientieren sich nicht nur am Anime, sondern direkt am Manga. Das ist ein Detail, das vor allem Fans bemerken werden, die Dragon Ball schon länger verfolgen.

Wo die Beta noch wackelt

Der größte Knackpunkt ist bisher das Balancing. In der Beta wirkten manche Kombinationen zu stark. Dabra und Kale sind ein gutes Beispiel. Dabra kann einen Gegner kurz versteinern. Kale kann nach ihrer Verwandlung in den Super-Saiyajin Berserker sehr viel Schaden raushauen. Zusammen kann das ziemlich schnell vorbei sein, wenn das betroffene Team nicht reagieren kann.

Solche Kombos sind in einem MOBA nicht automatisch schlecht. Starke Teamaktionen machen ja Spaß. Sie dürfen aber nicht so wirken, als wäre ein Kampf schon entschieden, sobald zwei Figuren ihre Fähigkeiten nacheinander drücken. Genau hier muss Gekishin Squadra noch sauberer werden.

Ein zweites Problem ist die Übersicht. Dragon Ball bedeutet große Attacken, schnelle Bewegungen und viel Energie auf dem Bildschirm. Das sieht passend aus, kann in einem MOBA aber nerven, wenn du nicht mehr erkennst, wer gerade wo steht oder welche Gefahr als Nächstes kommt.

Das Spiel muss also einen schwierigen Mittelweg schaffen. Es soll nach Dragon Ball aussehen und sich wuchtig anfühlen. Gleichzeitig müssen Spieler lesen können, was im Kampf passiert. Gerade mit echten Teams kann das noch wichtiger werden als in Matches gegen computergesteuerte Gegner.

Die große Frage ist die Zeit nach dem Start

Gekishin Squadra ist klar als Live-Service-Spiel gedacht. Damit reicht ein guter erster Modus allein nicht. Neue Figuren, weitere Modi und mehr Anpassungen können wichtig werden, damit Spieler nicht nach ein paar Wochen wieder abspringen.

Die Dragon-Ball-Welt gibt dafür genug her. Es gibt viele Figuren, Formen, Kostüme und besondere Momente, die als neue Inhalte funktionieren könnten. Trotzdem ist bisher nicht sicher, wie lange und wie regelmäßig das Spiel unterstützt wird.

Auch ein weiterer Modus abseits der Standardkämpfe war in der Beta noch nicht ausprobierbar. Deshalb bleibt die Preview vorsichtig: Gekishin Squadra zeigt schon, dass Dragon Ball als MOBA funktionieren kann. Ob daraus ein Spiel wird, das länger Spaß macht, hängt jetzt vor allem an Feinschliff, fairen Figuren und neuen Inhalten nach dem Start.

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