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Eternal Darkness: Nightdive weckt Remaster-Hoffnung

Von Ramona 3 Min. Lesezeit

Nightdive-Chef Stephen Kick macht Fans von Eternal Darkness Hoffnung. Bestätigt ist ein Remaster aber noch nicht.

Nightdive Studios hat einen möglichen Remaster von Eternal Darkness nicht angekündigt. Trotzdem hat ein Beitrag von CEO und Mitgründer Stephen Kick die Hoffnung auf eine Rückkehr deutlich größer gemacht. Kick bezeichnete den GameCube-Klassiker als einen seiner Favoriten und schrieb, das Spiel verdiene eine Behandlung, zu der Nightdive Studios seiner Ansicht nach fähig sei. Dazu kam der Hinweis, Fans sollten die kommenden „Deep Dives“ des Studios im Blick behalten.

Das klingt mehr nach einer gezielten Andeutung als nach einer unverbindlichen Antwort. Sicher ist daraus aber noch kein neues Spiel geworden. Gerade bei Eternal Darkness entscheidet nicht nur, ob ein Remaster-Studio Interesse hat, sondern ob Nintendo einer Zusammenarbeit zustimmt.

Warum Nightdive gerade hier gut passen würde

Eternal Darkness erschien 2002 für den GameCube und wurde von Silicon Knights entwickelt. Das Spiel erzählt seine Geschichte über zwei Jahrtausende und wechselt zwischen zwölf Figuren. Besonders bekannt ist es aber für sein Wahnsinnssystem, das nicht einfach nur einen Statuswert verändert.

Wenn der Wahnsinn der Spielfigur steigt, greift das Spiel den Spieler selbst an. Es täuscht etwa einen stummen Fernseher, einen umgeschalteten Kanal oder eine gelöschte Speicherkarte vor. Gleichzeitig verändert sich auch die Spielwelt: Kamerawinkel können sich verziehen, Wände bluten und der Figur kann beim Laufen plötzlich der Kopf abfallen.

Diese Ideen waren nicht bloß ein Effekt für einzelne Schockmomente. Sie machten es schwerer, dem zu vertrauen, was gerade auf dem Bildschirm passiert. Ein Remaster müsste deshalb mehr leisten als bessere Auflösung und moderne Unterstützung für neue Systeme. Die seltsamen Tricks und die unheimliche Atmosphäre müssten genau so erhalten bleiben, damit aus dem alten Spiel nicht nur eine technisch saubere, aber weniger besondere Version wird.

Nightdive hat sich mit Neuauflagen älterer Spiele einen Namen gemacht. Kicks Aussage passt deshalb zu einem Projekt, bei dem es vor allem auf einen sorgfältigen Umgang mit dem Original ankäme. Seine Erwähnung der Deep Dives ist außerdem interessant, weil das Studio in solchen Videos eigene Projekte und Arbeitsschritte ausführlicher zeigt. Den ursprünglichen Austausch kann man im Beitrag von Stephen Kick auf X nachlesen.

Nintendo bleibt der entscheidende Punkt

Die Rechte an Eternal Darkness liegen weiterhin bei Nintendo. Ohne dessen Zustimmung kann Nightdive keinen Remaster veröffentlichen, selbst wenn das Studio intern schon konkrete Pläne hätte. Genau deshalb sollte man Kicks Worte als Signal verstehen, nicht als Bestätigung.

Das ist bei Nintendo-Lizenzen keine Kleinigkeit. Kick hatte in der Vergangenheit bereits durchblicken lassen, dass Kooperationen mit dem Unternehmen schwierig sein können. Nintendo vergibt eigene Marken offenbar nicht leicht an externe Studios. Als Beispiel steht ein früher geplantes Remaster von GoldenEye 007, das nicht zustande kam.

Für Eternal Darkness bedeutet das: Die größte offene Frage ist nicht, ob Fans und Nightdive Interesse hätten. Beides ist ziemlich klar. Unklar ist, ob Nintendo den Weg für ein Projekt freimachen würde und welche Form es dann hätte. Ein Remaster, ein größerer Umbau oder lediglich Gespräche über eine mögliche Zusammenarbeit sind bisher nicht bestätigt.

Hoffnung ist berechtigt, Erwartungen brauchen aber Geduld

Die Aussage von Kick ist stärker als ein übliches „Das wäre schön“. Er nennt Eternal Darkness ausdrücklich einen Favoriten und verweist auf kommende Studioformate. Das erklärt, warum viele Fans jetzt genauer hinschauen werden.

Bis zu einer offiziellen Ankündigung bleibt aber offen, ob überhaupt ein Vertrag existiert oder ob Nightdive das Spiel lediglich gern bearbeiten würde. Wer den GameCube-Horror nach mehr als zwei Jahrzehnten auf einer anderen Plattform sehen möchte, hat jetzt einen Grund zur Hoffnung. Mehr als diese Hoffnung lässt sich aus dem Beitrag im Moment noch nicht machen.

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