Ein Held in futuristischer Rüstung steht zwischen zwei Kampfrobotern mit Piloten in einer eisigen Science-Fiction-Umgebung.
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Exodus: Romanzen können die Crew aus dem Gleichgewicht bringen

Von Sven 3 Min. Lesezeit

In Exodus dürfen Spieler mehrere Romanzen verfolgen. Die eigene Crew soll darauf aber reagieren, und Streit kann sogar im Kampf eine Rolle spielen.

In Exodus sollen Romanzen nicht bloß zusätzliche Dialoge freischalten. Narrative Director Drew Karpyshyn zufolge können Beziehungen die Stimmung in der Crew, das Affinitäts-System und sogar die Zusammenarbeit während Kämpfen beeinflussen. Das Science-Fiction-Rollenspiel erscheint am 7. April 2027 für PC, PS5 und Xbox Series X/S.

Der wichtige Punkt ist dabei nicht einfach, dass mehrere Romanzen möglich sind. Exodus will Spieler offenbar nicht daran hindern, verschiedene Beziehungen parallel zu verfolgen. Die Folgen sollen aber von den beteiligten Begleitern abhängen. Wer versucht, alle Optionen offen zu halten, kann also Konflikte auslösen, statt einfach zusätzliche Szenen mitzunehmen.

Entscheidungen sollen nicht neben den Beziehungen stehen

Karpyshyn beschreibt ein System, in dem romantische Bindungen und Entscheidungen in Missionen zusammenlaufen. Es kann Situationen geben, in denen du einer Figur bei einer Mission eigentlich zustimmst, aber mit einer anderen Figur eine Beziehung führst. Unterstützt du die erste Person trotzdem, steigt laut Karpyshyn ihre Affinität zu dir. Entscheidest du dich dagegen, kann sie unzufrieden reagieren.

Das klingt zunächst nach einem bekannten Begleiter-System. Spannend ist aber, dass die Romanze eine Entscheidung nicht einfach überschreiben soll. Eine Beziehung schützt also offenbar nicht davor, dass eine Figur deine Haltung zu einer Mission kritisch sieht. Umgekehrt kann eine Entscheidung für eine andere Crewfigur in einer bestehenden Beziehung für Ärger sorgen.

Damit wären Beziehungen nicht nur ein eigener Handlungsstrang neben der Hauptgeschichte. Sie könnten bestimmen, wie schwer sich manche Entscheidungen anfühlen. Gerade in Rollenspielen ist es oft interessanter, wenn man nicht immer die Antwort wählen kann, die allen gefällt. Exodus setzt hier offenbar darauf, dass Nähe zur Crew auch Erwartungen schafft.

Mehrere Romanzen sind erlaubt, aber nicht folgenlos

Das Geschlecht der Figuren soll nach Karpyshyn nicht automatisch darüber entscheiden, ob ein Annäherungsversuch Erfolg haben kann. Spieler erhalten bei der Wahl ihrer Beziehungen damit mehr Freiheit als in manchen anderen Rollenspielen. Gleichzeitig soll nicht jede Figur einer polyamoren Beziehung offen gegenüberstehen.

Eine lockere Affäre kann sich im Verlauf der Geschichte zu einer ernsteren Bindung entwickeln. Genau dann kann es zum Problem werden, wenn parallel eine weitere tiefe emotionale Beziehung entsteht. Karpyshyn weist darauf hin, dass Begleiter unterschiedlich darauf reagieren können. Wer Wünsche oder Grenzen einer Figur ignoriert, muss deshalb mit Veränderungen bei Beziehungen und Affinität rechnen.

Das ist wichtig, weil das Spiel offenbar keine allgemeine Regel nach dem Motto „mehr Romanzen gleich mehr Inhalte“ verspricht. Welche Folgen entstehen, hängt von den jeweiligen Begleitern und dem Verlauf der Beziehungen ab. Spieler sollen ihre Entscheidungen also nicht nur danach treffen, welche Romanze gerade verfügbar ist, sondern auch danach, welche Art von Beziehung sie aufbauen wollen.

Streit kann auch im Kampf spürbar werden

Die möglichen Folgen bleiben laut Karpyshyn nicht zwingend bei Gesprächen im Raumschiff oder bei persönlichen Szenen. Konflikte in der Crew können ihre Einheit gefährden. Das soll sich sowohl im Umgang der Figuren miteinander als auch bei ihrer Zusammenarbeit bemerkbar machen, etwa im Kampf.

Wie genau diese Auswirkungen im Spiel aussehen, hat Karpyshyn noch nicht erklärt. Offen ist also, ob Streit nur Dialoge und Affinitätswerte verändert oder ob bestimmte Kämpfe dadurch wirklich schwieriger werden. Sicher ist bislang nur: Die Crew soll auf Beziehungen und Missionsentscheidungen reagieren, statt beide Systeme voneinander zu trennen.

Für ein Science-Fiction-Rollenspiel passt dieser Ansatz gut, weil Begleiter dadurch mehr als bloße Kampfunterstützung sein könnten. Wenn die Gruppe auf persönliche Entscheidungen reagiert, wird die Frage wichtiger, mit wem man unterwegs ist und wie man diese Figuren behandelt. Ob Exodus diese Folgen über die ganze Geschichte hinweg überzeugend verbindet, zeigt sich erst zum Release im April 2027.

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