Ein Charakter auf einem Pferd mit Schwert auf dem Rücken blickt auf ein Fantasy-Schloss. Im Vordergrund wachsen lila Blumen.
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Fable setzt bei Albion auf handgebaute Bewohner

Von Sven 3 Min. Lesezeit

Fable setzt bei seinen Bewohnern auf Handarbeit statt Zufall. Mehr als 1.000 NPCs sollen Albion dadurch glaubwürdiger machen.

Playground Games hat für Fable einen aufwendigeren Weg bei den Bewohnern von Albion gewählt: Mehr als 1.000 NPCs sollen nicht zufällig entstehen, sondern einzeln gestaltet sein. Das betrifft laut Studio nicht nur ihr Aussehen, sondern auch Eigenschaften und tägliche Abläufe.

Game Director Ralph Fulton erklärte, dass das Team zunächst ein Werkzeug getestet hatte, das Figuren automatisch zusammenstellt. Die Lösung hätte viel Arbeit gespart, überzeugte aber nicht. Zufällige Kombinationen aus Beruf, Verhalten und Erscheinung wirkten laut Fulton oft unpassend. Deshalb baute Playground Games die NPCs schließlich von Hand.

Albion soll sich wie eine echte Gemeinschaft anfühlen

Das ist mehr als ein Detail für die Kulisse. Wenn Fable Spieleraktionen wirklich dynamisch aufgreifen soll, müssen die Menschen in Städten und Dörfern wenigstens verständlich wirken. Eine Figur, deren Job, Alltag und Auftreten nicht zusammenpassen, fällt besonders dann auf, wenn man öfter mit ihr zu tun hat.

Playground Games verspricht deshalb keine bloße Menge an Passanten, sondern Bewohner mit eigenen Routinen. Das Studio möchte damit Gemeinschaften schaffen, die einer erkennbaren Logik folgen und trotzdem zu der märchenhaften Fantasy-Welt von Albion passen.

Gerade bei über 1.000 Figuren ist das eine große Aufgabe. Eine automatische Erstellung hätte schnell mehr Abwechslung gebracht, aber wohl auch viele seltsame Ergebnisse produziert. Die Entscheidung für Handarbeit zeigt, worauf das Team offenbar setzt: Albion soll nicht nur groß aussehen, sondern auch im Kleinen glaubwürdig bleiben.

Kämpfe, Alltag und Erkundung greifen zusammen

Auf der Gamescom hatte Playground Games bereits Kämpfe und die Welt von Albion gezeigt. Die neuen Aussagen machen klarer, dass das Rollenspiel neben seiner Hauptgeschichte auch viel Raum für Lebenssysteme bieten soll.

Für die Kampagne nennt das Studio derzeit etwa 15 bis 20 Stunden. Wer Nebenmissionen spielt und nach Geheimnissen sucht, soll ungefähr mit der doppelten Zeit rechnen können. Außerdem betont Playground Games, dass Spieler grundsätzlich unbegrenzt Zeit mit den Lebenssystemen verbringen können.

Wie viele dieser Systeme direkt mit den handgebauten NPCs verbunden sind, bleibt offen. Die Idee passt aber zusammen: Wenn du dich länger in Albion aufhältst, sollen seine Bewohner nicht wie zufällige Statisten wirken, sondern als Teil einer Welt, die sich merken lässt.

Release im Februar 2027

Fable erscheint am 23. Februar 2027 für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X/S. Bis zum Release muss Playground Games noch zeigen, wie deutlich die versprochenen Reaktionen und Tagesabläufe im normalen Spielen zu merken sind. Der Verzicht auf zufällig erzeugte Bewohner ist jedenfalls ein klares Zeichen dafür, dass Albion nicht nur mit vielen Figuren gefüllt werden soll, sondern mit Figuren, die zusammenpassen.

Weitere Details zur frühen Planung beschrieb Ralph Fulton im vollständigen Interview mit GamesRadar.

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