Playground Games setzt beim neuen Fable auf ein Team, das laut Game Director Ralph Fulton vor allem eines gemeinsam hat: Viele Entwickler sollen große Fans der alten Reihe sein. Fulton sagt, zahlreiche Teammitglieder seien extra nach Warwickshire gezogen, weil sie an Fable arbeiten wollten, nicht bloß weil sie bei Playground Games anfangen wollten.
Das ist eine klare Antwort auf die Frage, warum ausgerechnet das bisher vor allem für Forza Horizon bekannte Studio ein Rollenspiel mit so viel Vorgeschichte übernehmen soll. Entscheidend ist dabei aber nicht nur, wer das Spiel entwickelt. Fable muss am Ende auch zeigen, dass es seinen eigenen Ton wiederfindet und als modernes Rollenspiel funktioniert.
Begeisterung ist ein guter Anfang
Fulton beschreibt die gemeinsame Verbindung zur Reihe als etwas, das das Team seit dem ersten Arbeitstag geprägt habe. Seine Aussage ist deshalb mehr als ein allgemeines Lob für die Entwickler: Playground Games will vermitteln, dass Fable nicht nebenbei entsteht, sondern von Leuten gebaut wird, die die Marke bewusst zurückbringen möchten.
Für Fans ist das eine interessante Nachricht. Bei einer lange ruhenden Reihe zählt nicht nur, ob ein neues Spiel technisch gut aussieht. Es muss auch verstehen, warum sich frühere Teile für ihre Spieler besonders angefühlt haben. Ein Team mit vielen Kennern der Serie kann dabei helfen, ersetzt aber keine guten Entscheidungen bei Geschichte, Figuren und Spielsystemen.
Die Geschichte soll eine schwere Entscheidung bereithalten
Fulton verspricht außerdem eine Geschichte mit einprägsamen Charakteren und mehreren Wendungen. Besonders wichtig sei das Ende: Dort sollen Spieler vor einer großen Entscheidung stehen, deren Folgen sie zum Nachdenken bringen soll.
Damit setzt Playground Games die Erwartungen ziemlich hoch. Eine folgenschwere Wahl passt zwar zu einem Rollenspiel, aber erst im fertigen Spiel wird klar, wie viel Einfluss sie wirklich hat und ob die Geschichte bis dahin genug aufbaut.
Fable erscheint am 23. Februar 2027 für PS5, Xbox Series X/S und PC. Bis dahin bleibt die wichtigste offene Frage nicht, ob das Team die Reihe mag. Spannender ist, ob diese Begeisterung auch in einem Spiel zu merken ist, das alte Fans wiedererkennen und neue Spieler ohne Vorwissen verstehen können.