Final Fantasy 7 Revelation kommt zwar als Disc-Version in den Handel, vollständig spielbar wird diese Ausgabe aber erst nach einem zusätzlichen Download. Für das Finale der Remake-Trilogie ist das keine kurzfristige Änderung: Game Director Naoki Hamaguchi sagt, das Team habe intern mehrere Disc-Lösungen geprüft und sei dennoch bei diesem Weg gelandet.
Die Erklärung ist für Fans vor allem deshalb wichtig, weil die ersten beiden Teile der Reihe auf jeweils zwei Discs ausgeliefert wurden und ohne Internet komplett installiert werden konnten. Bei Revelation soll selbst dieser doppelte Disc-Platz nicht gereicht haben. Square Enix wollte laut Hamaguchi weder Inhalte noch die grafische Detailtiefe reduzieren.
Zwei Discs hätten das Problem nicht gelöst
Hamaguchi zufolge stand eine Ausgabe mit derselben Disc-Anzahl wie bei Final Fantasy VII Rebirth zunächst zur Diskussion. Die Datenmenge des neuen Spiels sei aber wegen seines Umfangs und seiner visuellen Komplexität größer als der Platz auf zwei Blu-ray-Discs.
Damit blieb dem Team nach dieser Darstellung eine unbequeme Entscheidung: Entweder hätte es bei der Qualität und Detailtiefe sparen müssen, oder Teile des Spiels würden über einen Download bereitgestellt. Square Enix entschied sich für die zweite Variante. Die Disc ist also kein vollständiger Datenträger für das Spiel, sondern Teil einer Installation, die eine Internetverbindung voraussetzt.
Das ist ein wichtiger Unterschied zu einer Disc, die das komplette Spiel bereits enthält. Wer Revelation physisch kauft, bekommt weiterhin eine Verpackung und einen Datenträger. Ohne Zugriff auf den nötigen Download lässt sich das Finale der Trilogie aber nicht einfach von dieser Disc aus installieren und starten.
Warum diese Entscheidung Fans trotzdem ärgern kann
Dass Hamaguchi die Kritik nachvollziehen kann, überrascht nicht. Gerade bei einer großen Reihe erwarten viele Käufer von einer physischen Fassung, dass sie unabhängig von einem späteren Download funktioniert. Die Vorgänger hatten genau das noch ermöglicht.
Seine Aussage macht aber auch klar, was Square Enix als Priorität gesetzt hat. Das Team wollte das Spiel nicht kleiner machen oder bei der Darstellung Abstriche einbauen, nur um alles auf zwei Discs unterzubringen. Für Spieler entsteht dadurch ein echter Tausch: Die angekündigte Fassung soll ohne diese Kürzungen erscheinen, verlangt dafür aber zwingend zusätzlichen Speicherplatz und einen Download.
Hamaguchi betont außerdem, dass er froh sei, dass es überhaupt eine physische Ausgabe gibt. Er verweist damit auf einen Markt, in dem Discs nach seiner Einschätzung immer weniger selbstverständlich werden. Das ändert jedoch nicht den Kern der Kritik: Eine physische Verpackung bedeutet bei Revelation nicht mehr automatisch, dass das komplette Spiel dauerhaft auf dem beiliegenden Medium liegt.
Was bis zum Release feststeht
Bestätigt ist bislang: Die physische Version für PS5 und Xbox Series X wird auf einer einzelnen Blu-ray-Disc ausgeliefert und benötigt zusätzliche Daten aus dem Download. Wie genau die Installation aufgeteilt ist und wie groß der Download ausfällt, geht aus den Angaben nicht hervor.
Final Fantasy 7 Revelation soll am 8. April 2027 für PS5, Xbox Series X/S, Switch 2 und PC erscheinen. Die Collector’s Edition für PS5 ist bereits ausverkauft, auch die physische Deluxe Edition ist vielerorts nicht mehr verfügbar.
Für die Diskussion um diese Veröffentlichung zählt am Ende weniger die Zahl auf der Disc-Hülle als die praktische Folge. Wer die physische Ausgabe kauft, sollte den Download fest einplanen. Square Enix verteidigt ihn als Preis dafür, bei Inhalt und Grafik keine Einschnitte zu machen. Ob Fans diesen Tausch akzeptieren, wird sich erst zeigen, wenn das Spiel im Handel steht.