Final Fantasy: Resonance behält sein Visionen-System doch bei. Die Beschwörungen ikonischer Figuren aus der Reihe standen während der Entwicklung laut Game Director Hiroto Furuya zeitweise sogar auf der Streichliste. Am Ende entschied sich das Team dagegen, obwohl es schwierig sei, bekannte Figuren und ihre jeweiligen Welten mit dem neuen Spiel zu verbinden.
Das ist mehr als eine kleine Produktionsgeschichte. Gerade bei einem neuen Final-Fantasy-Abenteuer zeigt diese Entscheidung, worauf Resonance offenbar hinauswill: Es soll eine eigene Welt erzählen, aber trotzdem sichtbar mit der langen Geschichte der Reihe verbunden bleiben.
Warum die Visionen im Spiel bleiben
Über das Visionen-System können Spieler bekannte Helden aus Final Fantasy beschwören. Furuya nannte dabei etwa Clouds Kreuzschlag und große Zwischensequenzen als Gründe, warum das Team an der Idee festhielt. Die Figuren sollen also nicht nur als kurze Erinnerung an frühere Teile auftauchen, sondern auch für besondere Momente im Kampf sorgen.
Genau darin lag offenbar die Schwierigkeit. Viele Final-Fantasy-Spiele haben eigene Welten, Regeln und Figuren. Wenn Helden daraus in Resonance auftauchen, muss das Spiel erklären oder zumindest glaubwürdig zeigen, warum sie dort eingesetzt werden können. Dass die Entwickler das Feature erst streichen wollten, macht klar: Die Visionen sollten nicht einfach nur eingebaut werden, weil bekannte Namen Aufmerksamkeit bringen.
Für Fans kann das trotzdem spannend sein. Resonance versucht damit offenbar, eine neue Geschichte nicht von der Serienvergangenheit abzuschotten. Entscheidend wird sein, ob die Beschwörungen im fertigen Spiel mehr sind als starke Spezialangriffe mit bekannten Gesichtern.
Der Kampf verbindet alte Ideen mit neueren Systemen
Auch das Kampfsystem soll diesen Mix aus Vergangenheit und Gegenwart zeigen. Resonance setzt auf rundenbasierte Kämpfe. Als wichtige Vorbilder nannte das Team das Jobsystem aus Final Fantasy 5 und die unterschiedlichen Eigenschaften der Gruppenmitglieder aus Final Fantasy 6.
Dazu kommt ein Schocksystem, bei dem Gegner durch genug Schaden in einen verwundbaren Zustand gebracht werden können. Dieses Prinzip ist bereits aus der Final-Fantasy-7-Remake-Reihe bekannt. In Resonance soll es mit den klassischen Einflüssen zusammen ein taktisches System ergeben, das verschiedene Herangehensweisen erlaubt.
Damit ist die Richtung recht klar: Alte Final-Fantasy-Ideen sollen nicht einfach kopiert werden. Sie werden mit Mechaniken verbunden, die Kämpfe stärker planen lassen. Ob die Visionen dabei wirklich gut in diese Taktik passen oder eher für große Schauwerte da sind, dürfte eine der interessanteren Fragen vor dem Release sein.
Final Fantasy: Resonance erscheint am 22. Oktober 2026, unter anderem für PS5. Wer vorher selbst in das Kampfsystem schauen möchte, kann die kostenlose Demo im PlayStation Store ausprobieren.