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FromSoftware hält trotz The Duskbloods an Einzelspieler-Spielen fest

Von Sven 3 Min. Lesezeit

Miyazaki beruhigt Fans: Nightreign und The Duskbloods bedeuten keinen Abschied vom Singleplayer. FromSoftware probiert nur gerade andere Ideen aus.

FromSoftware will Einzelspieler-Spiele nicht hinter sich lassen. Das hat Hidetaka Miyazaki in einem aktuellen Interview mit IGN klargestellt. Wichtig ist das gerade jetzt, weil zuletzt Elden Ring: Nightreign als Koop-Ableger kam und The Duskbloods ebenfalls stark auf Mehrspieler setzt.

Für Fans wirkt das schnell wie ein Muster. Zwei Spiele hintereinander, beide nicht als klassisches Solo-Abenteuer gedacht, das kann schon nach einem Kurswechsel aussehen. Laut Miyazaki steckt aber kein großer Plan dahinter, FromSoftware dauerhaft in diese Richtung zu schieben. Die Reihenfolge habe sich einfach so ergeben.

Das ist keine Ankündigung für das nächste große Einzelspieler-Spiel. Aber es ist eine klare Ansage: Das Studio sieht Singleplayer weiter als wichtigen Teil seiner Arbeit.

Warum die Sorge überhaupt da ist

FromSoftware ist für viele Spieler eng mit Solo-Erkundung, schweren Kämpfen und seltsamen Welten verbunden. Auch wenn die Spiele des Studios schon lange Online-Elemente haben, stehen Titel wie Demon’s Souls, Dark Souls und Elden Ring vor allem für Abenteuer, die man allein erleben kann.

Nightreign bricht damit stärker, weil es als reines Koop-Spin-off beschrieben wird. The Duskbloods geht ebenfalls in eine andere Richtung und wird als PvPvE-Spiel für Switch 2 eingeordnet. Das heißt: Nicht nur Monster und Welt sind wichtig, sondern auch andere Spieler.

Wenn zwei solche Projekte direkt nacheinander auftauchen, ist die Frage also ziemlich normal: Will FromSoftware künftig lieber Mehrspieler-Spiele bauen? Miyazakis Antwort darauf ist eher beruhigend. Er sagte sinngemäß, dass diese Abfolge keine große Enthüllung über die Zukunft des Studios sei. Der starke Fokus auf Einzelspieler-Inhalte bleibe bestehen.

Multiplayer als Platz für Ideen, die sonst nicht passen

Spannend ist nicht nur die Entwarnung, sondern auch der Grund für The Duskbloods. Miyazaki erklärte, dass sich über die Jahre Ideen und Mechaniken angesammelt haben, die in einem klassischen Einzelspieler-Spiel nicht richtig funktioniert hätten.

Genau dafür sind solche Projekte interessant. Ein Multiplayer-Spiel kann andere Regeln haben. Es kann Reibung zwischen Spielern stärker nutzen. Es kann Begegnungen erzeugen, die in einem Solo-Spiel so nicht entstehen. Miyazaki stellt The Duskbloods deshalb nicht als Ersatz für die alten Stärken von FromSoftware dar, sondern eher als Raum für Dinge, die dort keinen guten Platz hatten.

Für Spieler ist das eine wichtige Unterscheidung. Ein Experiment bedeutet nicht automatisch, dass alles danach genauso wird. Es kann auch bedeuten, dass ein Studio bestimmte Ideen auslagert, statt sie in ein Spiel zu drücken, zu dem sie nicht passen.

Was jetzt wirklich sicher ist

Sicher ist: Nightreign und The Duskbloods zeigen, dass FromSoftware gerade Lust auf Mehrspieler-Konzepte hat. Miyazaki sagte auch, dass die Arbeit an solchen Spielen Spaß mache, weil das Team so etwas noch nicht oft gemacht habe und gespannt auf die Reaktionen der Spieler sei.

Genauso sicher ist aber: FromSoftware hat laut Miyazaki nicht vor, Einzelspieler-Inhalte aufzugeben. Er beschrieb sogar, dass die Arbeit an Multiplayer-Spielen eher wieder Lust auf Singleplayer mache.

Was fehlt, ist ein konkretes neues Solo-Projekt mit Namen, Termin oder Plattformen. Wer auf das nächste große FromSoftware-Abenteuer allein hofft, bekommt also noch keine Ankündigung. Aber die Richtung ist weniger dramatisch, als sie auf den ersten Blick aussehen kann: The Duskbloods ist ein Mehrspieler-Experiment, kein Abschied von den Welten, die man alleine langsam entschlüsselt.

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