Besucher spielen an mehreren Stationen am Raw Fury Stand auf der Gamescom. Große Banner mit farbiger Spielgrafik und dem Raw Fury Logo schmücken den belebten Bereich.
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Gamescom 2026: Chinesische Studios fallen in Köln auf

Von Alex 2 Min. Lesezeit

60 Unternehmen aus China waren auf der Gamescom 2026 vertreten. Das fiel in Köln stärker auf als viele große Überraschungen.

Die Gamescom 2026 war laut Veranstaltungsdarstellung die größte Ausgabe bisher. Besonders sichtbar waren diesmal Aussteller aus China. Insgesamt sollen 60 chinesische Unternehmen in Köln vertreten gewesen sein.

Das war mehr als ein Detail zwischen den großen Ständen. GRYPHLINE gewann mit Arknights: Endfield den Preis für den besten Messestand. Gleichzeitig fehlte Sony PlayStation erneut auf der Messe. Für Besucher war damit klar zu sehen, wie sich die Fläche verändert.

Chinesische Studios sind nicht mehr nur Randgäste

China war auf der Gamescom früher oft mit einzelnen auffälligen Projekten präsent. 2023 bekam Black Myth: Wu Kong bereits einen Gamescom-Award für seine Optik. 2026 wirkte die Präsenz aber deutlich breiter.

Namen wie Tides of Annihilation, The Defiant und Ananta tauchten auf. Auch Hoyoverse gehörte zu den sichtbaren Firmen. Es ging also nicht nur um Handyspiele oder kleine Nischenstände.

Das ist für Spieler spannend. Mehr Studios bedeuten mehr Spiele, die um Aufmerksamkeit kämpfen. Gerade bei großen Produktionen kann das den bisherigen Platzhirschen Druck machen. Die Messe zeigt damit, welche Firmen künftig stärker wahrgenommen werden wollen.

Volle Hallen, aber wenig große Überraschungen

In den Hallen blieb die Stimmung offenbar gut. Viele Besucher nahmen sogar lange Wartezeiten in Kauf. Teilweise standen Fans zwei Stunden oder länger an, um Spiele vor dem Release auszuprobieren.

Die großen Überraschungen blieben laut dem Eindruck vor Ort aber aus. Gezeigt wurden unter anderem Fable, LEGO Skylines und Rainbow Six: Tactics. Auch eine überarbeitete Fassung von The Witcher 3: Wild Hunt wurde genannt. Ein einzelnes Spiel, über das danach jeder reden musste, fehlte jedoch.

Dazu kommen steigende Kosten für den Messebesuch. Als Beispiel wurde eine Currywurst mit Brötchen für 8,80 Euro genannt. Reise und Unterkunft können den Trip zusätzlich teuer machen. Volle Hallen heißen deshalb nicht automatisch, dass sich die Gamescom für alle leicht bezahlen lässt.

Die Gamescom bleibt ein wichtiger Treffpunkt für Fans. 2026 zeigte sie aber auch einen Wechsel: Neue Firmen nehmen mehr Raum ein, während bekannte Marken fehlen können. Wer künftig auf der Messe auffallen will, braucht also mehr als nur einen großen Namen.

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