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Gamescom-Awards 2026: Was die vielen Nominierungen wirklich zeigen

Von Ramona 4 Min. Lesezeit

Metro: 2039 führt die Gamescom-Nominierungen an. Doch Denshattack! und Alien: Isolation 2 zeigen, warum die bloße Anzahl nicht alles erzählt.

Die Nominierungen für die Gamescom-Awards 2026 stehen fest. An der Spitze liegt Metro: 2039 mit fünf Chancen auf eine Auszeichnung. Jeweils vier Nennungen erreichen Denshattack! und Alien: Isolation 2. Damit rücken drei sehr unterschiedliche Spiele ins Zentrum der diesjährigen Preisvergabe.

Diese Zahlen sind allerdings noch keine Rangliste der besten Messespiele. Sie zeigen zunächst, welche Titel in mehreren Bereichen überzeugen konnten. Gerade die Mischung an der Spitze ist interessant: Neben großen Produktionen findet dort auch ein Indie-Spiel viel Beachtung. Wer nur auf den Namen mit den meisten Nominierungen schaut, übersieht deshalb einen wichtigen Teil dieser Auswahl.

Metro: 2039 deckt besonders viele Bereiche ab

Metro: 2039 ist unter anderem für Best Visuals und Most Epic nominiert. Dazu kommt eine auffällige Präsenz bei den Plattformpreisen: Der Titel steht bei Xbox, PC und PlayStation zur Wahl. Insgesamt ergeben sich daraus fünf Nominierungen.

Diese Verteilung sagt mehr aus als die reine Gesamtzahl. Metro: 2039 fällt nicht ausschließlich wegen eines einzelnen Bereichs auf, sondern taucht sowohl bei gestalterischen Kategorien als auch bei mehreren Plattformen auf. Die Jury betrachtet das Spiel also in unterschiedlichen Zusammenhängen als einen der wichtigen Messebeiträge.

Das bedeutet noch nicht, dass Metro: 2039 am Ende mehrere Preise gewinnt. Eine Plattformnominierung und eine Auszeichnung für Grafik oder Größe bewerten schließlich nicht dasselbe. Die breite Aufstellung macht den Titel dennoch zum sichtbarsten Kandidaten dieser Auswahl.

Ein Indie-Spiel hält mit den großen Namen mit

Denshattack! kommt ebenfalls auf eine ungewöhnlich breite Verteilung. Das Spiel wurde für Best Audio, Best Gameplay und Most Entertaining ausgewählt. Zusätzlich ist es als bestes Spiel für Nintendo Switch 2 nominiert.

Damit steht Denshattack! nicht bloß in einer eigenen Indie-Nische. Es konkurriert in Kategorien, die Klang, Spielablauf und Unterhaltungswert getrennt bewerten. Seine vier Nennungen wirken deshalb wie ein Hinweis darauf, dass kleinere Produktionen bei diesen Awards nicht nur als nette Ergänzung auftauchen.

Alien: Isolation 2 erreicht ebenfalls vier Nominierungen und ist bei Best Visuals, Best Audio, Best Gameplay sowie Best PC Game vertreten. Hier konzentriert sich die Aufmerksamkeit stärker auf die konkrete Ausführung des Spiels. Drei der vier Kategorien gehören zur Arts-Gruppe und betreffen zentrale Bestandteile des Spielerlebnisses.

Auch beim Blick auf die Unternehmen fällt eine Häufung auf. Sega sammelt insgesamt acht Nominierungen. Neben Alien: Isolation 2 tragen dazu unter anderem Total War: Warhammer 40,000 und Stranger than Heaven mit jeweils zwei Nennungen bei. Das starke Ergebnis hängt somit nicht an einem einzigen Spiel, sondern an mehreren Projekten.

Die Kategorien zeigen verschiedene Arten von Stärke

Die vollständige Auswahl reicht weit über die drei meistnominierten Titel hinaus. In der Arts-Gruppe werden beispielsweise Grafik, Ton, Spielablauf, Unterhaltung und gesellschaftliche Wirkung getrennt berücksichtigt. Hinzu kommen Plattformpreise für Xbox, PC, PlayStation, Nintendo Switch 2 und Mobile Games.

Dadurch lassen sich die Nominierungszahlen nur begrenzt direkt vergleichen. Ein Spiel, das auf mehreren Systemen erscheint, kann in mehreren Plattformkategorien auftauchen. Andere Titel sammeln ihre Nennungen vor allem über einzelne kreative oder spielerische Eigenschaften. Viele Nominierungen belegen daher vor allem Vielseitigkeit und Sichtbarkeit innerhalb des Kategoriensystems. Sie ersetzen kein fertiges Urteil über die Qualität des gesamten Spiels.

In den Global-Kategorien zeichnet die Jury außerdem Firmenportfolios, Messestände und besondere Messebeiträge aus. Für den Sonderpreis Heart of Gaming können neben Spielen und Technologien auch Personen, Institutionen oder Konzepte berücksichtigt werden.

Fans entscheiden bei mehreren Preisen mit

Nicht alle Ergebnisse liegen allein bei der Jury. Vom 26. August bis zum 27. August um 14 Uhr MESZ können Fans und Messebesucher in den Arts- und Plattformkategorien abstimmen. Eine öffentliche Wahl gibt es außerdem für Best Booth, Best Merch und Best Trailer/Announcement. Die Teilnahme ist online über die Gamescom-Seite oder vor Ort per QR-Code möglich.

Die Gamescom 2026 läuft vom 24. bis 30. August in Köln. Nach der Gamescom Dev am 24. August folgt am Abend des 25. August die Gamescom Opening Night Live. Erst die Preisentscheidungen werden zeigen, ob die breite Unterstützung für Metro: 2039 tatsächlich zu mehreren Auszeichnungen führt oder ob sich die Stimmen auf die vielen unterschiedlichen Kandidaten verteilen.

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