Soldaten in schwerer Rüstung kämpfen in einer zerstörten Landschaft. Ein Soldat springt über einen roten Abgrund, im Hintergrund sind Explosionen und Rauch zu sehen.
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Gears of War: E-Day punktet mit alten Stärken

Von Ramona 3 Min. Lesezeit

Gears of War: E-Day startet mit starken ersten Tests. Gelobt werden Kämpfe, Atmosphäre und Marcus mit Dom, während neue Ideen eher fehlen.

Die ersten internationalen Tests zu Gears of War: E-Day fallen überwiegend positiv aus. Nach 26 gewerteten Besprechungen liegt das Prequel derzeit bei 88 Punkten auf Metacritic. Käufer einer höherwertigen Edition können bereits im Early Access spielen, der reguläre Start folgt am 6. Oktober für Xbox Series X/S und PC. Auch im Game Pass soll das Spiel direkt zum Release verfügbar sein.

Der spannende Punkt an den frühen Reaktionen ist nicht nur die Zahl. Viele Tests beschreiben E-Day als Rückkehr zu dem, was die Reihe früher stark gemacht hat: schwere Kämpfe aus der Deckung, eine deutlich düsterere Stimmung und das Zusammenspiel von Marcus und Dom. Gleichzeitig ist ziemlich klar, dass The Coalition hier keine komplett neue Richtung ausprobiert. E-Day soll die bekannte Formel vor allem besser und moderner umsetzen.

Die Rückkehr zu den alten Stärken kommt gut an

Die Fachpresse lobt besonders das Kampfsystem. Verbesserungen bei Bewegung und Gefechten sollen dafür sorgen, dass sich die bekannte Deckungs-Action frischer anfühlt, ohne das wuchtige Grundgefühl der Serie zu verlieren. Genau das dürfte für langjährige Fans wichtig sein: Das Spiel will offenbar nicht plötzlich ein anderer Shooter sein.

Auch Atmosphäre und Technik werden häufig positiv genannt. Mehrere Tests heben hervor, dass E-Day wieder stärker auf bedrückende Szenen setzt als auf die buntere, größere Power-Fantasie einiger späterer Teile. Dazu kommt eine sehr starke Optik auf Basis der Unreal Engine 5.

Marcus und Dom stehen ebenfalls im Mittelpunkt vieler positiver Stimmen. Ihre Beziehung wird nicht nur als Nostalgie für bekannte Figuren gesehen. Einige Kritiker finden, dass sie der Geschichte mehr emotionale Kraft gibt. Das ist wichtig, weil E-Day als Vorgeschichte nicht allein davon leben kann, bekannte Namen wiederzusehen.

Gut verfeinert ist nicht automatisch neu

Der starke Durchschnitt bedeutet aber nicht, dass alle begeistert sind. Der häufigste Kritikpunkt lautet: E-Day verbessert viel, erfindet das Third-Person-Deckungsshooter-Prinzip aber nicht neu. Wer mit Gears of War bisher nichts anfangen konnte, wird durch diesen Teil vermutlich nicht plötzlich überzeugt.

Manche Tests kritisieren außerdem den Aufbau einzelner Abschnitte. Die Kampagne soll teils nach einem vertrauten Muster laufen: Kampfbereich räumen, Aufgabe erledigen, weitermachen. Dazu werden gelegentliche Längen beim Tempo der Geschichte genannt. Gerade weil die Handlung Marcus und Dom mehr Raum geben soll, fällt es auf, wenn sie zwischen vielen Gefechten nicht immer genug Zeit bekommt.

Beim Mehrspieler sind die Meinungen ebenfalls etwas zurückhaltender. Er gilt als solide und gut spielbar, neue Modi oder besonders frische Ideen werden aber offenbar nicht geboten. Das passt zum Gesamteindruck der ersten Wertungen: E-Day will die Serie nicht umbauen, sondern ihre Kernstärken wieder nach vorne stellen.

Was der frühe Wertungsstand für Fans bedeutet

Für Fans, die ein düsteres Gears mit schwerem Gunplay und bekannten Figuren vermisst haben, sind die ersten Rezensionen ein gutes Zeichen. Besonders positiv ist, dass Kampagne, Kämpfe und Technik nicht getrennt gelobt werden, sondern in vielen Besprechungen zusammen als stimmiges Gesamtpaket erscheinen.

Trotzdem bleibt der aktuelle Wertungsstand vorläufig. Auf Metacritic sind noch nicht alle gelisteten Besprechungen mit einer endgültigen Note versehen. Der Schnitt kann sich also noch verändern. Die bisherige Tendenz ist aber deutlich: Gears of War: E-Day scheint vor allem dann zu überzeugen, wenn man keine Neuerfindung erwartet, sondern eine konzentrierte Rückkehr zu den Eigenschaften, für die die Reihe bekannt wurde.

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