Schwer bewaffneter Soldat zielt in einer zerstörten Stadt mit hohen Gebäuden im Hintergrund.
News

Gears of War: E-Day: Was Steam-Vorbestellungen wirklich zeigen

Von Ramona 4 Min. Lesezeit

Gears of War: E-Day soll auf Steam bei rund 120.000 Vorbestellungen liegen. Die Zahl wirkt eher klein, sagt wegen des Game-Pass-Starts aber nicht alles über den Launch aus.

Für Gears of War: E-Day werden auf Steam derzeit rund 120.000 Vorbestellungen geschätzt. Das klingt im Vergleich zu einigen großen Shootern erst einmal niedrig. Als direkte Prognose für den gesamten Start des Spiels taugt diese Zahl aber nur eingeschränkt, denn der neue Teil erscheint gleichzeitig im Game Pass.

Die Zahlen stammen von Rhys Elliott von Alinea Analytics und sind nicht offiziell bestätigt. Laut seiner Schätzung entsprechen die Vorbestellungen auf Steam knapp sieben Millionen US-Dollar Umsatz. In den vergangenen sechs Wochen sollen weniger als 20.000 weitere Käufe dazugekommen sein. Kurz vor dem Launch habe die Kurve zwar leicht angezogen, der große Schub blieb bisher aber aus.

Steam zeigt nur einen Teil des Starts

Gerade bei Gears of War: E-Day ist es wichtig, Steam nicht mit dem gesamten Publikum gleichzusetzen. Der Titel erscheint für Xbox Series X/S und PC und ist ab dem 6. Oktober direkt im Game Pass verfügbar. Wer ein passendes Abo besitzt, muss die PC-Version auf Steam also nicht kaufen, um zum Start mitzuspielen.

Das macht die Vorbestellungen nicht unwichtig. Sie zeigen zumindest, wie viele Leute das Spiel auf dieser Plattform vorab kaufen wollen. Sie sagen aber nicht, wie viele Game-Pass-Mitglieder den Download starten oder wie viele Spieler auf Xbox zugreifen. Für ein Spiel, das zum Launch in einem Abo enthalten ist, bleibt der Steam-Wert deshalb nur ein Ausschnitt.

Auch die Premium Edition kann das Bild verändern. Käufer dieser Version dürfen bereits ab dem 1. Oktober um 17 Uhr deutscher Zeit loslegen. Wer im Game Pass spielt, kann ebenfalls vorab herunterladen, erhält den regulären Zugang aber erst zum weltweiten Start am 6. Oktober um 17 Uhr. Laut Elliott bezahlen manche Fans den Aufpreis von 30 US-Dollar, um früher einzusteigen. Das ist ein zusätzlicher Grund, warum sich Käufe und Abo-Nutzung bei diesem Release nicht sauber voneinander trennen lassen.

Gegen andere Shooter liegt Gears zurück

Im Vergleich mit einigen aktuellen Shootern fällt die Steam-Schätzung trotzdem auf. Zum gleichen Zeitpunkt vor dem Release soll Gears of War: E-Day mehr als doppelt so viele Vorbestellungen wie Halo: Campaign Evolved gehabt haben.

Deutlich größer sind die Werte bei zwei anderen Spielen. Wardogs soll laut Alinea Analytics bei rund 567.000 Vorbestellungen gelegen haben. Für Call of Duty: Modern Warfare 4 werden etwa 450.000 vorbestellte Steam-Kopien genannt. Elliott rechnet damit, dass Gears of War: E-Day in diesem Jahr auf Steam kaum eine Million verkaufte Exemplare erreichen wird.

Solche Vergleiche brauchen aber Kontext. Gears of War: E-Day kostet 69,99 Euro, während Wardogs für 39,99 Euro angeboten wird. Außerdem ist Call of Duty: Modern Warfare 4 nach seiner Ankündigung im April nicht mehr direkt zum Start im Game Pass vorgesehen. Ein Steam-Kauf kann bei diesen Spielen also eine andere Rolle spielen als bei Gears.

Elliott erklärt den Abstand außerdem mit der Größe der Marken. Gears of War spreche seiner Einschätzung nach ein kleineres Publikum an als Call of Duty. Das ist keine überraschende Aussage, aber sie passt zu den geschätzten Vorbestellungen: Gears muss nicht zwingend mit den größten Shootern mithalten, um für Xbox ein wichtiger Release zu sein.

Eine PS5-Version bleibt offen

Mehr Diskussionen löst die Plattformfrage aus. Elliott kritisiert, dass eine PS5-Version offenbar nicht zum Start geplant ist. Nach seiner Einschätzung hätte ein PlayStation-Release zusätzliche Verkäufe bringen können. Berichten zufolge soll ein entsprechender Port bereits in Arbeit gewesen sein.

Bestätigt ist das nicht. Elliott hält es aber für möglich, dass eine PS5-Fassung später noch erscheint. Für den nahen Launch zählt zunächst etwas anderes: Erst nach dem Start wird klarer, wie viele Spieler Gears of War: E-Day über Steam kaufen und wie stark der Game Pass die Verkaufszahlen auf Xbox und PC verschiebt.

Das Review-Embargo endet am 1. Oktober um 15 Uhr deutscher Zeit. Dann wird auch sichtbar werden, ob der Start vor allem von der bekannten Reihe, dem frühen Zugang der Premium Edition oder dem Game Pass getragen wird.

Weiter im Gespräch

Drei Stimmen. Ein gemeinsamer Spielstand.

REDEN WIR
ÜBER GAMES.

News mit Kontext, Tests mit Haltung und Geschichten aus ganz unterschiedlichen Spielwelten.

Alle Artikel