Vier Figuren aus Gears of War: E-Day stehen in einer schummrigen Bar, darunter Marcus Fenix und Cole. Eine Frau in blauer Jacke blickt nachdenklich.
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Gears of War: E-Day: Was zum Start noch fehlt

Von Ramona 3 Min. Lesezeit

Zum Start fehlen Gears of War: E-Day einige bekannte Features. The Coalition nennt technische Gründe und hat erste Nachlieferungen angekündigt.

Gears of War: E-Day startet nicht mit allen Funktionen, die langjährige Fans aus der Reihe kennen. The Coalition bestätigt fehlende Kampfmechaniken, Waffen und Online-Optionen, will einen Teil davon aber nach dem Launch angehen. Am deutlichsten wird das beim Ranglistenmodus: Der soll am 13. Oktober 2026 folgen.

Die Nachricht ist vor allem für Spieler wichtig, die E-Day nicht nur wegen der Kampagne, sondern als langfristigen Multiplayer-Shooter erwarten. Der reguläre Start für Xbox Series X/S und PC ist am 6. Oktober 2026 geplant. Käufer der Deluxe Edition können bereits im Early Access spielen. Gerade in dieser Phase fällt auf, welche vertrauten Bausteine noch nicht zurück sind.

Ein Neubau mit sichtbaren Lücken

The Coalition beschreibt E-Day als technischen Neustart. Das Team habe die Gameplay-Grundlage auf Unreal Engine 5 neu gebaut, statt einfach auf einem alten Fundament weiterzuarbeiten. Laut Studio sollte dadurch ein einheitlicheres Spiel über Kampagne, PvE und PvP entstehen. Gleichzeitig seien neue Ansätze bei Deckung, Kämpfen und Gegnern möglich geworden.

Der Preis dafür ist aber klar: Nicht jede bekannte Funktion der Serie hat es bis zum Start geschafft.

So fehlen menschliche Schutzschilde und die Kettensägen-Duelle, die für viele Fans sofort zu Gears of War gehören. Auch klassische Waffen aus früheren Teilen sind nicht vollständig vertreten. Das muss nicht bedeuten, dass die neuen Systeme schlechter sind. Es zeigt aber, dass E-Day beim Start eher auf eine neue gemeinsame Basis setzt, als möglichst viele Erinnerungen an frühere Teile gleichzeitig abzuhaken.

Für ein Spiel mit einer so bekannten Geschichte ist das ein schwieriger Tausch. Neue Deckungs- und Kampfsysteme können spannend sein, doch manche Mechaniken sind für Fans mehr als bloße Extras. Sie prägen, wie sich ein Gears-Match anfühlt. Wenn sie fehlen, merken gerade erfahrene Spieler schnell, dass sich der Start anders anfühlt als erwartet.

Im Mehrspielerbereich zählt der Zeitpunkt

Noch wichtiger dürften die offenen Punkte für Multiplayer-Spieler sein. Zum Launch gibt es keine privaten Lobbys, keine weltweiten Ranglisten und keinen gewerteten Versus-Modus. Besonders der letzte Punkt fällt auf, weil Ranglisten für viele Spieler der Ort sind, an dem sie langfristig besser werden und sich mit anderen messen wollen.

The Coalition hat für diesen Teil zumindest einen konkreten Termin genannt: Der Versus-Ranked-Modus soll am 13. Oktober 2026 nachgereicht werden. Das ist nicht weit nach dem regulären Release am 6. Oktober. Trotzdem bleiben die ersten Tage entscheidend. Wer direkt zum Start mit Freunden in geschlossenen Runden spielen oder seine Platzierung verfolgen möchte, bekommt diese Möglichkeiten zunächst nicht.

Dass das Studio zuerst ein stabiles Grundspiel liefern will, ist verständlich. Bei einem Online-Shooter können technische Probleme, unausgewogene Kämpfe oder schlechte Verbindungen viel mehr kaputtmachen als eine einzelne fehlende Waffe. Trotzdem ist es fair, wenn Fans genau hinschauen, welche angekündigten Ergänzungen wirklich zeitnah kommen. Ein Fahrplan hilft nur dann, wenn er auch eingehalten wird.

Die Seasons sollen mehr als nur neue Termine liefern

Zum offiziellen Start beginnt auch die erste Season. Sie läuft laut Planung bis zum 1. Dezember 2026 und umfasst ein Halloween-Event, ein Jubiläums-Special zu 20 Jahren Gears sowie das traditionelle Thanksgibbing-Event. Im Dezember soll anschließend Season 2 mit dem Namen „Legacy and Beyond“ starten. Sie soll sich auf bekannte Inhalte aus zwei Jahrzehnten der Reihe beziehen.

Weitere Seasons tragen bereits die Namen „Infiltration“, „Pendulum“ und „Devotion“. Daraus wird klar: The Coalition plant E-Day nicht als abgeschlossenen Startpunkt, sondern als Spiel, das über Monate erweitert werden soll. Für die fehlenden Funktionen ist das aber noch keine automatische Lösung. Entscheidend ist, welche davon nachgereicht werden und welche das Studio erst für einen späteren Serienteil vorsieht.

Im offiziellen Beitrag von The Coalition verspricht das Team jedenfalls, dass die vermissten Elemente nicht dauerhaft aus der Reihe verschwinden sollen. Für den Launch bedeutet das trotzdem: Gears of War: E-Day muss zunächst mit seinen neuen Grundlagen überzeugen, während einige besonders bekannte Teile der Seriengeschichte noch auf ihren Platz warten.

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