Google hat Playground gestartet, eine browserbasierte Plattform für erste Spielentwürfe. Nutzer beschreiben ihre Idee in Textform, wählen etwa 2D oder 3D sowie Einzel- oder Mehrspieler und erhalten daraus einen spielbaren Entwurf. Programmierkenntnisse sollen dafür nicht nötig sein.
Playground befindet sich aktuell in einer experimentellen Phase. Die erstellten Spiele laufen direkt im Browser, können auf Computern und mobilen Geräten gespielt und per Link geteilt werden. Wer einen Entwurf nicht öffentlich zeigen möchte, kann ihn privat halten und nur eingeladene Personen zulassen. Der Zugang zur Testphase findet sich auf der offiziellen Playground-Seite.
Gut für Ideen, nicht automatisch für fertige Spiele
Spannend ist vor allem, wie schnell sich eine grobe Idee ausprobieren lassen soll. Statt erst ein Projekt einzurichten, können Spieler zum Beispiel Regeln, Figuren, Spielwelt oder physikalische Details per Texteingabe festlegen und später weiter ändern. Das kann besonders praktisch sein, wenn du schon lange eine bestimmte Spielidee im Kopf hast und erst einmal sehen willst, ob sie überhaupt funktioniert.
Das bedeutet aber nicht, dass aus jeder Beschreibung direkt ein besonderes Spiel wird. Unity-Chef Matt Bromberg betont selbst, dass ein solches Werkzeug niemanden automatisch zu einem bekannten Spieleentwickler macht. Die Plattform kann beim Einstieg helfen, doch eine eigene Idee weiterzuentwickeln, zu testen und zu verbessern bleibt weiterhin die eigentliche Arbeit.
Unity Spark soll später mehr Möglichkeiten bringen
Google arbeitet mit Unity an einer erweiterten Fassung namens Unity Spark. Sie soll ebenfalls im Browser laufen und später in Playground eingebunden werden. Dann sollen Nutzer auch auf Inhalte aus dem Unity Asset Store zugreifen und angefangene Playground-Projekte weiterbauen können.
Für Fans von Mods oder eigenen kleinen Projekten könnte das interessant werden, weil aus einem schnellen Test so ein größeres Vorhaben entstehen kann. Wie gut die Werkzeuge in der Praxis funktionieren und welche Freiheiten sie wirklich bieten, muss sich aber erst in der Testphase zeigen. Unter der Ankündigung gibt es außerdem deutliche Skepsis gegenüber automatisch erzeugten Spielen. Playground startet also mit einer großen Idee, muss den Spielern seinen Nutzen aber noch beweisen.