Ein Mann und eine Frau fahren auf einem Dirtbike durch eine sonnige Stadt, während ein Polizeiauto und ein Helikopter sie verfolgen. Die Frau zielt mit einer Pistole nach hinten.
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GTA 6: Cyberleek stoppt Leaks vorerst

Von Alex 2 Min. Lesezeit

Cyberleek nimmt seine Website offline und will vorerst keine weiteren GTA-6-Leaks veröffentlichen. Ganz sicher vorbei ist die Sache aber noch nicht.

Cyberleek will vorerst keine weiteren Inhalte zu GTA 6 veröffentlichen. Die zugehörige Website ist offline, nachdem ein selbst gesetztes Ultimatum an Take-Two offenbar ohne Erfolg blieb. Für Fans ist das vor allem eine gute Nachricht, weil die letzten Wochen vor dem geplanten Release am 19. November 2026 wieder stärker vom fertigen Spiel statt von unfertigem Material bestimmt werden könnten.

Ganz erledigt ist die Sache aber nicht. Cyberleek spricht ausdrücklich nur von einem Rückzug „vorerst“. Eine verlässliche Zusage, dass bis zum Start auf PS5 und Xbox Series X/S keine weiteren Leaks auftauchen, gibt es also nicht.

Das Ultimatum hat sein Ziel verfehlt

Der anonyme Account hatte zuletzt gedroht, einen angeblich vollständigen spielbaren Entwickler-Build zu veröffentlichen. Damit das nicht passiert, sollte Take-Two sich öffentlich entschuldigen und eine physische Disc-Version für GTA 6 zusagen. Zusätzlich sollte eine eigens gestartete Kryptowährung eine Marktkapitalisierung von 30 Millionen US-Dollar erreichen.

Nach den vorliegenden Angaben reagierte Take-Two nicht auf diese Forderungen. Auch die Kryptowährung erreichte das genannte Ziel nicht. Cyberleek erklärte daraufhin, die Leaks würden nun enden, damit Spielerinnen und Spieler nicht um ihre eigene Überraschung gebracht würden.

Wichtig ist dabei die Formulierung: Ob es den behaupteten Build tatsächlich gibt und wie vollständig er wäre, ist durch diese Ankündigung nicht belegt. Sicher ist nur, dass Cyberleek seinen öffentlichen Auftritt zunächst zurückfährt.

Warum unfertige Szenen für Entwickler so unangenehm sind

Fast gleichzeitig hat sich Rockstar zu den Folgen früherer Leaks geäußert. Aaron Garbut, einer der leitenden Entwickler von GTA 6, sprach in einem Interview über den Angriff aus dem Jahr 2022, bei dem Material aus einer frühen Entwicklungsphase öffentlich wurde.

Er beschrieb das Gefühl als sehr persönlich und übergriffig. Besonders schwierig sei gewesen, dass Animationen und vorläufige Grafiken plötzlich von Millionen Menschen bewertet wurden, obwohl das Spiel damals noch Jahre von der Fertigstellung entfernt war.

Genau darin liegt der Unterschied zwischen einem offiziellen Gameplay-Video und geleaktem Entwicklungsstand: Ein Studio zeigt normalerweise erst Material, das erklären kann, was Spieler sehen sollen. Einzelne Clips ohne Kontext zeigen dagegen oft Baustellen. Fans diskutieren dann über Dinge, die sich bis zur Veröffentlichung noch stark ändern können.

Für GTA 6 wäre eine ruhigere Phase bis November deshalb mehr als nur weniger Spoiler. Sie würde Rockstar die Chance geben, das Spiel mit den Szenen zu zeigen, die das Team selbst dafür vorgesehen hat. Ob Cyberleek seinen angekündigten Rückzug wirklich durchzieht, bleibt allerdings offen.

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