Rockstar Games hat nach mehreren unerlaubt veröffentlichten Aufnahmen aus GTA 6 erstmals Stellung bezogen. Nach Angaben des Berichts waren ungefähr 15 Clips auf verschiedenen Plattformen aufgetaucht. Verbreitet wurden sie unter dem Namen „Cyberleek“. Wer tatsächlich dahintersteckt, ist bisher nicht bekannt.
Für Rockstar kommt der Vorfall zu einem besonders ungünstigen Zeitpunkt. Bereits am folgenden Tag soll zusammen mit Take-Two Interactive und Netflix ein ausführlicher offizieller Einblick erscheinen. Damit treffen unfertige, aus dem Zusammenhang gerissene Ausschnitte direkt auf Material, mit dem das Studio GTA 6 eigentlich selbst vorstellen wollte.
Rockstar spricht über die Folgen für das Team
In seiner Nachricht macht das Studio deutlich, wie sehr der Vorfall die Entwickler getroffen hat. Nach der langen Produktionszeit sollte die Community das Spiel offensichtlich auf einem anderen Weg zu sehen bekommen. Rockstar entschuldigt sich außerdem dafür, dass sowohl die Fertigstellung als auch neue Informationen so viel Zeit beanspruchen. Laut der Mitteilung sei die Entwicklung inzwischen fast abgeschlossen.
Gleichzeitig bedankt sich das Unternehmen bei den Fans, die dem Team nach der Verbreitung der Videos Unterstützung geschickt haben. Rockstar räumt auch ein, dass einzelne Überraschungen durch die Clips bereits vorweggenommen worden sein könnten.
Das ist bei solchen Leaks ein wichtiger Punkt: Die Aufnahmen zeigen zwar Bestandteile des Spiels, aber nicht automatisch deren endgültigen Zustand oder den Zusammenhang, in dem sie später auftauchen. Welche Entwicklungsfassung in den verbreiteten Videos zu sehen war, wird im Bericht nicht genannt.
Der offizielle Einblick bekommt nun eine andere Aufgabe
Die geplante Vorstellung dürfte deshalb mehr leisten müssen, als einfach nur neues Gameplay zu zeigen. Sie kann erstmals vermitteln, wie Rockstar die aktuellen Inhalte selbst präsentieren möchte. Das angekündigte Material stammt aus einer aktuellen Version von GTA 6. Ob und wie direkt das Studio dabei auf die geleakten Mechaniken eingeht, ist noch offen.
Auch rund um „Cyberleek“ bleiben Fragen. Anfangs wurde die Aktion angeblich als Protest gegen das Ende physischer Datenträger dargestellt. Später deutete das Vorgehen laut Bericht eher auf finanzielle Forderungen hin. Eine bestätigte Identität der verantwortlichen Person oder Gruppe gibt es nicht.
Rockstar hält trotz des Vorfalls an seiner Botschaft fest: Das Team wolle die hohen Erwartungen erfüllen und bittet die Fans, bis zur Veröffentlichung am 19. November zu warten. Ein Jahr wird in den vorliegenden Angaben nicht genannt. Für Spieler ist nun vor allem der offizielle Einblick entscheidend, denn erst dort lässt sich besser erkennen, welchen Stand GTA 6 tatsächlich erreicht hat.