Rockstar North will Spieler in GTA 6 offenbar nicht ständig mit Kartenmarkierungen zur nächsten Überraschung schicken. Studioleiter Rob Nelson sagt, dass es in der Spielwelt viele Dinge geben soll, die man nur findet, wenn man selbst unterwegs ist und genauer hinschaut.
Das ist vor allem für Spieler spannend, die Open Worlds nicht nur für die Hauptmissionen nutzen. Laut Nelson gibt es optionale Inhalte und Geschichten, die man übersehen kann. Manche davon könnten dann erst in einem weiteren Durchlauf auffallen. GTA 6 erscheint am 19. November 2026 für PS5 und Xbox Series X/S.
Große Karte, aber nicht alles wird erklärt
Im Interview mit IGN beschreibt Nelson eine sehr große Spielwelt, die auf das Verhalten und die Taten der Spieler reagieren soll. Der wichtige Punkt ist aber: Nicht jede Entdeckung wird mit Symbolen, Missionszielen oder anderen Hinweisen auf der Karte angekündigt.
Rockstar setzt damit auf eine Welt, in der Umwege und Neugier etwas bringen sollen. Wer nur von Auftrag zu Auftrag fährt, könnte Inhalte verpassen. Wer sich Zeit lässt, soll dagegen auf zusätzliche Geschichten und versteckte Aktivitäten stoßen.
Nelson vergleicht diesen Ansatz mit Red Dead Redemption 2. Auch GTA 6 sei so gebaut, dass Spieler beim zweiten oder dritten Durchlauf noch neue Dinge finden können. Das klingt nicht nach einer bloß riesigen Karte, sondern nach einer Welt, die zum Absuchen einlädt.
Missionen sollen mehr als einen Weg haben
Auch bei Missionen will Rockstar offenbar etwas mehr Freiheit bieten. Nelson zufolge lassen sich Aufträge unterschiedlich angehen. Selbst Orte, die erst einmal recht geradeaus wirken, können auf verschiedenen Wegen erreicht oder verlassen werden.
Ganz ohne feste Abläufe geht es aber nicht. In stärker geskripteten Teilen der Hauptgeschichte soll der Verlauf weitgehend vorgegeben sein. Für den Rest klingt es so, als könnten unterschiedliche Spielstile stärker zählen als bei einer Mission mit nur einer offensichtlichen Lösung.
Daneben bleibt Jason und Lucia die zentrale Beziehung der Handlung. Beide sollen eigene Persönlichkeiten haben und auch als Duo funktionieren. Rockstar nennt gemeinsame Alltagsaktivitäten wie Einkaufen, Friseurbesuche oder veränderte Outfits. Kleine Interaktionen, etwa das Aufhalten einer Tür, sollen zeigen, dass die beiden zusammengehören.
Für GTA-Fans ist vor allem die Mischung interessant: Die Geschichte scheint klar auf Jason und Lucia zu setzen, während die Welt daneben genügend Platz für eigene Wege lassen soll. Ob die versteckten Inhalte wirklich so oft zu neuen Entdeckungen führen, zeigt sich erst im fertigen Spiel.