Bei Rockstar North geht der Streit um die Anerkennung einer Gewerkschaft weiter. Mitarbeiter arbeiten laut einem Bericht des Guardian mit der Independent Workers’ Union of Great Britain zusammen, damit Rockstar die Rockstar Game Workers Union noch vor dem Release von GTA 6 offiziell anerkennt.
Das ist gerade deshalb spannend, weil GTA 6 am 19. November 2026 für PS5 und Xbox Series X/S erscheinen soll. Während die Vorbestellungen laut Analysten schon riesige Summen erreicht haben, läuft hinter den Kulissen ein ziemlich ernster Konflikt um Arbeitsrechte.
Worum es bei dem Streit geht
Auslöser sind Entlassungen aus dem Jahr 2025. Rund 30 Mitarbeiter mussten damals gehen. Rockstar warf ihnen schwere Verstöße gegen interne Regeln und Verschwiegenheitserklärungen vor.
Betroffene und Teile der Belegschaft bei Rockstar North sehen das aber anders. Sie werten die Entlassungen als Versuch, gewerkschaftliche Bestrebungen zu stoppen. Aus diesem Konflikt entstand die Rockstar Game Workers Union, kurz RGWU. Laut den Angestellten gehört sie zur breiter aufgestellten IWGB.
Wichtig ist: Die Vorwürfe gegen Rockstar sind nicht automatisch bewiesen. Es läuft ein rechtlicher Streit. Gleichzeitig ist aber bestätigt, dass das Thema vor einem Arbeitsgericht weiter eine Rolle spielt.
Gericht lässt einen wichtigen Punkt im Verfahren
Der Streit wurde zuletzt wieder größer, weil ein Arbeitsgericht gegen einen Antrag von Rockstar Games entschieden hat. Rockstar wollte erreichen, dass Behauptungen über eine sogenannte Schwarze Liste aus dem Verfahren gestrichen werden. Auf dieser Liste sollen sich mehrere der entlassenen Personen befunden haben.
Dass dieser Punkt im Verfahren bleibt, heißt nicht, dass die Behauptungen schon bestätigt sind. Es bedeutet aber, dass sie weiter geprüft werden können. Für die entlassenen Mitarbeiter und die Gewerkschaft ist das wichtig, weil es den Druck auf Rockstar nicht einfach verschwinden lässt.
Die IWGB will den entlassenen Mitarbeitern mit einer Klage helfen. Parallel versucht die Belegschaft, die Anerkennung ihrer Gewerkschaft zu erreichen.
Warum das für GTA-Fans nicht egal ist
Auf den ersten Blick klingt das wie ein Thema, das nur intern bei Rockstar passiert. Für Fans ist es trotzdem wichtig. GTA 6 ist eines der größten Spiele der nächsten Jahre, und an so einem Projekt arbeiten sehr viele Menschen über lange Zeit.
Wenn es Streit um Entlassungen, Mitbestimmung und mögliche Gewerkschaftsrechte gibt, betrifft das auch die Frage, unter welchen Bedingungen solche riesigen Spiele entstehen. Gerade weil GTA 6 schon vor Release extrem viel Aufmerksamkeit bekommt, schauen jetzt viele genauer auf Rockstar.
IWGB-Präsident Alex Marshall sagte sinngemäß, die Geschäftsführung müsse die Menschen hinter diesem Erfolg durch echten Dialog und Mitspracherechte würdigen. Ein ehemaliger Rockstar-Mitarbeiter, Jordan Garland, hofft laut Bericht ebenfalls auf eine freiwillige Anerkennung der Gewerkschaft und ein Treffen mit Rockstar.
Streiks stehen als Möglichkeit im Raum
Noch gibt es keine offizielle Stellungnahme der Studioleitung zur aktuellen Entwicklung bei Rockstar North. Laut Bericht ziehen Entwickler aber weitere Schritte in Betracht, falls Rockstar die freiwillige Anerkennung blockiert.
Im schlimmsten Fall könnten dazu Streiks gehören. Ob es wirklich so weit kommt, ist offen. Klar ist nur: Der Konflikt ist nicht vorbei, und er läuft ausgerechnet in der Phase, in der GTA 6 immer näher rückt und die Aufmerksamkeit auf Rockstar riesig ist.