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GTA 6: Take-Two verteidigt den Kurs nach den Verschiebungen

Von Ramona 3 Min. Lesezeit

Take-Two verteidigt die Verschiebungen von GTA 6. Für Fans zählt jetzt vor allem, ob der Termin im November steht.

Take-Two hat auf seiner virtuellen Hauptversammlung die Kritik an den bisherigen Verschiebungen von Grand Theft Auto 6 nicht einfach beiseitegeschoben. CEO Strauss Zelnick erklärte, der Vorstand würde das Führungsteam durchaus austauschen, falls dessen Leistung nicht mehr genüge. Er sehe dafür bei Take-Two aber keinen Anlass.

Auslöser war die Frage eines Aktionärs, der nicht nur die zwei Verschiebungen von GTA 6 ansprach. Auch frühere Verzögerungen bei großen Spielen wurden als Teil eines größeren Problems beschrieben: zu oft verfehlte Erwartungen und eine starke Abhängigkeit von wenigen Marken. Für Spieler ist das vor allem deshalb relevant, weil GTA 6 im November erscheinen soll und der neue Termin damit besonders genau beobachtet wird.

Take-Two verteidigt seine Entscheidung

Zelnicks Antwort war keine neue Zusage, dass es bis zum Release keine weiteren Änderungen mehr geben kann. Stattdessen verteidigte er den bisherigen Kurs des Unternehmens grundsätzlich. Verschiebungen seien aus seiner Sicht nicht automatisch ein Zeichen dafür, dass ein Management versagt hat.

Dabei verwies er auf die Lage, in der das heutige Führungsteam Take-Two im März 2007 übernommen habe. Damals habe der Konzern weniger als eine Milliarde US-Dollar Umsatz gemacht, sei mit internen Problemen beschäftigt gewesen und habe sich laut Zelnick nahe der Insolvenz befunden. Neben GTA habe es nur wenige tragende Teile des Geschäfts gegeben, die übrigen Bereiche hätten Verluste geschrieben.

Heute erwartet Take-Two für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatz zwischen 8 und 8,2 Milliarden US-Dollar. Diese Entwicklung nutzt Zelnick als Argument dafür, dass der Vorstand das Team nicht wegen einzelner verschobener Spiele infrage stellen müsse.

Das ist natürlich vor allem die Sicht des CEOs selbst. Die Kritik der Aktionäre verschwindet dadurch nicht. Gerade bei einem so großen Spiel ist verständlich, dass wiederholte Terminänderungen Fragen auslösen. Wer auf GTA 6 wartet, plant vielleicht keinen Geschäftsbericht, aber die Geduld der Fans wird trotzdem jedes Mal auf die Probe gestellt.

Warum GTA 6 für Take-Two so viel bedeutet

Die Debatte zeigt auch, wie außergewöhnlich wichtig GTA für Take-Two geworden ist. Zelnick betonte, dass GTA 5 seit seiner Veröffentlichung 2013 über 13 Jahre hinweg zu den fünf meistverkauften Titeln gezählt habe. Ein einzelnes Spiel so lange wirtschaftlich relevant zu halten, ist selten.

Genau darin steckt aber auch die schwierige Seite der Argumentation. GTA ist für Take-Two eine enorme Stärke, zugleich macht die Marke jede Verzögerung viel sichtbarer. Wenn ein kleineres Spiel verschoben wird, bleibt das oft eine kurze Meldung. Bei GTA 6 wird daraus sofort eine Frage nach der Planung des ganzen Konzerns.

Für die Entwicklung selbst kann ein späterer Termin sinnvoll sein, wenn dadurch noch wichtige Arbeiten abgeschlossen werden müssen. Aus den Aussagen der Hauptversammlung geht allerdings nicht hervor, welche konkreten Gründe hinter den beiden Verschiebungen standen oder welche Bereiche zusätzliche Zeit brauchten. Zelnick verteidigte vor allem das Ergebnis, das Take-Two mit seiner langfristigen Strategie erreicht habe.

Der November bleibt der entscheidende Punkt

Bestätigt ist weiterhin: GTA 6 soll am 19. November 2026 für PS5 und Xbox Series X/S erscheinen. Eine PC-Fassung ist erst für einen späteren Zeitpunkt vorgesehen.

Für Fans ist damit weniger entscheidend, ob Take-Two seine Vergangenheit überzeugend verteidigt hat. Wichtiger ist, ob der jetzige Termin hält und ob die zusätzliche Entwicklungszeit am Ende in einem fertigen Spiel spürbar wird. Die Hauptversammlung hat keine neuen Details zu GTA 6 geliefert. Sie macht aber klar, dass Take-Two die Verschiebungen nicht als Ausnahme behandelt, für die sich das Unternehmen entschuldigen müsste, sondern als Teil des Umgangs mit seiner wichtigsten Marke.

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