Ein Mann und eine Frau auf einem Dirtbike fliehen vor einem Polizeiauto und einem Hubschrauber durch eine sonnige Stadt im Miami-Stil. Die Frau zielt dabei mit einer Pistole zurück.
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GTA 6: Warum Miamis Vice-City-Aktion Ärger macht

Von Alex 2 Min. Lesezeit

GTA 6 sollte Vice City offenbar direkt nach Miami bringen. Doch Sheriff, Politik und Justiz wollen öffentliche Orte nicht für die Kampagne hergeben.

Eine geplante Werbeaktion für GTA 6 könnte in Miami-Dade County deutlich kleiner ausfallen oder ganz scheitern. Berichten zufolge haben Rockstar Games und Take-Two mit dem Büro des Bürgermeisters über eine groß angelegte Vice-City-Kampagne gesprochen. Dagegen stellen sich inzwischen Sheriff, Bezirksrat und Justiz.

Der Streit dreht sich nicht einfach um Plakate für ein neues Spiel. Im Raum steht offenbar, öffentliche Orte wie die Hochbahn und den Miami International Airport zeitweise mit Vice-City-Motiven zu versehen. Genau da sehen die Kritiker eine Grenze.

Warum öffentliche Orte der Knackpunkt sind

Die Idee hinter der Aktion liegt auf der Hand: Vice City ist an Miami angelehnt. Wenn Ankommende am Flughafen mit einem Vice-City-Schild begrüßt würden oder Züge passende Motive tragen, wäre das eine riesige Aufmerksamkeit für GTA 6. Laut Berichten gehörten auch bemalte Fassaden, umgestaltete Werbeflächen und sogar neue Namen für bestimmte Orte zu den Überlegungen.

Für Fans wäre das natürlich eine ziemlich verrückte Art, die Spielwelt vor dem Release sichtbar zu machen. Aber die Aktion wäre nicht nur Werbung im normalen Stadtbild. Sie würde Infrastruktur und Gebäude einbeziehen, die zum County gehören. Dadurch wird aus einer Marketingidee schnell eine politische Frage.

Sheriff und Politiker lehnen den Plan ab

Die Sheriffin von Miami-Dade, Rosie Cordero-Stutz, kritisiert vor allem den Inhalt der Reihe. GTA dreht sich um Verbrechen, Gewalt, Autodiebstahl und Konflikte mit der Polizei. Eine Behörde solle deshalb keine Kampagne für das Spiel unterstützen, so ihre Position.

Auch Bezirksrat Juan Carlos Bermudez spricht sich gegen den Deal aus. Er fordert, die Gespräche offenzulegen und das Vorhaben zu stoppen. Besonders die mögliche Umbenennung des Flughafens in „Vice City Airport“ stößt bei ihm auf Widerstand.

Die leitende Richterin Ariana Fajardo hat außerdem verlangt, Gerichtsgebäude von einer möglichen Kampagne auszunehmen. Damit ist klar: Selbst wenn eine abgespeckte Aktion noch denkbar sein sollte, wären wichtige öffentliche Orte wohl besonders umstritten.

Für GTA 6 bleibt vieles offen

Rockstar und Take-Two haben sich zu den Berichten bisher nicht offiziell geäußert. Deshalb ist auch nicht klar, wie weit die Gespräche tatsächlich waren und ob überhaupt eine Vereinbarung zustande kommt. Die lokalen Berichte, auf die sich die Meldungen stützen, findest du bei NBC Miami.

Spannend ist daran vor allem, wie schnell die Grenze zwischen einer coolen Aktion für Fans und öffentlicher Werbung verschwimmt. GTA 6 braucht sicher keine umbenannte Stadt, damit Leute darüber reden. Falls Miami-Dade Teile des Plans ablehnt, könnte Rockstar die Kampagne immer noch deutlich kleiner halten.

GTA 6 soll am 19. November 2026 für PS5 und Xbox Series X/S erscheinen.

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