Kathleen Kennedy hält Star Wars im Fernsehen weiter für wichtig. Die frühere Leiterin von Lucasfilm sagt, Streaming ermögliche eine andere Art des Erzählens als Kinofilme. Nach ihrem Rücktritt Anfang des Jahres verspüre sie aber auch „ein bisschen Erleichterung“.
Das ist vor allem interessant, weil die Serien rund um Star Wars in den vergangenen Jahren sehr unterschiedlich ankamen. Während etwa The Mandalorian und Andor Erfolge waren, endete The Acolyte nach einer Staffel. Auch Obi-Wan Kenobi und Das Buch von Boba Fett konnten nicht alle Fans überzeugen.
Serien sollen nicht einfach verschwinden
Kennedy spricht sich trotzdem klar dagegen aus, Star Wars nur noch fürs Kino zu planen. Streaming sei kein Ersatz für Filme, sondern ein eigenes Format. Serien können Geschichten über längere Zeit entwickeln und Figuren mehr Raum geben.
Sie verweist dabei auch auf George Lucas: Serielles Erzählen habe ihn schon früh inspiriert. Für Star Wars passt das grundsätzlich, denn viele Geschichten funktionieren nicht nur als einzelnes großes Kinoereignis. Eine Staffel kann sich Zeit für eine Welt, ihre Konflikte und Nebenfiguren nehmen.
Wichtig ist aber, dass eine Serie dann auch wie eine Serie gedacht wird. Kennedy betont, dass sich der Arbeitsprozess deutlich von einem Kinofilm unterscheidet. Genau darin liegt wahrscheinlich eine der großen Aufgaben für kommende Projekte: Nicht einfach eine Filmidee in mehrere Folgen zu teilen, sondern eine Geschichte zu bauen, die über Wochen tragen kann.
Warum die Erwartungen so schwer zusammenpassen
Kennedy nennt die gespaltene Fanbase als große Herausforderung. Bei einer Reihe, die seit Jahrzehnten existiert, treffen sehr verschiedene Wünsche aufeinander. Manche Fans möchten bekannte Figuren und Stimmungen wiedersehen. Andere hoffen auf neue Orte, neue Hauptfiguren und Geschichten, die nicht immer an frühere Filme gebunden sind.
Beides gleichzeitig zu schaffen, ist schwierig. Kennedy sagt selbst, dass nicht jedes Projekt ein perfekter Hit werden könne. Sie sei trotzdem stolz auf die geleistete Arbeit und wolle aus Projekten lernen, bei denen etwas nicht funktioniert habe.
Ihre Aussage klingt nicht wie eine Ankündigung, dass künftig alles besser läuft. Sie erklärt eher, warum Star Wars im Serienbereich nie eine einfache Rechnung sein wird. Gerade bei langen Reihen reicht es nicht, nur Bekanntes zu wiederholen. Neue Ideen müssen aber auch so erzählt werden, dass sie für langjährige Fans nicht beliebig wirken.
Die nächsten Star-Wars-Termine
Die kommende Zeit zeigt, ob Disney dieses Gleichgewicht besser findet. Am 20. Januar 2027 soll die zweite Staffel von Star Wars: Ahsoka bei Disney+ starten. Danach folgt am 28. Mai 2027 mit Star Wars: Starfighter ein neuer Kinofilm von Regisseur Shawn Levy, in dem Ryan Gosling die Hauptrolle übernimmt.
Damit bleibt Star Wars auf beiden Wegen unterwegs: als Serie für längere Geschichten und als Kinoevent für große Einzelprojekte. Kennedys Rückblick macht deutlich, dass genau diese Mischung für die Reihe weiter wichtig bleiben soll, auch wenn nicht jedes Projekt dieselbe Resonanz bekommt.