Eine junge Frau in Schuluniform mit ernstem Blick, umgeben von roten Blumen, die aus ihrem Gesicht wachsen.
News

Konami: Neue Technik ersetzt keine guten Spielideen

Von Alex 2 Min. Lesezeit

Konami sieht Chancen in generativer Automatisierungstechnik. Der Präsident des Unternehmens glaubt aber nicht, dass sie kreative Entwicklerteams ersetzen kann.

Konami-Präsident Hideki Hayakawa rechnet nicht damit, dass generative Automatisierungstechnik den Spielemarkt komplett umkrempelt. Sie kann die Entwicklung zwar schneller machen, doch für gute und neue Spiele bleiben Entwicklerteams seiner Ansicht nach wichtiger als das Werkzeug selbst.

Das steht im Geschäftsbericht von Konami für das im März 2026 beendete Geschäftsjahr. Hayakawas Aussage ist interessant, weil sie nicht so tut, als wäre die Technik unwichtig. Konami sieht durchaus Chancen, sie geht aber nicht davon aus, dass damit plötzlich jeder Aspekt der Spieleentwicklung neu beginnt.

Der einfachere Einstieg ist nicht neu

Hayakawa verweist darauf, dass Spiele zu entwickeln schon vor den aktuellen Fortschritten deutlich leichter geworden ist. Moderne Entwicklungswerkzeuge und Inhalte, die Spieler selbst erstellen, haben die Hürden längst gesenkt. Mehr Menschen können dadurch eigene Projekte umsetzen als früher.

Generative Automatisierungstechnik könnte diesen Weg weiter beschleunigen. Für Hayakawa wäre das aber eher eine Fortsetzung als ein völlig neuer Umbruch. Das ist ein wichtiger Unterschied: Schnellere Produktion bedeutet nicht automatisch, dass dadurch auch mehr originelle Spiele entstehen.

Ideen entstehen nicht allein durch Werkzeuge

Für Konamis Präsident liegt der entscheidende Teil weiter bei den Menschen im Team. Unterschiedliche Erfahrungen und Ideen treffen bei der Entwicklung aufeinander. Daraus können Spielkonzepte entstehen, die vorher niemand genau geplant hatte.

Genau das lässt sich laut Hayakawa nicht einfach ersetzen. Wenn ein Werkzeug Texte, Bilder oder andere Arbeitsschritte schneller vorbereitet, kann das Zeit sparen. Es entscheidet aber nicht selbst, welche Idee im Spiel funktioniert, welche Mechanik Spaß macht oder was am Ende wirklich neu wirkt.

Für Spieler ist das vor allem deshalb relevant, weil die Diskussion oft nur um Tempo geht. Neue Technik kann Projekte verändern, aber ein gutes Spiel braucht weiterhin Leute, die Entscheidungen treffen, Dinge ausprobieren und ihre Ideen zusammenbringen.

Konami will neue Technik trotzdem nutzen

Konami will seine Entwickler nach Hayakawas Angaben dabei unterstützen, neue Technologien kennenzulernen und mögliche Risiken besser zu verstehen. Die Technik soll also nicht ignoriert werden. Sie soll so eingesetzt werden, dass sie neue Spielerlebnisse möglich macht.

Ob sie irgendwann doch einen größeren Wandel auslöst, lässt Hayakawa offen. Seine aktuelle Einschätzung bleibt aber klar: Werkzeuge können Arbeit vereinfachen. Die kreative Zusammenarbeit in einem Team bleibt für ihn der Teil, der ein Spiel wirklich besonders machen kann.

Weiter im Gespräch

Drei Stimmen. Ein gemeinsamer Spielstand.

REDEN WIR
ÜBER GAMES.

News mit Kontext, Tests mit Haltung und Geschichten aus ganz unterschiedlichen Spielwelten.

Alle Artikel