Ein gepanzerter Marathon-Runner mit leuchtender Waffe in einer lila-pinken Science-Fiction-Umgebung, weitere Runner stehen im Hintergrund.
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Marathon: Warum Bungie jetzt eine klare Richtung braucht

Von Alex 2 Min. Lesezeit

Marathon bekommt nach dem schwachen Start eine neue Richtung. Ein früherer Director sagt jetzt, dass es schon in der Entwicklung viele Streitpunkte gab.

Marathon soll nach seinem schwachen Start neu ausgerichtet werden. Jetzt wird deutlicher, warum das Spiel wohl schon vor dem Release Probleme hatte: Der frühere Director Joe Ziegler beschreibt ein Team, das sich lange nicht auf ein gemeinsames Ziel für den Extraction-Shooter einigen konnte.

Für Fans ist das keine kleine Randnotiz. Wenn bei einem Spiel während der Entwicklung unklar ist, was es genau sein will, merkt man das oft später bei Dingen wie Fortschritt, Spielablauf und den Gründen, immer wieder zurückzukommen. Genau an solchen Punkten will Bungie nun offenbar nachbessern.

Erst das gemeinsame Ziel finden

Ziegler kam zunächst als Berater zu Bungie und übernahm später die Rolle des Game Directors für Marathon. In einem Interview erklärte er, es habe im Projekt zwar feste Vorstellungen gegeben, gleichzeitig aber viele unterschiedliche Ansichten darüber, welchen Weg das Spiel nehmen sollte.

Seine erste wichtige Aufgabe sei deshalb gewesen, diese Ideen zusammenzubringen. Das Team musste sich erst darauf einigen, welches Ziel es erreichen will und wie der Weg dorthin aussehen soll. Danach konnte die Arbeit gezielter weitergehen.

Das klingt besonders wichtig, weil Marathon kein fertiges Einzelspieler-Abenteuer ist, das nach dem Abspann abgeschlossen ist. Als Extraction-Shooter muss das Spiel seine Spieler länger beschäftigen. Wenn sich Systeme oder der grundsätzliche Fokus nicht richtig ergänzen, reicht es nicht, nur einzelne Fehler zu reparieren.

Das Dezember-Update wird zum wichtigen Test

Bungie hatte bereits eingeräumt, mit Marathon zum Start weniger Spieler erreicht zu haben als erhofft. Das Studio plant deshalb größere Änderungen für die kommenden Monate. Genannt wurden Anpassungen an der Progression sowie das Symbiosis-Update im Dezember.

Mit diesem Update soll auch ein reiner PvE-Modus ins Spiel kommen. Das ist vor allem für Spieler interessant, die die Kämpfe gegen computergesteuerte Gegner ausprobieren möchten, ohne sich direkt mit anderen Teams messen zu müssen.

Ziegler verließ Bungie im Juli, blickt aber laut seinen Aussagen nicht nur negativ auf das Studio zurück. Er beschreibt ein Team, das sich hinterfragt und bei Bedarf Hilfe von außen annimmt. Ob das für Marathon reicht, wird sich an den kommenden Änderungen zeigen. Entscheidend ist jetzt, ob Progression und PvE-Modus nicht wie einzelne Extras wirken, sondern endlich zu einer klareren Richtung für das ganze Spiel passen.

Marathon ist seit dem 5. März 2026 für PS5, Xbox Series X/S und PC erhältlich.

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