Marvel’s Wolverine soll auf der normalen PS5 standardmäßig mit 60 Bildern pro Sekunde und aktiviertem Raytracing laufen. Das hat Insomniac Games vor dem Release am 15. September 2026 bestätigt. Für ein Actionspiel, dessen Kämpfe offenbar viel Bewegung, Trümmer und zerstörbare Objekte auf den Bildschirm bringen, ist das eine wichtige Ansage.
Entscheidend ist dabei nicht nur, dass es einen schnellen Modus geben wird. Insomniac erklärt, Marvel’s Wolverine sei von Anfang an auf diese Kombination ausgelegt worden. Besitzer der Basis-PS5 sollen also nicht das Gefühl bekommen, für flüssige Kämpfe auf aufwendigere Licht- und Reflexionseffekte verzichten zu müssen.
60 FPS sind hier der Ausgangspunkt
Bei vielen großen Konsolenspielen steht zum Start oft eine Wahl: höhere Grafikdetails und Raytracing oder eine Bildrate von 60 Bildern pro Sekunde. Insomniac hatte zwar auch in früheren Spielen verschiedene Grafik- und Performance-Modi, der schnelle Modus mit Raytracing entstand nach Angaben des Studios aber häufig erst später in der Entwicklung.
Bei Marvel’s Wolverine war der Plan anders. Senior Project Director Jess Reiner-Reed sagt, das Team habe schon früh festgelegt, den Performance-Modus auf der Basis-PS5 mit 60 Bildern pro Sekunde umzusetzen. Mike Fitzgerald, Head of Technology bei Insomniac, beschreibt ihn sogar als den Standardmodus des Spiels.
Das ist für die Erwartung an die PS5-Version wichtiger als ein bloßer Menüpunkt. Wenn ein Spiel rund um diese Leistung geplant wird, betrifft das nicht nur die Bildrate selbst. Auch die Abläufe in Kämpfen, die Darstellung der Umgebung und die vielen Effekte müssen zusammenpassen. Gerade bei Wolverine, der seine Gegner und seine Umgebung offenbar nicht besonders schonend behandelt, dürfte eine stabile, schnelle Darstellung deutlich mehr sein als reine Technik-Dekoration.
Kämpfe sollen sichtbare Spuren hinterlassen
Insomniac legt bei Marvel’s Wolverine viel Wert auf zerstörbare Umgebungen. Der Gedanke dahinter ist einfach: Nach einem größeren Kampf soll der Ort nicht aussehen, als wäre gar nichts passiert.
Nach Angaben des Studios reagieren die meisten Requisiten im Spiel physikalisch und lassen sich zerstören. Marktstände, Tische und andere Objekte sollen während der Kämpfe zerbrechen oder durch die Gegend fliegen. Das passt zu Logans kämpferischem Stil, stellt aber auch höhere Anforderungen an die Technik. Es reicht nicht, Figuren und Effekte darzustellen. Zusätzlich müssen viele Gegenstände, ihre Bewegung und die sichtbaren Folgen eines Gefechts verarbeitet werden.
Für Spieler ist das vor allem dann spannend, wenn die Zerstörung nicht nur in einzelnen vorbereiteten Szenen auftaucht. Die Aussagen von Insomniac deuten darauf hin, dass Kämpfe ihre Umgebung tatsächlich verändern sollen. Wie weit das in unterschiedlichen Arealen geht und ob es dabei Grenzen gibt, wurde bislang allerdings nicht genauer erklärt.
Kanada und Madripoor brauchen andere Technik
Marvel’s Wolverine führt laut Insomniac nicht ausschließlich durch eine dicht bebaute Großstadt. Zu den Schauplätzen gehören die Wildnis Kanadas und die Straßen von Madripoor, einer südostasiatischen Insel. Damit entfernt sich das Studio technisch von dem urbanen Schwerpunkt seiner Spider-Man-Spiele.
Statt vor allem Häuserfassaden und Straßenräume darzustellen, musste das Team stärker in Vegetation und Dschungel investieren. Pflanzen sollen auf Wind, Figuren und ihre Umgebung reagieren. Diese Details können Szenen lebendiger wirken lassen, sie sind aber auch Teil der Performance-Frage: Viele bewegliche Elemente treffen auf Raytracing, schnelle Kämpfe und zerstörbare Gegenstände.
Genau deshalb ist die Ankündigung für die normale PS5 interessant. Insomniac verspricht nicht einfach eine hohe Bildrate in einem abgespeckten Modus, sondern will die technische Richtung des ganzen Spiels darauf aufgebaut haben. Ob die Umsetzung im fertigen Spiel dauerhaft so stabil wirkt wie angekündigt, zeigt sich erst zum Release.
Zur PS5 Pro hat Insomniac noch keine konkreten Angaben gemacht. Für den Moment steht daher die Basis-Konsole im Mittelpunkt, und dort soll Marvel’s Wolverine mit 60 Bildern pro Sekunde samt Raytracing laufen.