Kurz vor dem geplanten PS5-Start von Marvel’s Wolverine ist ein möglicher Leak aufgetaucht. Ein Nutzer behauptet, eine Version des Spiels auf einer manipulierten PS5 installiert zu haben, und veröffentlichte dazu einen kurzen Clip. Bestätigt ist dieser Fund weder durch Insomniac Games noch durch Sony.
Für Fans, die Handlung und unveröffentlichtes Gameplay möglichst unvoreingenommen erleben möchten, ist im Moment vor allem ein Detail wichtig: Die angeblich geleakte Fassung soll sich derzeit nicht starten lassen. Eine größere Welle an Szenen aus dem fertigen Spiel ist deshalb aktuell offenbar weniger wahrscheinlich, als es die bloße Meldung über eine Datei zunächst vermuten lässt.
Der entscheidende Punkt ist der fehlende Spielzugriff
Nach Angaben des Nutzers benötigt die angebliche Version die PS5-Firmware 13.60. Auf der verwendeten manipulierten Konsole soll diese Voraussetzung verhindern, dass das Spiel überhaupt startet. Statt einer Startoption werde lediglich die Produktseite angeboten.
Das ist keine Garantie dafür, dass keine Inhalte auftauchen werden. Die Herkunft der Datei ist offen, ebenso lässt sich von außen nicht sicher prüfen, was genau installiert wurde und ob der gezeigte Zustand dauerhaft gilt. Dennoch macht dieser technische Umstand einen Unterschied: Eine Datei auf einer Konsole ist für Spoiler erst dann wirklich problematisch, wenn daraus spielbare Abschnitte, Zwischensequenzen oder frei aufnehmbare Spielszenen werden.
Bislang gibt es keine offizielle Stellungnahme von Insomniac Games zu dem angeblichen Leak. Gerade deshalb wäre es falsch, aus einem einzelnen Clip bereits auf einen weit verbreiteten Zugriff auf das komplette Spiel zu schließen.
Wer Spoiler meiden will, sollte jetzt aufmerksam bleiben
Die Lage kann sich vor einem großen Release schnell ändern. Selbst wenn diese Version aktuell nicht funktioniert, können einzelne Bilder, Menüansichten oder Angaben zu Inhalten ihren Weg in soziale Netzwerke und Videoplattformen finden. Auch die bereits veröffentlichte Trophäenliste kann Hinweise liefern, die manche Spieler lieber erst beim Spielen entdecken möchten.
Wer möglichst wenig vorab wissen möchte, fährt in den kommenden Tagen am besten mit einfachen Regeln: Suchbegriffe zum Spiel nicht unnötig öffnen, Vorschaubilder bei Clips kritisch prüfen und Diskussionen über Trophäen oder Story-Details eher meiden. Das ist keine Reaktion auf bestätigte große Leaks, sondern eine sinnvolle Vorsicht in einer Phase, in der sich Gerüchte besonders schnell verbreiten.
Interessant ist dabei, dass die offizielle Kommunikation bereits genug über die Richtung des Spiels verrät, ohne zentrale Momente vorwegzunehmen. Wolverine soll mit anderen Mutanten zusammenarbeiten und unter anderem Kanada, Japan sowie Madripoor bereisen. Im Kampf stehen seine Klauen, seine Heilkräfte und seine übermenschliche Stärke im Mittelpunkt. Die veröffentlichten Informationen zeichnen damit ein deutliches Bild eines harten Actionspiels, lassen aber offen, welche Geschichte Logan konkret erwartet.
Der Release bleibt der verlässliche Termin
Marvel’s Wolverine erscheint am 15. September 2026 exklusiv für PS5. Die Standard Edition ist im PlayStation Store für 79,99 Euro gelistet, die Digital Deluxe Edition mit zusätzlichen Anzügen für 89,99 Euro.
Für Insomniac Games ist die Situation besonders unangenehm, weil das Studio bereits Ende 2023 von einem umfangreichen Cyberangriff betroffen war. Die aktuelle Behauptung sollte dennoch nicht mit diesem früheren Vorfall gleichgesetzt werden. Im Moment gibt es weder eine Bestätigung des Studios noch belastbare Hinweise darauf, dass das Spiel vor dem Start in großem Umfang spielbar im Umlauf ist.
Für Spieler bleibt daher vor allem ein nüchterner Schluss: Wer Spoiler vermeiden möchte, sollte bis zum Release etwas genauer hinschauen, muss aber derzeit nicht davon ausgehen, dass die Handlung von Marvel’s Wolverine bereits flächendeckend im Netz landet.