Wolverine mit ausgefahrenen Krallen und zerrissenem gelben Anzug in einer dunklen Anlage.
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Marvel’s Wolverine: Insomniac setzt auf Logans eigene Kampfart

Von Ramona 3 Min. Lesezeit

Insomniac erklärt, warum Wolverine ganz anders funktionieren soll als Spider-Man. Klauen, sichtbarer Schaden und Konflikte mit Sabretooth prägen Logans Stil.

Kurz vor dem PS5-Start von Marvel’s Wolverine erklärt Insomniac Games, warum Logan nicht einfach mit den Mitteln der Spider-Man-Spiele erzählt werden konnte. Im Mittelpunkt steht ein Held, der nicht durch eine Stadt schwingt, sondern direkt in Konflikte geht, Schaden einsteckt und seine Gegner mit ausgefahrenen Klauen unter Druck setzt.

Das Studio beschreibt Wolverine deshalb als deutlich bodenständiger und brutaler als Peter Parker oder Miles Morales. Diese Richtung betrifft nicht nur die Kämpfe, sondern auch Animationen, Kostüm und die Auswahl der Figuren um Logan herum.

Der Kampf soll Logan von Spider-Man unterscheiden

Für Insomniac war Wolverine laut Creative Director Marcus Smith kein nächster Schritt auf einem bekannten Weg, sondern ein Neustart. Logan ist keine Figur, die fest an einen einzelnen Ort gebunden ist. Seine Geschichte soll näher am Geschehen bleiben und stärker zeigen, wie gefährlich seine körperliche Seite sein kann.

Senior Art Director Grant Hollis nennt die Klauen als entscheidenden Ausgangspunkt. Das Team wollte Logan als zähen, chaotischen Kämpfer darstellen, der nicht so elegant wirkt wie andere Marvel-Helden. Blut, Zerstörung und sichtbare Schäden spielen dabei eine Rolle, sowohl bei Gegnern als auch bei Logan selbst.

Auch die Animationen folgen diesem Gedanken. Senior Animation Director Brian Wyser beschreibt Wolverine als ausgebildeten Kämpfer und zugleich als Schläger, der mehrere Gegner ausschalten kann. Seine tierische Seite soll sich außerdem in der Fortbewegung zeigen: Die Entwickler übertrugen eine vierbeinige Gangart auf seine Bewegungen in der Spielwelt.

Das ist für Fans vor allem deshalb wichtig, weil Insomniac den neuen Helden offenbar nicht nur mit einem anderen Moveset ausstattet. Der Kampfstil soll bestimmen, wie sich Logan bewegt und wie hart Begegnungen wirken.

Der gelbe Anzug bekommt eine praktische Note

Beim Kostüm entschied sich das Team früh für Gelb. Als Vorbilder dienten sowohl die braun-gelbe Comic-Variante der 1980er als auch die Kombination aus Gelb, Blau und etwas Rot.

Insomniacs Version soll aber nicht wie reine Comic-Kleidung aussehen. Der Anzug wurde so gedacht, dass er an Militärausrüstung oder Schutzkleidung für Motorradfahrer erinnert und grundsätzlich nachbaubar wirken könnte. Damit passt er zu der raueren Richtung, die das Studio für Logan beschreibt.

Konflikte statt eines harmonischen Teams

Auch bei Logans Umfeld setzt das Spiel auf Reibung. Smith erklärt, dass der eher introvertierte Held bewusst mit Figuren zusammengebracht wurde, die Konflikte auslösen. Sabretooth, Mystique und Jean Grey verfolgen ähnliche Ziele, sollen aber sehr verschieden handeln.

Besonders Sabretooth scheint wichtig zu werden. Narrative Director Walt Williams spricht von einer wechselhaften Verbindung: Die beiden teilen eine animalische Seite und eine Vergangenheit bei Team X, können einander aber ebenso unterstützen wie bekämpfen. Sabretooth fühlt sich laut Williams von Logan im Stich gelassen.

Als weitere Gegner nennt Game Director Mike Daly die Reaver, tödliche Cyborg-Söldner, und die Hand. Beide Gruppen sollen Gegner liefern, die glaubhaft mit Wolverine mithalten können und in die Missionen passen.

Wie diese Ideen im fertigen Spiel zusammenkommen, zeigt sich erst zum Start. Die Aussagen machen aber klar: Insomniac will Wolverine nicht als Spider-Man mit Klauen behandeln, sondern als Figur, deren Gewalt, Bewegungen und schwierige Beziehungen den Ton vorgeben. Weitere Aussagen des Teams stehen im offiziellen Entwicklerinterview.

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