Ein maskierter Charakter mit leuchtend roten Augen und dunklem, strukturiertem Anzug blickt aus der Dunkelheit.
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Marvel’s Wolverine: Was das Ende für Logans Zukunft öffnet

Von Ramona 3 Min. Lesezeit

Das Ende von Marvel’s Wolverine macht Mutanten weltweit sichtbar. Für Logan beginnt danach ausgerechnet die Suche nach seiner eigenen Vergangenheit.

Achtung: Dieser Artikel enthält massive Spoiler zum Ende von Marvel’s Wolverine.

Marvel’s Wolverine endet nicht einfach mit einem abgeschlossenen Kampf, sondern verändert seine Welt grundlegend: Nach der Auseinandersetzung mit Essex und den Sentinels ist die Existenz von Mutanten öffentlich bekannt. Damit steht für Logan und die anderen Mutanten plötzlich nicht mehr nur die eigene Vergangenheit im Mittelpunkt. Auch die Reaktion der Welt wird zum Problem.

Ein zweiter Teil wurde nicht angekündigt. Das Ende und die Szenen nach dem Abspann legen aber mehrere Konflikte an, die weit über Logans persönlichen Weg hinausgehen.

Eine Welt, die Mutanten nun kennt

Der Abspann zeigt einen US-Senat, der über eine Registrierung von Mutanten berät. Zugleich protestieren Menschen gegen sie. Die gezeigten Parolen machen klar, wie schnell aus der neuen Öffentlichkeit Angst und Ausgrenzung werden können. Andere befürworten sogar die Methoden von Essex.

Auch außerhalb der USA zeichnet sich eine gefährliche Entwicklung ab. Genosha beschließt verpflichtende Gentests. Das ist besonders düster, weil das Land in Marvel-Geschichten eng mit der systematischen Unterdrückung von Mutanten verbunden ist.

Für eine mögliche Fortsetzung wäre das eine starke Ausgangslage. Logan müsste nicht nur gegen einzelne Gegner kämpfen, sondern sich in einer Welt bewegen, die Mutanten plötzlich kontrollieren oder loswerden will. Das verändert auch die Rolle von Jean Grey: Sie will nach dem Finale ihre Freunde schützen und Mutanten helfen, deren Kräfte wieder erwacht sind.

Apocalypse ist noch nicht fertig

Die erste Szene nach dem Abspann führt zu Apocalypse, der im Spiel lange als geheimnisvolle Stimme zu hören ist. Im Finale wird enthüllt, dass Logan früher als Shinigami unter seiner Kontrolle stand und die Rolle des Reiters des Todes innehatte.

Jean kann diese Verbindung mit der Phoenix Force zwar lösen, doch Apocalypse verschwindet nicht aus der Geschichte. Stattdessen wendet er sich Sabretooth zu, der Logans Duell überlebt hat. Apocalypse nennt ihn „Krieg“.

Das wirkt wie mehr als ein kurzer Hinweis auf einen bekannten Gegner. Apocalypse wird in Marvel-Geschichten oft mit vier Reitern verbunden. Wenn Sabretooth nun als Krieg gesetzt ist und Logan zuvor Tod war, könnte ein nächstes Spiel zeigen, wie Apocalypse weitere Anhänger sammelt. Bestätigt ist das nicht. Die Szene gibt aber einen klaren Grund, warum sein Einfluss nach dem Ende weiter wichtig bleiben könnte.

Logan beginnt wieder bei null

Der persönlichste offene Punkt betrifft Logan selbst. Jean befreit ihn von Apocalypse, doch die Rettung kostet ihn seine Erinnerungen an die gemeinsame Zeit mit ihr und den anderen Mutanten. Logan zieht deshalb allein los, um herauszufinden, wer er ohne diese Vergangenheit ist.

Eine zweite Szene nach dem Abspann vertieft diesen Verlust. Sie wird freigeschaltet, wenn in den Albtraumherausforderungen mindestens Bronze erreicht wurde. Jean erinnert Logan daran, dass sie sich in früheren Leben immer wieder nahegekommen sind und einander verloren haben. Sie hält an diesen Erinnerungen fest, obwohl Logan sie nicht mehr teilen kann.

Gerade darin steckt der interessanteste Ansatz für eine Fortsetzung: Apocalypse und die öffentliche Jagd auf Mutanten wären die große Bedrohung. Logans fehlende Bindung zu Jean und seinen früheren Verbündeten würde den Konflikt aber viel unmittelbarer machen. Marvel’s Wolverine lässt seinen Helden nicht mit einer sicheren neuen Zukunft zurück, sondern mit einer Welt, in der er seine eigene Geschichte erst wiederfinden muss.

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