Marvel’s Wolverine erscheint am 15. September 2026 exklusiv für PS5. Kurz vor dem Start rückt vor allem eine Frage in den Vordergrund: Wie groß ist der technische Unterschied zwischen PS5 und PS5 Pro, und welcher Bildmodus passt zur eigenen Ausstattung?
Die Analyse von Digital Foundry sieht Insomniacs Actionspiel technisch sehr stark aufgestellt. Das gilt nicht nur für die schärfere Ausgabe auf PS5 Pro. Auch die Standard-PS5 soll mit stabilen Bildraten und mehreren sinnvollen Optionen mithalten.
Die Standard-PS5 bietet klare Entscheidungen
Auf der normalen PS5 läuft der Performance-Modus laut Analyse mit einer internen Auflösung von ungefähr 1296p und 60 Bildern pro Sekunde. Das ist für ein schnelles Spiel mit Nahkämpfen wahrscheinlich die naheliegende Wahl: Die Bewegungen bleiben flüssig, ohne dass man dafür auf die aufwendigen Spiegelungen verzichten muss.
Der Grafik-Modus erhöht die interne Auflösung auf rund 1800p, arbeitet dann aber mit 30 Bildern pro Sekunde. Feine Details können hier etwas weicher wirken und leichtes Kantenflimmern zeigen. Trotzdem wird die Darstellung als sauber beschrieben.
Interessant wird es für Spieler mit einem passenden Bildschirm. Beide Konsolen unterstützen 120-Hz- und VRR-Displays. Damit ist ein 40-FPS-Modus möglich, der zwischen den beiden üblichen Varianten liegt. Mit VRR lässt sich die Bildrate außerdem freischalten. Wer den Fernseher oder Monitor nicht nur für eine Konsole nutzt, sollte deshalb vor dem Start prüfen, welche Funktionen tatsächlich verfügbar sind.
PS5 Pro setzt vor allem bei Bildschärfe an
Die PS5 Pro liefert im Performance-Modus ein schärferes 4K-Bild bei 60 Bildern pro Sekunde. Möglich wird das durch PSSR-Upscaling. Der Unterschied betrifft also nicht einfach nur eine höhere Bildrate, denn diese erreicht auch die Standard-PS5. Die Pro-Konsole soll vor allem die klarere Darstellung mit dem flüssigeren Modus verbinden.
Im Grafik-Modus kommt eine weitere Option hinzu: erweitertes Raytracing. Sie ergänzt Raytraced Ambient Occlusion und höher aufgelöste Reflexionen, ohne die 30 Bilder pro Sekunde laut Analyse spürbar zu drücken.
Das ist ein sinnvoller Unterschied für alle, die sich gern Zeit für Details in der Spielwelt nehmen. Für den eigentlichen Spielfluss bleibt der Performance-Modus aber auch auf der PS5 Pro die Empfehlung der Technikexperten. Ein 120-Hz-Display mit 40 FPS dürfte den ausgewogensten Mittelweg bieten.
Reflexionen, Zerstörung und eine bewusste Licht-Lösung
In beiden Grafik-Modi sollen echte, hardwarebeschleunigte Raytracing-Reflexionen zum Einsatz kommen. Nasser Asphalt, Glas und Metall reagieren dadurch besonders genau auf ihre Umgebung. Auch Blut soll auf Oberflächen haften, sich im Wasser verteilen und im Fotomodus detailliert bleiben. Bei Angriffen zerfallen Umgebungsobjekte zudem in einzelne Teile.
Bei der indirekten Beleuchtung geht Insomniac dagegen einen weniger rechenintensiven Weg. Statt Lichtstrahlen in Echtzeit zu berechnen, verwendet das Spiel ein Probe-System. Das verhindert Verzögerungen und Bildrauschen, kann aber ungenauere Schatten und flacher ausgeleuchtete Innenräume verursachen.
Die Technik kann damit offenbar einen Teil der Kritik an der linearen Struktur und der begrenzten Abwechslung nicht einfach ausräumen. Sie zeigt aber, dass Marvel’s Wolverine auf PS5 klare Optionen bietet, statt die bessere Darstellung nur an die Pro-Konsole zu binden. Welche Einstellung am besten passt, hängt am Ende stärker vom eigenen Display und der Vorliebe für flüssige Bewegung oder maximale Schärfe ab als von einer einzigen Pflichtwahl.