Spieler blickt mit einer Waffe in der Hand eine dunkle, zerstörte U-Bahn-Treppe hinauf, durch deren Decke Licht fällt.
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Metro 2039: Karma bleibt, aber die Regeln ändern sich

Von Ramona 3 Min. Lesezeit

Metro 2039 behält Karma, aber nicht einfach die alten Regeln. Entscheidungen sollen weiter zählen, während die neue Metro-Welt deutlich weniger Raum für moralische Grauzonen lässt.

Metro 2039 behält das Karma-System der Reihe bei, verändert aber offenbar seine Rolle: Entscheidungen sollen weiterhin Folgen haben, doch die Geschichte setzt diesmal nicht auf moralische Grauzonen. Das hat Executive Producer Jon Bloch von 4A Games im Zusammenhang mit der Gamescom-Präsentation bestätigt.

Für Fans ist das mehr als eine kleine Rückkehr eines bekannten Systems. In früheren Metro-Spielen konnten aktive und passive Handlungen beeinflussen, welches Ende man erreicht. Für den neuen Teil verspricht das Studio erneut Konsequenzen, sagt aber gleichzeitig klar: Die Regeln müssen zur deutlich düstereren Ausgangslage passen.

Entscheidungen bleiben wichtig, aber die Welt ist anders

Laut Bloch ging es in den bisherigen Spielen der Serie oft darum, einen Krieg vielleicht noch zu verhindern. Damit standen Spieler häufig vor Situationen, die nicht einfach nur gut oder böse wirkten. In Metro 2039 ist der Krieg dagegen bereits Teil der Lage, in der die Handlung beginnt.

Die Metro-Welt wird vom Novoreich beherrscht, einem faschistischen Regime unter Hunter. Propaganda und Angst kontrollieren die Menschen in den Tunneln, während ein neuer Konflikt um die Oberfläche vorbereitet wird. In so einer Umgebung kann ein Karma-System etwas anderes bedeuten als in einer Geschichte, in der noch Hoffnung auf eine friedliche Lösung besteht.

4A Games möchte deshalb offenbar nicht die alte Formel unverändert wiederholen. Bloch erklärt, dass die Grundidee erhalten bleibt: Handlungen haben Konsequenzen. Wie das System genau auf die Geschichte reagiert, werde aber für jedes Spiel neu angepasst.

Das klingt erst einmal logisch. Ein Punktesystem, das nur dieselben Regeln wie früher abarbeitet, würde zu einer neuen Hauptfigur und einer völlig anderen Lage vielleicht nicht passen. Spannend wird sein, ob Spieler die Folgen ihrer Entscheidungen direkt verstehen können oder ob Metro 2039 sie absichtlich länger im Unklaren lässt.

Die genaue Funktionsweise ist noch offen

Bestätigt ist bisher nicht, welche Aktionen Karma bringen oder kosten. Ebenso offen bleibt, wie stark die Entscheidungen das Ende und den Verlauf der Erfahrung verändern. Bloch hat keine konkreten Beispiele genannt.

Erste Eindrücke von der Gamescom deuten aber darauf hin, dass Karma-Punkte wohl nicht mehr über eine farbige Anzeige im Bild signalisiert werden, wie es bei den ersten beiden Teilen der Reihe der Fall war. Das wäre eine wichtige Änderung für alle, die ihre Entscheidungen nicht nach einem sichtbaren Hinweis ausrichten wollen.

Wenn das stimmt, müsste man stärker auf die Welt, Gespräche und die eigenen Handlungen achten, statt auf ein klares Signal zu warten. Das kann gut zur bedrückenden Stimmung passen, birgt aber auch ein Risiko: Ohne verständliche Rückmeldung könnten Folgen beliebig wirken. Ob 4A Games dafür andere Hinweise einbaut, ist noch nicht bekannt.

Was bisher zu Metro 2039 bekannt ist

Der Shooter entsteht für PC, PlayStation 5 sowie Xbox Series X und S. Einen festen Termin gibt es noch nicht. Das Studio nennt bislang nur einen geplanten Release im Winter.

Die Handlung spielt 25 Jahre nach einem Atomkrieg in den Metro-Tunneln unter Moskau. Im Mittelpunkt steht ein neuer Protagonist. Daneben gibt es den mysteriösen Fremden, der außerhalb der Stadt zurückgezogen lebt, von Albträumen verfolgt wird und wegen Ereignissen aus seiner Vergangenheit in die zerstörten Ruinen Moskaus zurückkehren muss.

Der neue Gameplay-Trailer und die Collector’s Edition zeigen, dass die Ankündigung rund um Metro 2039 größer wird. Beim Karma-System liefert 4A Games aber bewusst noch keine vollständige Erklärung. Klar ist nur: Es verschwindet nicht. Die eigentliche Frage ist, wie deutlich das Spiel Spieler mit den Konsequenzen ihrer Entscheidungen konfrontiert.

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