Für Metro 2033 und Metro: Last Light sind möglicherweise eigene Fassungen für PS5 und Xbox Series X/S unterwegs. Den konkreten Hinweis liefert das nordamerikanische Rating-Board ESRB: Dort werden beide Spiele inzwischen für die aktuellen Konsolen von Sony und Microsoft geführt. Eine offizielle Ankündigung von 4A Games oder Deep Silver gibt es bislang jedoch nicht.
Damit deutet sich kurz vor dem nächsten großen Kapitel der Reihe eine Rückkehr zu Artjoms früheren Reisen an. Metro 2039 soll am 4. Februar 2027 für PS5, Xbox Series X/S und PC erscheinen. Neue Ausgaben der ersten beiden Spiele könnten Fans vorher noch einmal durch die Moskauer Metro führen. Sicher ist dieser Plan allein durch die Alterseinstufungen aber noch nicht.
Die Einträge lassen wichtige Fragen offen
Bei den möglichen Neuveröffentlichungen dürfte es sich um Umsetzungen der Redux-Versionen handeln. Diese überarbeiteten Fassungen von Metro 2033 und Metro: Last Light kamen bereits 2014 heraus und brachten grafische sowie weitere technische Verbesserungen mit. Auf PS5 und Xbox Series X/S lassen sie sich zudem schon über die Abwärtskompatibilität spielen.
Genau deshalb wäre eine bloße erneute Veröffentlichung nur begrenzt spannend. Entscheidend ist, was native Fassungen anders oder besser machen würden. Dazu nennen die ESRB-Einträge keine Einzelheiten. Angaben zu Grafikmodi, Auflösung, Bildrate oder anderen Anpassungen fehlen ebenso wie Informationen zu einem möglichen Upgrade für Besitzer der älteren Konsolenversionen.
Erwartungen an solche Verbesserungen wären naheliegend, bestätigt sind sie aber nicht. Auch Preise, Veröffentlichungstermine und mögliche Pakete mit beiden Spielen sind derzeit unbekannt. Die Einstufungen zeigen somit vor allem, dass entsprechende Konsolenversionen geprüft wurden. Was Spieler am Ende tatsächlich erhalten, müssen 4A Games und Deep Silver erst selbst erklären.
Warum der Zeitpunkt zur Reihe passt
Eine Rückkehr der beiden Shooter würde in eine Phase fallen, in der Metro ohnehin wieder stärker in den Mittelpunkt rückt. Nach der Enthüllung von Metro 2039 kündigte 4A Games während der Gamescom-Woche eine exklusive Collector’s Edition an. Im darauffolgenden Monat folgte der endgültige Veröffentlichungstermin für das neue Spiel.
Die älteren Titel könnten neuen Spielern vermitteln, wie Artjoms Geschichte begann. Metro 2033 basiert auf dem gleichnamigen Roman von Dmitri Gluchowski. Nach einem Atomkrieg kämpft der junge Artjom in den Stationen der Moskauer Metro ums Überleben. Metro: Last Light setzt seine Geschichte direkt fort und zeigt erneut eine Untergrundwelt, in der mehrere Fraktionen um die Vorherrschaft ringen.
Beide Spiele verbinden geradlinig erzählte Abschnitte mit Shooter-Kämpfen, Survival-Elementen und einer bedrückenden Endzeitstimmung. Dadurch wären sie mehr als ein kurzer Rückblick auf die Marke: Sie bilden gemeinsam einen wichtigen Teil von Artjoms bisheriger Reise.
Noch ist kein Comeback bestätigt
Rating-Einträge können einer offiziellen Vorstellung vorausgehen, ersetzen sie aber nicht. Im Moment ist deshalb nur belegt, dass Metro 2033 und Metro: Last Light beim ESRB für PS5 und Xbox Series X/S auftauchen. Ob beide einzeln erscheinen, gemeinsam angeboten werden oder besondere technische Neuerungen bekommen, geht daraus nicht hervor.
Für Fans liegt die wichtigste Frage damit nicht darin, ob die Klassiker grundsätzlich auf den aktuellen Konsolen laufen. Das tun die Redux-Fassungen bereits über die Abwärtskompatibilität. Interessant wird eine Neuauflage erst dann, wenn 4A Games und Deep Silver erklären, welchen zusätzlichen Nutzen die neuen Versionen bieten. Bis zu einer solchen Mitteilung bleiben die Einträge ein deutlicher Hinweis, aber noch keine fertige Ankündigung.