Leuchtendes Xbox-Logo auf einer großen Videowand mit mehreren Bildschirmen, auf denen Spielszenen zu sehen sind.
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Microsoft-Patent plant Werbung in Spielpausen

Von Alex 2 Min. Lesezeit

Microsoft beschreibt Werbung in Spielpausen für PC und Xbox. Ob das System wirklich eingesetzt wird, ist offen.

Microsoft hat einen US-Patentantrag für Werbung in PC- und Xbox-Spielen veröffentlicht. Die Idee dahinter: Anzeigen sollen erst dann erscheinen, wenn ein Spiel ohnehin kurz pausiert oder einen natürlichen Abschluss erreicht hat.

Wichtig ist aber: Das ist kein angekündigtes Xbox-Feature. Ein Patent zeigt, welche Technik sich ein Unternehmen sichern möchte. Ob sie später wirklich in einem Spiel, im Cloud Gaming oder beim Game Pass auftaucht, steht damit noch nicht fest.

Werbung erst nach passenden Spielmomenten

Im Patent geht es um ein Zeitguthaben für werbefreies Spielen. Denkbar wäre zum Beispiel, dass nach 30 Minuten oder nach einem abgeschlossenen Level eine kurze Anzeige fällig wird. Das Spiel würde dafür angehalten. Anschließend beginnt ein neuer werbefreier Zeitraum.

Entscheidend ist die Auswahl des Moments. Die Technik soll Signale aus dem Spiel nutzen und nicht einfach mitten im Kampf zuschlagen. Als mögliche Zeitpunkte nennt die Anmeldung unter anderem Ladebildschirme, das Ende einer Quest, den Abschluss einer Zwischensequenz oder die Punkteanzeige nach einer Runde.

Wenn du gerade in einem Match steckst oder gegen einen Boss kämpfst, soll die Anzeige also warten. Das klingt erst einmal besser als Werbung an einer völlig zufälligen Stelle. Trotzdem wäre die Grenze für viele Spieler klar: Auch eine Unterbrechung nach einer Mission kann nerven, wenn sie regelmäßig passiert.

Was das für Xbox-Spieler bedeuten könnte

Microsoft nennt im Antrag keine konkreten Spiele und auch keinen festen Dienst, in dem das System eingesetzt werden soll. Deshalb lässt sich nicht sagen, ob es überhaupt für gekaufte Spiele gedacht wäre. Naheliegend wären eher kostenlose Titel oder Angebote, die über Werbung günstiger werden sollen.

Das passt zumindest zu Microsofts früheren Aussagen, unterschiedliche Modelle für Game Pass zu prüfen. Außerdem wurde bereits eine werbefinanzierte Stufe für Cloud Gaming vorgestellt. Eine bestätigte Verbindung zwischen diesen Angeboten und dem neuen Patent gibt es aber nicht.

Für Spieler ist bei solchen Ideen vor allem wichtig, was sie im Gegenzug bekommen würden. Werbung kann einen Dienst günstiger machen. Sie kann aber auch den Spielfluss stören, selbst wenn sie nur in ruhigen Momenten eingeblendet wird. Der Patentantrag beantwortet diese Frage noch nicht. Er zeigt nur, wie Microsoft solche Pausen technisch verwalten könnte.

Wer die technische Anmeldung selbst lesen möchte, findet sie beim US-Patentamt.

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