Infinity Ward plant für den Mehrspieler von Call of Duty: Modern Warfare 4 einen Modus, der die üblichen Sicherheiten der Reihe deutlich zurücknimmt. Collateral setzt auf Angreifer und Verteidiger, zwei Bombenplätze, Rundenwechsel und ein Kaufsystem für Ausrüstung. Der Modus wurde in einem offiziellen Beitrag zu Modern Warfare 4 vorgestellt.
Das ist mehr als eine weitere Variante von Suchen & Zerstören. In Collateral entscheidet nicht nur, welche Waffe jemand am liebsten spielt. Geld, überlebte Ausrüstung und Absprachen mit dem Team sollen von Runde zu Runde wichtiger werden. Für Call of Duty ist das ein klarer Wechsel: Statt nach einem Fehler direkt wieder einzusteigen, bleibt man bis zum nächsten Durchgang draußen.
Jede Runde hat Folgen
Zwei Teams übernehmen abwechselnd Angriff und Verteidigung. Die Angreifer sollen eine Bombe an einem von zwei vorgesehenen Orten platzieren, das andere Team muss dies verhindern oder eine platzierte Bombe entschärfen. Nach einer festgelegten Zahl von Runden tauschen beide Seiten ihre Aufgaben.
Respawns sind vollständig abgeschaltet. Wer stirbt, kann in dieser Runde nicht zurückkehren. Auch die sonst bekannte automatische Heilung gibt es nicht. Schaden bleibt also bestehen, sofern keine Stim-Spritze eingesetzt wird.
Dadurch verändert sich, worauf Spieler achten müssen. Ein gewonnener Zweikampf hilft zwar, aber er löst nicht automatisch die Runde. Wer angeschlagen ist, muss vorsichtiger spielen. Wer früh ausscheidet, kann seinen Mitspielern nicht mehr direkt helfen. Gerade beim Angriff dürfte es deshalb wichtig sein, nicht allein loszustürmen und das Team zu früh in Unterzahl zu bringen.
Ausrüstung wird nicht einfach mitgebracht
Collateral verzichtet laut Beschreibung auf vorgefertigte Klassen, eigene Gunsmith-Zusammenstellungen und das normale Perk-System. Alle beginnen die erste Runde mit demselben Geldbetrag und einer einfachen Pistole. Bessere Waffen und weitere Ausrüstung müssen erst gekauft werden.
Geld gibt es für Kills, für das Platzieren oder Entschärfen der Bombe sowie für Rundensiege. Damit kann sich eine gute Runde direkt auf die nächste auswirken. Wer überlebt, behält die gekaufte Ausrüstung. Wer stirbt, verliert sie dagegen und muss in der folgenden Runde wieder neu einkaufen. Das angesparte Geld bleibt erhalten.
Im Shop stehen unter anderem schallgedämpfte Pistolen, Maschinenpistolen, Schrotflinten sowie stärkere Salven- und Scharfschützengewehre bereit. Auch Granaten, Stims, Panzerweste und einzelne Perks wie Flinke Hände oder Geist kosten Geld. Die Wahl vor Rundenbeginn wird damit Teil der Taktik: Wer viel ausgibt, ist sofort besser vorbereitet, riskiert beim Tod aber eine teure Niederlage.
Die Drohne verlangt Zusammenarbeit
Killstreaks fallen in Collateral weg. Eine Ausnahme ist die Drohne, die als Team-Kauf gedacht ist. Das gesamte Squad muss dafür zusammenlegen, um den Sichtvorteil auf der Minimap zu erhalten.
Gerade diese Regel zeigt, was Infinity Ward mit dem Modus versucht. Einzelne starke Spieler können weiterhin wichtige Duelle gewinnen. Sie können aber nicht einfach über eine eigene Killserie den Rest der Runde bestimmen. Die Drohne gibt es nur, wenn das Team seine Mittel gemeinsam einsetzen will.
Die Nähe zu Counter-Strike ist bei Bombenaufgabe, fehlenden Respawns und Wirtschaftssystem offensichtlich. Entscheidend wird aber sein, wie sich diese Regeln mit dem Tempo und den Waffen von Call of Duty verbinden. Für Fans von Suchen & Zerstören könnte Collateral eine Variante sein, in der Planung und sparsame Runden genauso zählen wie schnelle Reaktionen.
Call of Duty: Modern Warfare 4 soll am 23. Oktober 2026 für PS5, Xbox Series X/S, Switch 2 und PC erscheinen.