Ein Soldat in Uniform und Helm hält ein Gewehr, während hinter ihm ein Gebäude brennt.
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Modern Warfare 4: Die Kampagne soll wieder zählen

Von Ramona 4 Min. Lesezeit

Die ersten Tests zu Call of Duty: Modern Warfare 4 fallen überwiegend positiv aus. Besonders die Kampagne soll wieder deutlich mehr Gewicht bekommen.

Die ersten internationalen Tests zu Call of Duty: Modern Warfare 4 zeichnen ein auffällig klares Bild: Die Kampagne soll diesmal mehr sein als ein kurzer Pflichtteil neben Multiplayer und DMZ. Mehrere Redaktionen loben vor allem, dass Infinity Ward der Einzelspieler-Geschichte wieder sichtbar Raum gegeben hat.

Das ist für die Reihe wichtiger, als es zunächst klingt. Nach der Kritik an Modern Warfare 3 und der umstrittenen Koop-Ausrichtung von Black Ops 7 waren die Erwartungen an den Story-Modus geteilt. Nun berichten die ersten Besprechungen von einem abwechslungsreichen, vergleichsweise sorgfältig gebauten Abschluss der aktuellen Modern Warfare-Saga. Wer digital vorbestellt hat, kann die Kampagne bereits spielen. Der vollständige Release folgt am 23. Oktober 2026.

Die Kampagne rückt wieder in den Mittelpunkt

Laut den bisherigen Teststimmen nimmt Modern Warfare 4 seine Geschichte ernst. Der Krieg auf der koreanischen Halbinsel beginnt nach dem Tod des nordkoreanischen Machthabers und wird nicht ausschließlich aus der bekannten Perspektive einer Spezialeinheit erzählt. Private Park Hyun-jun steht im Zentrum und gerät gegen seinen Willen in den Konflikt.

Parallel führt die Handlung bekannte Figuren weiter. Captain Price jagt Vladimir Makarov, während mit „The Archer“ ein neuer Gegenspieler dazukommt, der von Mads Mikkelsen verkörpert wird. Die Kampagne verbindet damit einen neuen Blick auf den Krieg mit dem Abschluss einer Geschichte, die sich über mehrere Teile aufgebaut hat.

Besonders häufig wird gelobt, dass sich der Story-Modus nicht wie ein Anhängsel anfühlen soll. PC Gamer hebt hervor, die Kampagne habe wieder einen eigenen Stellenwert. GameSpot sieht ebenfalls Anzeichen dafür, dass das Team mehr Zeit in den Ablauf und die Erzählung gesteckt hat. Das bedeutet nicht automatisch, dass jede Mission perfekt ist. Aber die Berichte deuten darauf hin, dass die Einzelspieler-Kampagne diesmal bewusst als eigenes Erlebnis geplant wurde.

16 Missionen sollen nicht nach derselben Formel ablaufen

Die Kampagne umfasst 16 Missionen. Die Testberichte beschreiben dabei keinen reinen Dauerbeschuss, sondern einen Mix aus großen Action-Szenen, stilleren Abschnitten und Fahrzeugmissionen. Genannt werden unter anderem Panzergefechte, Verfolgungsjagden, Schleichpassagen und eine Schießerei in einem Nachtclub.

Diese Abwechslung ist gerade für eine Call-of-Duty-Kampagne entscheidend. Spektakel gehört zur Reihe, doch die Wirkung nutzt sich schnell ab, wenn jede Mission dieselben Wege und dieselbe Aufgabe vorgibt. Die bisherigen Eindrücke sprechen dafür, dass Modern Warfare 4 häufiger zwischen unterschiedlichen Tempi und Situationen wechselt.

Auch die offeneren Einsätze scheinen diesmal besser anzukommen. Die sogenannten Open-Combat-Missionen des Vorgängers hatten viele Spieler enttäuscht. In Modern Warfare 4 sollen diese Bereiche stärker in die Kampagne eingebunden sein. IGN hebt besonders eine weitläufige Mission hervor, die Ideen aus dem DMZ-Modus aufgreift. GamesBeat bewertet die riskantere Struktur ebenfalls positiv, auch wenn ein offeneres Gebiet natürlich nicht für alle automatisch spannender sein muss.

Der entscheidende Punkt ist daher nicht bloß die Größe einzelner Karten. Offenere Missionen funktionieren dann, wenn sie zusätzliche Möglichkeiten schaffen, ohne dass das Ziel unklar wird oder die Geschichte an Tempo verliert. Genau hier scheinen die ersten Tests eine Verbesserung gegenüber dem Vorgänger zu sehen.

Was Fans jetzt wissen sollten

Die positiven Stimmen sind ein gutes Zeichen, aber noch kein Ersatz für die eigene Einschätzung. Die genannten Wertungen reichen von 7 von 10 bei GameSpot bis zu 4,5 von 5 bei GamesBeat. Das zeigt: Die Kampagne überzeugt offenbar viele Redaktionen, wird aber nicht überall als unantastbar bewertet.

Für Fans, die Call of Duty vor allem wegen der Geschichte und der großen Missionsmomente spielen, ist die Nachricht trotzdem relevant. Modern Warfare 4 scheint den Einzelspieler-Modus wieder stärker als Teil des Gesamtpakets zu behandeln, statt ihn nur zwischen den Online-Modi unterzubringen.

Vorbesteller digitaler Versionen erhalten schon jetzt Zugang zur Kampagne. Der neue DMZ-Modus startet für Frühentschlossene am 20. Oktober. Am 23. Oktober 2026 erscheint Call of Duty: Modern Warfare 4 dann für PS5, Xbox Series X/S, Switch 2 und PC mit dem vollständigen Multiplayer-Modus. Ob der Abschluss der Saga auch langfristig zu den stärkeren Serienteilen zählt, wird sich erst zeigen, wenn mehr Spieler die gesamte Kampagne erlebt haben.

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