Call of Duty: Modern Warfare 4 ändert den Umgang mit Doppel-EP-Tokens grundlegend: Ihre Zeit soll künftig nur noch während einer laufenden Partie vergehen. Damit reagiert Infinity Ward auf ein Problem, das Bonuszeit bislang auch in Menüs, bei der Spielsuche oder zwischen zwei Runden verbraucht hat.
Das ist eine kleine Regeländerung mit spürbarer Wirkung. Erfahrungspunkte sind in Call of Duty eng mit Waffenfortschritt, Freischaltungen und dem Battle Pass verbunden. Wenn ein zeitlich begrenzter Bonus auch dann weiterläuft, wenn gerade nicht gespielt wird, entsteht unnötiger Druck. Modern Warfare 4 soll diesen Druck zumindest bei den Tokens deutlich senken.
Bonuszeit zählt nur noch im Match
Der Ablauf ist laut Infinity Ward klar: Ein aktivierter Token beginnt erst zu zählen, sobald eine Figur auf der Karte ins Spiel kommt. Nach dem Ende der Runde pausiert der Countdown wieder in der Lobby. Wer beispielsweise nach einer Partie noch 18 Minuten übrig hat, kann diese Minuten also erst im nächsten Match weiter nutzen.
Gerade bei Mehrspieler-Shootern klingt das selbstverständlich, war bislang aber nicht der Standard. Zwischen zwei Spielen können Wartezeiten entstehen, Einstellungen werden angepasst oder eine Gruppe muss sich erst wieder zusammenfinden. Bisher lief die Bonuszeit dennoch weiter. Mit der neuen Regel wird ein Token stärker zu dem, was er eigentlich sein sollte: ein Bonus für gespielte Zeit statt ein Countdown, der auch außerhalb des Gefechts läuft.
Die Änderung betrifft nicht nur klassische Doppel-EP-Tokens. Nicht genutzte Tokens für Erfahrungspunkte, Waffen-EP und den Battle Pass sollen aus Black Ops 7 in das Inventar von Modern Warfare 4 übernommen werden. Wer dort noch Vorräte angespart hat, muss sie vor dem Wechsel also nicht künstlich aufbrauchen.
Das ist vor allem deshalb sinnvoll, weil Tokens häufig zu einem ungünstigen Zeitpunkt verfügbar sind. Nicht jeder hat Zeit für mehrere Runden am Stück. Wenn die Restlaufzeit nach einer Partie erhalten bleibt und vorhandene Tokens weiterziehen, kann man den Fortschritt besser in den eigenen Spielalltag einbauen.
DMZ bleibt vorerst eine Ankündigung
Parallel richtet Infinity Ward den Blick auf die Rückkehr von DMZ. Der Extraction-Modus wurde 2022 mit Modern Warfare 2 eingeführt und anschließend in Modern Warfare 3 nicht weitergeführt. Für Modern Warfare 4 ist seine Rückkehr bereits angekündigt, konkrete Informationen zu den neuen Inhalten stehen aber noch aus.
Infinity-Ward-Chef Mark Grigsby hat auf X erklärt, dass sich die kommende Woche ganz um DMZ drehen werde und größere Enthüllungen geplant seien. Die Aussage ist deutlich genug, um mit Neuigkeiten zu rechnen. Welche Systeme, Karten oder Regeln dabei tatsächlich gezeigt werden, bleibt allerdings offen. Angaben zu einer neuen Karte oder ihrem möglichen Schauplatz sind derzeit nicht bestätigt und sollten deshalb nicht als feste Information gelten.
Für Fans des Modus ist diese Trennung wichtig. Die Token-Änderung ist eine konkrete Zusage mit nachvollziehbarem Ablauf. Bei DMZ gibt es dagegen bislang vor allem ein Zeitfenster für weitere Informationen. Erst die angekündigte Präsentation dürfte zeigen, wie umfassend das Comeback ausfällt und ob der Modus an seine frühere Form anknüpft oder neue Schwerpunkte setzt.
Start im Oktober, Kampagne früher für Vorbesteller
Call of Duty: Modern Warfare 4 erscheint am 23. Oktober 2026 für PlayStation 5, Xbox Series X/S, Switch 2 und PC. Digitale Vorbestellungen erhalten ab dem 16. Oktober Zugriff auf die Einzelspieler-Kampagne.
Bis zur DMZ-Enthüllung ist die wichtigste bestätigte Neuerung damit keine neue Waffe und kein spektakulärer Spielmodus, sondern eine Regel für die Zeit zwischen den Runden. Gerade diese Änderung kann aber viel Frust vermeiden: Fortschrittsboni verlieren ihren Wert nicht mehr, nur weil das Spiel einmal nicht sofort ins nächste Match schickt.