Activision will die Resonanz auf die Neuauflagen von Call of Duty: Black Ops und Call of Duty: Black Ops 2 für Call of Duty: Modern Warfare 4 nutzen. Laut Chief Marketing Officer Tyler Bahl hat der Erfolg der beiden Portierungen vor allem gezeigt, wie wichtig es vielen Fans ist, unkompliziert gemeinsam spielen zu können.
Das ist mehr als eine bloße Rückschau auf zwei ältere Serienteile. Activision verbindet die Aussage direkt mit Modern Warfare 4 und künftigen Spielen der Reihe. Konkrete Änderungen oder Funktionen nennt Bahl allerdings nicht. Für Spielerinnen und Spieler bleibt deshalb zunächst offen, wie genau sich diese Erkenntnis im neuen Shooter zeigen wird.
Der Erfolg der Ports soll eine klare Nachfrage zeigen
Die PS5- und PS4-Portierungen von Black Ops und Black Ops 2 erschienen im Sommer. Unbestätigten Angaben zufolge sollen sie im ersten Monat zusammen mehr als sieben Millionen Verkäufe erreicht haben. Activision hat diese Zahl nicht kommentiert.
Bahl bestätigte immerhin, dass der Publisher die beiden Veröffentlichungen selbst als großen Erfolg bewertet. Im vollständigen Interview beschreibt er eine Nachfrage nach der Art von gemeinsamen Abenden, für die viele ältere Mehrspieler-Shooter in Erinnerung geblieben sind: Freunde treffen sich, starten ein paar Runden und haben ohne viel Vorbereitung zusammen Spaß.
Gerade daran ist die Aussage interessant. Activision spricht nicht nur über Nostalgie als Wiedererkennungswert. Der Konzern sieht darin offenbar einen Hinweis darauf, welche sozialen Erfahrungen die Reihe wieder stärker liefern soll. Das bedeutet nicht automatisch, dass Modern Warfare 4 ältere Systeme kopiert. Aber der Erfolg der Ports scheint intern deutlich gemacht zu haben, dass bekannte Spielweisen und leichtes Zusammenspielen weiterhin einen hohen Stellenwert haben.
Modern Warfare 4 soll Bekanntes und Neues verbinden
Bahl sagt, die Erkenntnisse aus den Portierungen würden bereits auf Modern Warfare 4 angewendet und auch bei weiteren Serienteilen berücksichtigt. Gleichzeitig betont er, dass Activision sich nicht allein auf frühere Stärken verlassen könne. Die Erwartungen der Community änderten sich, ebenso wie die Spiele, mit denen Call of Duty konkurriert.
Das ist eine vorsichtige, aber wichtige Einschränkung. Die Botschaft lautet nicht: Die Serie kehrt einfach in ihre Vergangenheit zurück. Vielmehr will Activision offenbar verstehen, warum die alten Teile so viel Aufmerksamkeit bekommen haben, und diesen Kern mit neuen Ideen verbinden. Ob das tatsächlich gelingt, lässt sich aus den Aussagen noch nicht ableiten. Der entscheidende Punkt wird sein, ob sich das gemeinsame Spielen in Modern Warfare 4 wirklich unkompliziert anfühlt, statt nur als Werbeversprechen aufzutauchen.
Vorbesteller starten früher in Kampagne und DMZ
Wer eine digitale Fassung von Call of Duty: Modern Warfare 4 vorbestellt hat, erhält ab dem 16. Oktober Zugriff auf die Einzelspieler-Kampagne. Am 20. Oktober folgt für Vorbesteller der Zugang zu DMZ. Infinity Ward möchte mit diesem Modus spielerisch neue Akzente setzen, Details dazu gehen aus den vorliegenden Angaben jedoch nicht hervor.
Der reguläre Start ist für den 23. Oktober 2026 auf PC, PS5, Xbox Series X/S und Switch 2 vorgesehen. Die Standard Edition kostet 79,99 Euro. Daneben erscheint eine Vault Edition für 109,99 Euro, die unter anderem zusätzliche Inhalte für DMZ, eine Spezialwaffen-Sammlung und exklusive Skins enthalten soll.
Für die Reihe ist der Blick auf die alten Black Ops-Spiele damit kein reiner Ausflug in die Vergangenheit. Activision nutzt ihren Erfolg als Signal für die Zukunft. Ob Modern Warfare 4 daraus mehr macht als vertraute Namen und Erinnerungen, wird sich mit dem vollständigen Release zeigen.