Anime-Charaktere aus Cyberpunk Edgerunners vor einer futuristischen Stadtkulisse mit Energieblitzen und Schutt.
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Netflix-Anime wächst stark: Was das für Games-Serien heißt

Von Alex 2 Min. Lesezeit

Anime wächst auf Netflix viel schneller als das restliche Programm. Das könnte auch für Serien zu bekannten Games wichtig werden.

Anime wächst auf Netflix deutlich schneller als das übrige Angebot. Laut dem Marktbericht „The Anime Economy“ von Media Partners Asia stieg die Anime-Sehdauer auf der Plattform von 3,33 Milliarden Stunden im ersten Halbjahr 2023 auf 4,64 Milliarden Stunden im ersten Halbjahr 2026.

Das sind 39 Prozent mehr. Über alle Inhalte hinweg legte Netflix im gleichen Zeitraum nur um 4,5 Prozent zu. Für Fans von Games ist das vor allem deshalb interessant, weil Serien wie Cyberpunk: Edgerunners zeigen, dass Anime und bekannte Spielemarken gut zusammenpassen können.

Anime wird für Netflix immer wichtiger

Anime machte im ersten Halbjahr 2023 noch 3,6 Prozent aller gestreamten Stunden auf Netflix aus. Drei Jahre später lag der Anteil laut Bericht bei knapp 4,75 Prozent. Das klingt erst einmal nicht riesig, ist bei der Größe des gesamten Netflix-Angebots aber ein klarer Schritt nach vorn.

Der Trend betrifft nicht nur einzelne Hits. Netflix hat aktuelle Anime-Serien wie Dandadan, Sakamoto Days und Delicious in Dungeon im Programm. Dazu kommen bekannte Filme aus dem Studio-Ghibli-Katalog sowie eigene und exklusive Produktionen.

Auch in Japan ist Netflix inzwischen ein großer Player. Bei der Anime-Sehdauer auf Streamingdiensten liegt der Anbieter laut Media Partners Asia ungefähr gleichauf mit Amazon Prime Video. Beide kommen dort jeweils auf mehr als 40 Prozent Marktanteil.

Die Zahlen des Berichts sind bei Deadline zusammengefasst.

Was das für Gaming-Fans bedeuten kann

Mehr Anime-Nachfrage heißt nicht automatisch, dass jetzt jede große Spielereihe eine Serie bekommt. Neue Adaptionen wurden durch den Bericht auch nicht angekündigt. Trotzdem wird klar, warum Streamingdienste weiter nach Marken suchen dürften, die schon eine Fanbasis haben und sich für eine Serie eignen.

Gerade bei Games kann das spannend sein: Eine gute Anime-Serie kann eine Spielwelt auch Leuten zeigen, die das Original nie gespielt haben. Umgekehrt bekommen Fans mehr Geschichten aus einem Universum, das sie schon kennen. Cyberpunk: Edgerunners ist dafür ein naheliegendes Beispiel, weil die Serie direkt im Umfeld eines bekannten Spiels angesiedelt ist.

Media Partners Asia rechnet bis 2030 weltweit mit durchschnittlich rund zehn Prozent höheren Ausgaben für Anime-Produktionen pro Jahr. Plattformen könnten demnach nicht nur fertige Serien einkaufen, sondern stärker selbst finanzieren und länger mit Studios zusammenarbeiten. Ob daraus wirklich mehr Gaming-Adaptionen entstehen, bleibt offen. Die wachsende Reichweite von Anime macht solche Projekte für Streamingdienste aber interessanter.

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