Blauhaarige Figur mit Brille und Elfenohren hält ein PEGI-16-Logo in einer stilisierten Umgebung.
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PEGI 16: Lootbox-Spiele werden rückwirkend hochgestuft

Von Alex 3 Min. Lesezeit

PEGI ändert die Regeln für Lootboxen. Auch ältere Digitalspiele können jetzt nachträglich PEGI 16 erhalten.

PEGI stuft digital erhältliche Spiele mit kostenpflichtigen Zufallsinhalten künftig auf 16 Jahre hoch. Das betrifft nicht nur neue Veröffentlichungen. Auch bereits verfügbare Spiele können ihre bisherige Kennzeichnung verlieren.

Die Umstellung hat laut Connor Hinde von der britischen Games Rating Authority bereits begonnen und soll im Oktober abgeschlossen werden. Für Fans ist das vor allem deshalb wichtig, weil sich die Altersangabe eines Spiels nachträglich ändern kann, obwohl es selbst nicht neu erschienen ist.

Nicht jede In-Game-Zahlung ist damit gemeint

Der neue Hinweis richtet sich an Spiele, in denen echtes Geld für zufällige Inhalte ausgegeben wird. Gemeint sind zum Beispiel Lootboxen oder vergleichbare Systeme. Wer bezahlt, weiß vorher nicht genau, welchen Gegenstand er bekommt.

Das ist der entscheidende Punkt. Ein normaler Shop mit einem klar sichtbaren Preis und einem festen Inhalt wird in der Mitteilung nicht als Auslöser genannt. PEGI nimmt stattdessen die Mischung aus Echtgeld und Zufall stärker in den Blick.

Seit Juni werden neu eingereichte Spiele bereits nach erweiterten Regeln geprüft. Nun folgt der Rückblick auf ausgewählte digitale Titel, die bisher PEGI 3, 7 oder 12 hatten. Sie erhalten PEGI 16 mit dem Hinweis auf kostenpflichtige Zufallsinhalte.

Ein erstes bekanntes Beispiel ist Zenless Zone Zero. Das Actionspiel von HoYoverse wurde von PEGI 12 auf PEGI 16 angehoben.

Die Änderung sagt nicht automatisch, dass ein Spiel plötzlich anders aussieht oder schwerer zu spielen ist. Sie macht aber deutlich, dass PEGI die Kaufmechanik selbst als Altersfrage bewertet. Gerade bei Spielen, die kostenlos starten, kann das für Eltern und jüngere Spieler wichtiger sein als Gewalt oder Sprache im Spiel.

Was sich für Spieler ändern kann

Eine höhere Kennzeichnung kann beeinflussen, wer ein Spiel im Store sieht oder herunterladen darf. Wie stark das auf einzelnen Plattformen wirkt, nennt die Ankündigung nicht. Klar ist nur: Digitale Spiele stehen bei der Umstellung im Mittelpunkt.

Für Publisher und Entwickler ist die Regel ebenfalls mehr als ein neues Symbol auf der Shop-Seite. Kostenpflichtige Zufallssysteme können nun direkt die Alterskennzeichnung verändern. Das betrifft besonders Spiele, deren Fortschritt oder Sammelsystem stark mit solchen Käufen verbunden ist.

PEGI hatte schon im März angekündigt, genauer auf Lootboxen, ähnliche Mikrotransaktionen, Mechaniken mit möglichem Suchtpotenzial und unmoderierte Online-Kommunikation zu schauen. Die aktuelle Umstellung zeigt, dass diese Ankündigung nun konkrete Folgen bekommt.

In Diskussionen fällt die Reaktion überwiegend positiv aus. Einige Spieler wünschen sich aber sogar PEGI 18 für jede Form von Echtgeldkäufen mit Zufall. Das ist derzeit keine bestätigte Regel. Die neue PEGI-16-Kennzeichnung ist trotzdem ein klarer Schritt: Zufallskäufe werden nicht mehr einfach nebenbei behandelt.

Die vollständige Mitteilung zur laufenden Umstellung steht im Beitrag von Connor Hinde.

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